Nach DFB-Urteil

"Muschi"-Skandal: Badstuber gesperrt – das sagt Tim Walter!

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Beim VfB gibt Tim Walter den Ton an.
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Der DFB hat Holger Badstuber für zwei Spiele gesperrt. Jetzt äußert sich Tim Walter.

+++ Update 25. Oktober +++ VfB Stuttgart: Badstuber nach "Muschi"-Skandal gesperrt – das sagt Tim Walter!

Im Vorfeld des Spitzenspiels gegen den Hamburger SV hat sich Tim Walter erneut zur Sperre von Holger Badstuber geäußert. Über die verbale Entgleisung des Innenverteidigers wollte der Trainer des VfB Stuttgart jedoch nicht viele Worte verlieren: "Wir haben intern darüber gesprochen und das bleibt auch intern." 

Auch als er auf die weitere Sperre Badstubers durch den DFB angesprochen wurde, gab sich Walter wortkarg: "Wenn der DFB das entscheidet, dann ist das wohl rechtens."

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+++ Update 23. Oktober +++ Badstuber gesperrt - das sind die Alternativen in der Innenverteidigung

Mit Marc Oliver Kempf und Holger Badstuber hat der VfB Stuttgart sein Innenverteidiger-Duo gefunden. Doch nun ist letzterer für zwei Liga-Spiele gegen den Hamburger SV und Dynamo Dresden gesperrt. Wer könnte Badstuber hier ersetzen? Beste Karten soll laut Bild-Zeitung Nathaniel Phillips haben. 

Aber auch Maxime Awoudja könnte die Gelegenheit bekommen, seinen missglückten Einstand beim VfB vergessen zu machen. Der 21-Jährige bekam am 1. Spieltag gegen Hannover das Vertrauen, erzielte ein Eigentor und flog dann auch noch vom Platz. Seitdem musste Awoudja zusehen. Phillips kommt immerhin auf fünf Einsätze – so oder so wird es eine große Herausforderung für einen der jungen Wilden.

+++ Update 16.00 Uhr +++ "Muschi"-Skandal: Badstuber muss Strafe zahlen und wird gesperrt

Nun steht die Strafe für Holger Badstuber nach seinem verbalen Ausrutscher fest. Der Abwehrchef des VfB Stuttgart muss laut Informationen der "Bild" 8.000 Euro Strafe zahlen und wird für ein zusätzliches Spiel gesperrt. Heißt: Badstuber verpasst nicht nur den Kracher gegen den HSV, sondern auch die Partie gegen Dresden. 

Für den VfB Stuttgart ist der Ausfall in der aktuellen Situation sicher heftig, denn die letzten beiden Ligaspiele verloren die Schwaben. Gegen Wehen setzte es eine 1:2-Niederlage, das Kiel-Spiel wurde nach dem Platzverweis und dem "Muschi"-Skandal von Holger Badstuber auch verloren (0:1).

+++ Update, 22. Oktober, 11.30 Uhr +++ Schiri aus der Region äußert sich zum Badstuber-Skandal

Schiedsrichter müssen sich immer wieder Sprüche und Beleidigungen anhören. Oder müssen sie das eben überhaupt nicht? echo24.de hat einen jungen Schiedsrichter aus Sulzbach gefragt, wie er über den Badstuber-Skandal denkt. Maximilian Dynczyk (23) hat selbst mehrere Jahre auf dem Fußballfeld gepfiffen. Er sagt: "Dass da eine Sperre kommt, sollte ja wohl selbstverständlich sein. Beleidigungen haben weder im Sport noch sonst wo etwas zu suchen." 

Dass auch ein Holger Badstuber mal die Nerven verliert, kann Dynczyk zwar verstehen. "Natürlich sind da auch Emotionen und viel größerer Druck als in der Kreisliga. Aber von einem Profi-Sportler erwarte ich, dass er sich nicht zu so einer Unprofessionalität hinreisen lässt." 

Nach Muschi-Skandal: Auf dem Fußballplatz gelten Regeln - auch für Profis wie Badstuber

Wegen jeder kleinen Bruddelei würde Dynczyk keine Karten verteilen oder Platzverweise aussprechen. Aber alles hat seine Grenzen. Er erzählt: "Ich habe schon Spiele geleitet, da wurde ich aufs Wüsteste beschimpft, sodass ich mich wirklich frage, ob manche meinen, der Rase sei eine rechtsfreie Zone." Der junge Referee würde sich eines wünschen: "Man sieht doch bei jedem hochklassigen Spiel, dass Profis mit dem Schiri diskutieren und die Trainer an der Seitenlinie herumschreien. Würden die mit besserem Beispiel vorangehen, würde sich das vielleicht auf die unteren Ligen und den Amateursport übertragen." 

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+++ Update, 21. Oktober, 13.30 Uhr +++ Auch Coach Walter sauer auf Badstuber, aber nicht wegen Muschi-Skandal...

Holger Badstuber hat im Spiel des VfB Stuttgart gegen Holstein Kiel auch den Zorn seines Trainers Tim Walter auf sich gezogen. Walter hatte für seine Wut allerdings andere Gründe als den Skandal um seinen Verteidiger.

Badstuber hatte nach einem Platzverweis die Schiedsrichter beleidigt. Wegen des Ausspruchs "Ihr seid Muschis geworden, Muschis" droht ihm sogar eine längere Sperre seitens des DFB. Der hatte ein Ermittlungsverfahren gegen den 30-Jährigen eingeleitet.

Für den emotionalen Ausbruch allerdings hatte der VfB-Coach Verständnis. Walter: "Der macht das nicht absichtlich. Der macht das in der Emotion." Nach einem Gespräch mit Badstuber hatte Walter erklärt, der Verteidiger wisse, was er getan hat." Ob es interne Konsequenzen für die sprachliche Entgleisung geben wird, war noch unklar. Badstuber selbst hatte sich via Social Media entschuldigt.

VfB Stuttgart: Walter sauer auf Badstuber - aber nicht wegen Muschi-Skandal

Auch bei seinen Teamkollegen dürfte der 30-Jährige wohl beim heutigen Training um Verzeihung gebeten haben. Denn anders als im Muschi-Skandal nahm Walter seinen Schützling in Sachen sportlicher Leistung nicht in Schutz.

"Gestern hat uns der Holger ein Bein gestellt. Mit zehn Mann zu verteidigen und wieder Torchancen herauszuspielen - wer Fußball gespielt hat, der weiß, dass das nicht so einfach ist", erklärte Walter.

Badstuber hatte wegen wiederholten Foulspiels in der 53. Minute den Platz verlassen müssen. Erst danach war der Siegtreffer für Kiel gefallen.

+++ Update, 21. Oktober, 12 Uhr +++ DFB ermittelt gegen Holger Badstuber

Der Deutsche Fußball-Bund leitet nach dem "Muschi"-Skandal ein Ermittlungsverfahren gegen Holger Badstuber ein. Dem Verteidiger droht damit eine Sperre für mehrere Spiele.

Badstuber hatte beim Zweitliga-Duell des VfB Stuttgart mit Holstein Kiel (0:1) die Contenance verloren. Nach einem Foul in der 53. Minute schickten ihn die Schiedsrichter mit Gelb-Rot vom Platz. Das passte dem 30-Jährigen aber gar nicht.

Muschi-Skandal: Badstuber droht Sperre - DFB ermittelt

Sogar im Fernsehen war deutlich zu hören, wie Badstuber die Unparteiischen anschließend lautstark mit den Worten "Ihr seid Muschis geworden, Muschis" beschimpfte.

Badstuber hat sich mittlerweile via Instagram für sein Fehlverhalten entschuldigt. Ausreichen dürfte das aber wohl nicht. Der vierte Offizielle hatte sich nach dem unrühmlichen Abgang des VfB-Verteidigers jedenfalls Notizen gemacht.

+++ Update 21. Oktober +++ Badstuber droht nach Ausraster längere Zwangspause

Womöglich fehlt Holger Badstuber dem kriselnden VfB Stuttgart nach seiner Gelb-Roten Karte beim 0:1 gegen Holstein Kiel nicht nur im Spitzenspiel der Zweiten Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV. Beim Verlassen des Platzes schimpfte Badstuber aufgebracht über die Entscheidung und hat über die Außenmikrofone hörbar in Richtung der Unparteiischen gesagt: "Ihr seid Muschis geworden, Muschis."

Sportdirektor Sven Mislintat berichtete danach von einem Austausch mit den Schiedsrichtern, wollte zum Inhalt aber nichts sagen. Eine längere Sperre hält er aber für möglich. "Ich weiß nicht, was für ein Druck da reinkommt, da es tatsächlich gezeigt wurde und im TV ist es so laut. Es ist nicht auszuschließen, es liegt nicht in unserer Macht", sagte er am Sonntag. 

Mislintat ergänzt: "Ich hoffe, dass man so ein bisschen bewertet, dass die Jungs heiß sind in den Situationen und ich hoffe, dass man das Wort nicht auf die Goldwaage legt." Der vierte Offizielle, Patrick Alt, zückte nach Badstubers Abgang jedenfalls den Notizblock.

+++ Update 18.15 Uhr +++ Badstuber entschuldigt sich für "Muschi"-Aussagen

Der VfB Stuttgart hat bei der Niederlage gegen Kiel (0:1) nicht nur das Spiel, sondern auch Holger Badstuber verloren. Der bekam in der 53. Minute eine gelb-rote Karte, flog vom Platz und ist gegen den HSV gesperrt. Es könnte aber noch dicker kommen, denn: Badstuber rastete aus und beschmipfte die Schiedsrichter. Unmittelbar nach dem Spiel wollte er sich nicht äußern, aber auf Instagram tat er das jetzt doch und entschuldigte sich für das Fehlverhalten. Badstuber: "Das tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden." 

+++ Ursprungstext 20. Oktober, 17.15 Uhr +++

Auf dem Weg in die Kabine konnte Holger Badstuber seinen Frust nicht mehr für sich behalten. Richtung Schiedsrichter Benedikt Kempkes brüllte er: "Ihr pfeift nur nach den Regeln. Ihr seid Muschis geworden!" Grund für den Ausraster: In der 53. Minute stellte Kempkes Badstuber mit gelb-rot vom Platz. 

Eine harte Entscheidung, vor allem, weil es erst Badstubers zweites Foul war. "Ich denke, Fingerspitzengefühl wäre hier das richtige Wort. Aber wenn man die Bilder sieht, sind es zwei Foulspiele, die man durchaus mit Gelb bestrafen kann", beurteilte Sportdirektor Sven Mislintat die Situation nach dem Spiel. 

Mislintat und Gomez springen Badstuber zur Seite

Das sah Badstuber wohl anders. Blöd für ihn: Durch die Stadionmikros war sein Ausraster im Fernsehen klar zu hören. Droht ihm jetzt ein Nachspiel? Das muss jetzt der DFB entscheiden. Mislintat: "Es ist nicht auszuschließen. Aber es liegt nicht in unserer Macht. Ich hoffe, dass man das Wort nicht auf die Goldwaage legt." 

Auch Stürmer Mario Gomez springt seinem Kollegen zur Seite: "In dieser Situation ist es unnötig, aber das ist Fußballdeutsch. In so einer Situation fallen auf dem Platz noch ganz andere Wörter." Badstuber wollte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Kiel nicht mehr äußern. Sicher ist aber, dass er dem VfB mindestens im nächsten Spiel fehlen wird: Ausgerechnet im Aufstiegsduell gegen den HSV, das nach den zwei Niederlagen in Folge nicht einfacher wird.

Dennis Beyer

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