Vor dem DFB-Pokal-Spiel am Dienstag

VfB Stuttgart: Fahrig und nicht wach genug - Walter und Mislintat reden Klartext nach HSV-Debakel

VfB Stuttgart: Klatsche vom HSV - herber Dämpfer im Aufstiegskampf
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Für Tim Walter gab es beim Spiel gegen den HSV viel zu dirigieren, doch es half alles nichts. Die Schwaben erlebten eine herbe Klatsche.
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Der VfB Stuttgart steckt nach dem Debakel von Hamburg in einer kleinen Krise. Die Verantwortlichen wollen kühlen Kopf behalten, nehmen aber auch kein Blatt vor den Mund. 

+++ Update 28. Oktober +++ Walter knüpft sich Abwehr-Schlaffis vor - Mislintat mahnt zur Ruhe

Der Spielplan hat immerhin etwas Gutes für den VfB Stuttgart: Durch das Pokal-Duell gegen den Hamburger SV haben die Schwaben schnell die Gelegenheit, das 2:6-Debakel vergessen zu machen. Gegen den Spitzenreiter stimmte am Samstag vieles nicht, was jetzt am Dienstag (18.30 Uhr) deutlich besser laufen muss. Trainer Tim Walter nahm nach der Pleite kein Blatt vor den Mund, erklärte klar: "Wir waren in den Momenten fahrig, nicht wach genug, mal körperlich nicht auf der Höhe oder auch von den 58 000 Zuschauern erschlagen", wie die Bild-Zeitung ihn zitiert.

Sportdirektor Sven Mislintat spürt unterdessen die aufkommende Unruhe im Vereinsumfeld. Im Kicker warnt er: "Wir dürfen uns davon nicht anstecken lassen." Er ist weiter vom Weg des VfB überzeugt: "Mit einer sehr jungen Mannschaft werden wir Fehler auf diesem Weg machen. Die kalkulieren wir ein und die besprechen wir." Besonders in die Kritik geraten ist Maxime Awoudja nach seinem unglücklichen Auftritt. Mislintat erklärt: "Maxime muss daraus lernen. Wir haben uns für diesen Weg entschieden. Dann akzeptieren wir, dass wir auch mal auf die Fresse kriegen."

+++ Update 27. Oktober +++ Nach HSV-Klatsche: So will der VfB Stuttgart die Krise schaffen

Ein Debakel! Peinlich! Nicht nur die Fans des VfB Stuttgart, sondern auch die Spieler und die Verantwortlichen sind sich nach der 2:6-Klatsche gegen den Hamburger SV gestern weitgehend einig: Das war gar nix! Auch wenn es gegen den Spitzenreiter der zweiten Liga ging - und zumindest Trainer Tim Walter noch ein paar Lichtblicke entdeckt hatte. Dennoch: Der Schmerz beim VfB Stuttgart nach drei Niederlagen in Folge sitzt tief.

Wie die Stuttgarter Nachrichtenberichten, erwies sich Tim Walter, Trainer des VfB Stuttgart, nach dem Spiel gestern als fairer Verlierer und sagte, dass der Sieg des Hamburger SV gegen den VfB Stuttgart vollkommen verdient gewesen sei. VfB-Stuttgart-Mittelfeldmann Philipp Klement erklärte, dass der VfB Stuttgart dringend an einer besseren Absicherung nach hinten arbeiten müsse.

VfB Stuttgart: Die Leichtigkeit muss wieder her

Und Marc Oliver Kempf, Kapitän des VfB Stuttgart, betonte, dass gerade die jungen Spieler ihre Verunsicherung rasch in den Griff bekommen müssen: "Wir müssen unsere Blockade schnellstmöglich lösen und die Leichtigkeit wieder reinkriegen." 

Laut SWR habe Stuttgart-Coach Tim Walter in der Partie gegen den HSV aber bei Weitem nicht nur Schlechtes gesehen. Er wolle dem Team in der kommenden Woche auch aufzeigen, was es in Hamburg gut gemacht habe. Walter: "Ich glaube, dass viele Situationen im Spiel sehr, sehr gut waren. Daran müssen wir weiter arbeiten."

Schon am Dienstag geht es für den VfB Stuttgart im DFB-Pokal wieder gegen den Hamburger SV. Coach  Walter verspricht: "Wir werden nicht die weiße Fahne hissen."

VfB Stuttgart nach HSV-Klatsche: Sportdirektor Mislintat redet Klartext

Der VfB Stuttgart ist in der 2. Bundesliga DER Aufstiegsfavorit Nummer Eins. Das war zumindest die allgemeine Meinung vor der Saison. Diesen Status sind die Schwaben nach der 6:2-Klatsche beim Hamburger SV gestern aber erstmal los – zumindest, wenn es nach ihrem eigenen Sportdirektor Sven Mislintat geht: "Jetzt muss man ganz klar sagen: Man kann dem HSV schon zum ersten Aufstiegsplatz gratulieren."

Für Sven Mislintat, Sportdirektor beim VfB Stuttgart, ist der Hamburger SV in der Tabelle schon enteilt.

Eine überraschende Aussage. Immerhin stehen noch 23 Spiele aus und der VfB Stuttgart steht in der Tabelle nur vier Punkte hinter den Hamburgern. Oder steckt eine ausgeklügelte Taktik dahinter, um den HSV seitens des VfB Stuttgart in falscher Sicherheit zu wiegen?

VfB Stuttgart muss besser werden und wieder punkten

Da muss Mislintat nach dem Topspiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV lachen: "Nein, gar keine. Aber Fakt ist: Der Vorsprung ist ein Brett. Es fühlt sich so an, als ob sie gerade konstant sind." Trotzdem – oder gerade deswegen – nimmt VfB-Sportdirektor Mislintat aber vor allem auch seine eigene Mannschaft in die Pflicht: "Wir müssen jetzt die Klasse beweisen, dass wir gut genug sind um Platz zwei zu kämpfen und den auch zu gewinnen. Das bedeutet: Wir müssen besser werden und wieder punkten."

VfB Stuttgart: Die Bilder des Spiels gegen Kiel

Am Ende der Saison dürfte ihm, genauso wie allen anderen Stuttgartern, aber auch herzlich egal sein, ob der VfB Stuttgart in der Tabelle Erster oder Zweiter wird. Hauptsache, der Aufstieg klappt überhaupt.

Von Dennis Bayer

+++Ursprungstext 26. Oktober 15.30 Uhr+++ 2:6 - VfB Stuttgart geht an der Elbe baden

Ein bisschen 1.Liga-Feeling kam beim Spiel des VfB in Hamburg gegen den HSV auf. Erstmals trafen die Traditionsteams im Unterhaus aufeinander und für den VfB fühlte es sich tatsächlich ein wenig wie die letzten Spielzeiten in der Bundesliga an.

Für Tim Walter gab es beim Spiel gegen den HSV viel zu dirigieren, doch es half alles nichts. Die Schwaben erlebten eine herbe Klatsche.

Es gab nämlich eine ordentliche Packung. 6 Tore schenkten die Nordlichter den Schwaben ein und gewannen verdient mit 6:2. Der HSV nutzte dabei clever die Lücken in der Stuttgarter Defensive.

VfB Stuttgart: Klatsche beim HSV konnten die Schwaben nicht abwenden

Der VfB versuchte auch nach zwei Toren Rückstand nicht zu mauern und wollte mitspielen. Das wurde ihm letztlich zum Verhängnis. Es war also nicht das wie von Ex-Trainer Wolf prophezeite "total offene Spiel"

Die desolate Vorstellung ist ein herber Dämpfer für die Aufstiegshoffnungen des VfB - jetzt nur noch Tabellendritter. Die Schwaben liegen damit vier Punkte hinter dem HSV, der sich nun an die Tabellenspitze gesetzt hat. Nun muss die Mannschaft sich schnell berappeln, denn am Dienstag geht es schon wieder gegen den HSV, dann im Pokal.

Beim VfB Stuttgart stehen also weiterhin noch viele Fragezeichen für die Zukunft. Denn auch die Präsidentenfrage ist noch nicht geklärt. Sicher ist nur, dass Guido Buchwald kein Kandidat mehr für den Präsidentschaftsposten ist.

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