Gegen Mainz 05 steht für Gonzalo Castro das 400. Bundesligaspiel an

VfB-Kapitän Castro über neuen Vertrag und Hoeneß-Vorwurf!

Gonzalo Castro
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399 Spiele in der Bundesliga: Gonzalo Castro könnte am Freitag sein 400. Spiel absolvieren.
  • Dominik Jahn
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VfB Stuttgart: Gonzalo Castro steht vor seinem 400. Bundesligaspiel und spricht über seinen weiteren Karriereplan.

Update, 27. Januar: 399 Bundesliga-Spiele hat Gonzalo Castro bereits hinter sich. Am Freitag, wenn der VfB Stuttgart gegen Mainz (im Live-Ticker bei echo24.de) spielt, könnte sein 400. dazukommen. Eine Anzahl an Spielen, die von vielen Jahren Erfahrung zeugt. Klar, dass sich Castro auch über seine weitere Karriere Gedanken gemacht hat.

Am Freitag: VfB Stuttgart gegen FSV Mainz 05 live im Stream und TV

Nochmal verlängern beim VfB Stuttgart? Ein Wechsel vielleicht? Oder sogar Karriereende? „Wir werden jetzt ein paar Wochen sprechen und dann werden wir sehen, wie es im Sommer weitergeht“, so Castro, der laut eigener Aussage so locker an die Verhandlungen rangeht, wie noch nie. Castro: „Mein Körper sagt im Moment, dass es ganz gut läuft und dass ich noch ein Jahr weitermachen will.“

Gonzalo Castro
Geboren: 11. Juni 1987, Wuppertal
Position: Mittelfeld, Abwehr
Vereine: VfB Stuttgart (2018 - )
Borussia Dortmund (2015 - 2018)
Bayer 04 Leverkusen (2005 - 2015)

Wenn es um die Gespräche mit dem VfB Stuttgart oder anderen Vereinen geht, ist der Mittelfeld.-Routinier voraussichtlich nicht bis zum Schluss dabei. Was Bayern-Legende Uli Hoeneß vor wenigen Tagen monierte, sieht Castro als beste Lösung an. Hoeneß warf den Spielern vor, sie sollten öfters in Vertragsverhandlungen dabei sein, um zu merken, wie und was Berater verhandeln. Castro: „Ich war ein paar Mal dabei. Das waren aber nur die ersten Gespräche. Also wie es aussieht, ob mir was vorstellen kann oder nicht. Aber der genau Inhalt des Vertrages, wurde mir von meinem Berater gesagt.“

VfB Stuttgart: Gonzalo Castro ist seit dieser Saison Kapitän bei den Schwaben.

Klar, wenn man bedenkt wie komplex das Vertragswesen sein kann. „Ehrlicherweise habe ich keine Ahnung, was da drin stehen muss. Für einen Spieler ist sicher die Perspektive wichtig, was ein Verein vor hat und die Summe, was man bekommen würde“, so Castro, der dieses Jahr sogar Kapitän beim VfB Stuttgart ist, offen. Er weiß auch, dass Spieler überfragt sind, wenn es um Klauseln und rechtliche Unterpunkte geht. Castro: „Ich finde, dass das auch eine gute Lösung ist.“

Castros Spanien-Traum: Angebote hatte der VfB-Profi - darum hat‘s nie geklappt

Update vom 26. Januar: Seit 2005 steht Gonzalo Castro in der Bundesliga auf dem Rasen. Beim VfB Stuttgart ist der Routinier seit 2018 im Mittelfeld tätig. Und jetzt steht sein 400. Spiel an. Doch hätte sich der 33-Jährige nicht vielleicht doch mal eine kleine Luftveränderung gewünscht?

Klar! Es ist ein unerfüllter Traum von Castro. Der Deutsch-Spanier hatte da durchaus einen Plan: „Ich hätte ganz gerne ein paar Jahre in Spanien gespielt.“ Doch es habe „einfach vom Zeitpunkt her nicht gepasst“. Damals war er noch bei Bayer Leverkusen. Und es war die Zeit einer weltweiten Finanzkrise.

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Die Folge für den Spanien-Traum? Geplatzt! Ein guter Freund von Castro spielte in dieser Zeit in Spanien und bekam „ein halbes Jahr kein Gehalt und musste dann vors Gericht dafür“. Auf diesen Stress hatte der VfB-Kapitän damals keine Bock: „Da ist man aus Deutschland einfach einen anderen Standard gewohnt. Deswegen bin ich dann hier geblieben.“ Bereut hat er es nicht. Sein Wechsel von Leverkusen zum BVB war nicht die schlechteste Alternative.

Auf diesen Stress hatte ich keine Bock

Gonzalo Castro, VfB Stuttgart

Angebote waren aber definitiv da - aus Spanien - für den aktuellen Profi des VfB Stuttgart. Valencia, Betis Sevilla und FC Sevilla. Doch in der damaligen Lage waren diese Vereine nicht so finanzstark wie jetzt. Castro: „Es waren sehr attraktive Mannschaften. Das Problem, es war in dieser Zeit nicht machbar mit der Ablöse und dem Gehalt.“

Vor Spiel Nummer 400: Diese zwei Profis haben VfB-Kapitän Castro geprägt

Erstmeldung vom 26. Januar: Die 400 könnte am Freitagabend (20.30 Uhr/ Live-Ticker der Partie des VfB bei echo24.de) fallen für Gonzalo Castro. Kommt der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart gegen den FSV Mainz 05 zum Einsatz, dann feiert er seinen Jubiläums-Einsatz in der Fußball-Bundesliga. In so vielen Jahren im Fußball-Geschäft hat der 33-Jährige einige Kollegen an seiner Seite gehabt - wer hat ihn am meisten geprägt und beeindruckt?

Bei einer Video-Presserunde am Dienstag plauderte der Kapitän des VfB Stuttgart über die alten Zeiten. Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und der VfB. Da kommt einiges an namhaften Team-Kollegen zusammen. Doch es gibt zwei, die für Gonzalo Castro etwas herausstechen.

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Bernd Schneider und Dimitar Berbatov. Mit Schneider spielte er von 2005 bis 2009 zusammen. Castro: „Von ihm habe ich sehr, sehr viel gelernt.“ Aber nicht nur sportlich: „Er war auch eine sehr herzliche Person. Er war immer da und hatte ein offenes Ohr.“ Der heute 47-Jährige war für den aktuellen VfB-Kicker in der gesamten Einstellung ein Vorbild: „Es war beeindruckend, wie er immer trainiert hat und was für eine Karriere er hingelegt hat.“

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Mit Berbatov lief Gonzalo Castro in den Jahren von 2005 bis 2006 bei Bayer auf. Der Stürmer hinterließ beim Routinier des VfB Stuttgart besonders sportlich großen Eindruck: „Vom Talent her war Dimitar Berbatov in meiner Karriere einer der Schlüsselspieler. Bei ihm werde ich immer sagen - die perfekte Neun.“ Auch wenn er laut dem VfB-Routinier oft aussah, „als hätte er keine Lust“. Castro: „Was er alles gemacht hat, im Training und im Spiel, war sehr beeindruckend.“

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Los ging die Karriere des Gonzalo Castro im Jahr 1999. Damals wurde er als 12-Jähriger vom ehemaligen VfB-Sportvorstand und damaligen Bayer-Manager Michael Reschke entdeckt. Auch Reschke hat sich im Vorfeld des Jubiläums-Spiels über den Mittelfeldspieler geäußert - er nennt dabei den Grund für Castros zweiten Frühling!

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