Landeskriminalamt und IT Forensik mit Aufklärung beauftragt

Peinlich-Problem: VfB-Abstimmung scheiterte an Überlastung!

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Peinlich-Problem: VfB-Abstimmung scheitert an Überlastung!
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VfB Stuttgart: Landeskriminalamt und IT Forensik klären Ursache für WLAN-Versagen!

+++ Update 24. Juli +++ Peinlich-Problem: VfB-Abstimmung scheitert an Überlastung!

Es war der letzte Tropfen, der das Dietrich-Fass beim VfB Stuttgart zum überlaufen brachte - nach der Peinlich Panne bei der Mitgliederversammlung zog Wolfgang Dietrich die Konsequenzen und trat als Präsident des VfB zurück.

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Kurz vor dem Liga-Start am Freitag (20.30 Uhr) ist JETZT klar, warum die Internet-Technik im Stadion versagte! Ein ganzer Haufen an Experten wurde mit der Aufklärung rund um die Abstimmung beim VfB Stuttgart beschäftigt: Landeskriminalamt Stuttgart Cybersicherheit und IT Forensik sowie Kriminalpolizei Stuttgart Cybersicherheit und IT Forensik. Dazu wurden auch noch Professor Holger Morgenstern (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Technik, Systeme und Anwendungen der Informationsverarbeitung und Computerforensik und Professor für IT Sicherheit an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen) und der international anerkannte IT-Sicherheitsexperte Sebastian Schreiber (Geschäftsführer der SySS GmbH) zu Rate gezogen.

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DIE Ursache: Das WLAN-System war überlastet! Sebastian Schreiber, IT-Sicherheitsexperte: "Ich komme zu dem Schluss, dass die Ursache des Ausfalls in einem identifizierten Teilsystem eines Dienstleisters liegt."

Auch Professor Holger Morgenstern bestätigt die Überlastung im Stadion des VfB Stuttgart: "Ich habe als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger die Untersuchung des Vorfalls durch die SySS GmbH begleitet und kann die von ihr festgestellten Ergebnisse bestätigen. Die untersuchten Protokolldateien lassen auf eine starke Überlastung eines Systemteils zum Zeitpunkt der Abstimmungsversuche schließen. Es wurden zudem keine Spuren von Cyberangriffen gefunden."

Die Ergebnisse der SySS GmbH und von Prof. Morgenstern im Einzelnen:

In den Logfiles befand sich eine Vielzahl von Hinweisen auf eine Überlast-Situation eines lokalisierten Teilsystems eines Dienstleisters. Die Abstimmung am 14.07.2019 war also nicht möglich, weil an dieser Stelle des Systems die Menge der gleichzeitigen Anfragen nicht bearbeitet werden konnte.

Die durch das Landeskriminalamt Stuttgart erstellten forensischen Images sowie die von den Sachverständigen untersuchten Protokoll-Dateien ergaben keine Hinweise bzw. Spuren auf Cyber-Attacken.

Der VfB Stuttgart ist im Vorfeld der Mitgliederversammlung bei der Auswahl seiner Dienstleister sehr sorgfältig vorgegangen und konnte von einem reibungslosen Wahlvorgang ausgehen.

+++ Update 22. Juli +++ DFL widerspricht Dietrich-Aussage über Redeverbot

War dies wieder eine der "Wahrheitsbeugungen", wie sie beim VfB Stuttgart zuletzt ein ums andere Mal angewandt wurde? Ex-Präsident Wolfgang Dietrich erklärte in der vergangenen Woche bei der Mitgliederversammlung, dass ihm die Deutsche Fußball-Liga (DFL) verboten habe, über frühere Geschäftstätigkeiten und Firmenbeteiligungen – etwa bei Fußball-Investor Quattrex – zu sprechen. Doch das stimmt nicht – wie jetzt die DFL in einem schriftlichen Statement klarstellt.

"Herrn Dietrich steht es frei, sich öffentlich über seine privaten Vermögensverhältnisse, seine Geschäftstätigkeit oder von ihm gehaltene Beteiligungen an Unternehmen zu äußern", heißt es in dem Schreiben. Und weiter: "Auf Wunsch von Herrn Dietrich ist Vertraulichkeit über seine geschäftlichen Beteiligungen vereinbart worden, die dann später von ihm selbst öffentlich gemacht wurden."

Dennoch könnte Dietrich nicht gelogen haben, wie ihm einige VfB-Fans vorwerfen. Denn die DFL stellt auch klar, dass es Vereinbarungen mit dem Ex-Präsidenten, Quattrex und dem VfB Stuttgart gibt, "über konkrete Maßnahmen zum Erhalt der Integrität des Wettbewerbs". Darin gibt es tatsächlich Vertraulichkeitsvereinbarungen.

"Der DFL war ferner bekannt, dass Wolfgang Dietrich gegenüber den Vertragspartnern von Quattrex ebenfalls zur Verschwiegenheit verpflichtet war, auch und gerade in Bezug auf Bestehen und Inhalt der dortigen Vereinbarungen", heißt es von der DFL weiter, die zudem erklärt, dass auch sie in diesem Fall zur Vertraulichkeit verpflichtet ist.

So gesehen KÖNNTE sich Dietrich hier nur unglücklich ausgedrückt haben – und darf tatsächlich keine Angaben machen, will er keine Vertragsstrafe riskieren.

+++Update 19. Juli+++Erster Bewerber auf VfB-Präsidentenamt

Wird ER der Nachfolger von Wolfgang Dietrich? Wie die Stuttgarter Nachrichten vermelden, gibt es offenbar den ersten Bewerber auf den freien Präsidentenposten beim VfB Stuttgart: Matthias Klopfer, Oberbürgermeister der 40.000-Einwohner-Stadt Schorndorf im Rems-Murr-Kreis, hat offenbar seinen Hut in den Ring geworfen.

Am 15. Dezember soll die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart den neuen Vereinschef wählen.

+++ Update 16. Juli, 10 Uhr +++ Kommentar zum VfB Stuttgart: Entschuldigt die Verspätung

"Nach der Mitgliederversammlung am Sonntag, die wir leider wegen technischer Probleme bei der Abstimmung abbrechen mussten, wollen wir uns bei allen VfB-Mitgliedern aufrichtig entschuldigen." So begann die Erklärung des VfB Stuttgart zum Technik-Debakel bei der Mitgliederversammlung am Sonntag. Weil buchstäblich nichts mehr ging, hatte diese nach rund sieben Stunden abgebrochen werden müssen – und zwar ohne die richtungsweisende Abstimmung rund um den inzwischen zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Dietrich durchgeführt zu haben.

Eine offizielle Entschuldigung für Warterei und mieses WLan folgte erst rund 24 Stunden später. Nach Tumulten wegen der Beendigung der Versammlung, nach dem Dietrich-Rücktritt und vor allem: nach jeder Menge Zeit für die Fans, Spott und Verschwörungstheorien zu verbreiten.

VfB Stuttgart: Entschuldigung nach Mitgliederversammlung kommt viel zu spät

Der sonst so munter und mitunter auch freizüngige Twitter-Account der Schwaben, der die Mitgliederversammlung lange rege begleitet hatte, schwieg weitestegehend, verkündete Abbruch und Rücktritt nur noch in aller Kürze und äußerst sachlich.

Nach Dietrich-Rücktritt: Neuer VfB-Versammlungstermin steht

Dabei hätten die zum Teil aus weiter Ferne angereisten und geduldigen Fans von "ihrem" VfB ein "Entschuldigung" aus vollem Herzen, ohne das Hochämter-Blabla der Offiziellen, sofort verdient gehabt. Auf Augenhöhe und ehrlich. Genau dafür wären die sozialen Medien ideal gewesen. Dort waren die Fans ohnehin dauerhaft unterwegs. Machten sich über die Peinlich-Panne lustig und böse Zungen behaupteten, das alles sei inszeniert, um Dietrich vor der möglichen Abwahl zu schützen.

VfB Stuttgart: Entschuldigung nach Technik-Panne zu spät und zu gestelzt

Der VfB hätte dem offen entgegentreten können, hätte auch die technischen Probleme sofort zugeben müssen, anstatt zu versuchen, sie außerhalb des Stadions totzuschweigen. Dass sich die Panne ohnehin wie ein Lauffeuer verbreiten würde, war absehbar. Doch bei den Stuttgartern machte man genau das, was zuletzt zu einer regelrechten Spaltung geführt hatte – man wartetet darauf, was die ganz Oben sagen.

Und das kam letztlich eher gestelzt und zu gut überlegt daher, als wirklich als Entschuldigung durchzugehen. Noch dazu einfach um Stunden zu spät. Für all die, denen der Verein am Herzen hängt, aber auch, um endlich eine Denk-Trendwende einzuleiten, in der man Probleme nicht erst in eine politikersprachliche Form presst, sondern sie einfach angeht.

Kommentar von Julia Thielen

+++ Update 16. Juli, 6.30 Uhr +++ WLAN-Panne hat ein Nachspiel - VfB stellt Untersuchungen an

Die Spitze des VfB Stuttgart hat die technische Panne bei der Mitgliederversammlung als "unentschuldbar und absolut inakzeptabel" bezeichnet und sich am Montagabend auf der Website des Clubs entschuldigt. 

In einem von Vizepräsident Bernd Gaiser und dem Beiratsvorsitzenden Wolf-Dietrich Erhard unterzeichneten Schreiben heißt es: "Sie können versichert sein, dass wir seitens des VfB Stuttgart den Sachverhalt, der letztlich zum Abbruch der Mitgliederversammlung geführt hat, auf alle möglichen Ursachen hin überprüfen werden."

Die technische Infrastruktur bleibe bis auf Weiteres aufgebaut, unabhängige Gutachter seien bereits eingeschaltet. "Wir wollen genau wissen, warum ein technisches System, welches wir schon bei einer früheren Mitgliederversammlung eingesetzt haben und problemlos funktionierte so versagte."

+++ Update 15. Juli, 19.30 Uhr +++ Kretschmann wünscht sich Klinsmann beim VfB

Nach dem polternden Rückzug von Wolfgang Dietrich als Präsident des VfB Stuttgart hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann indirekt Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann als künftige Führungsfigur des Vereins vorgeschlagen. Kretschmann: "Der Verein braucht jetzt eine Persönlichkeit mit Fußballkompetenz, die ausschließlich das Interesse des Vereins im Blick hat." Das teilte Kretschmann via Facebook mit. Kretschmann: "Jemand der von hier kommt, der zusammenführt und hinter dem sich die ganze VfB-Familie versammeln kann."

Nicht allzu viele brächten ein solches Profil mit, schreibt Kretschmann weiter. "Als VfB-Fan würde mir da aber schon jemand einfallen, den ich letztes Jahr in Kalifornien getroffen habe und der den Brustring definitiv im Herzen trägt." Damit spielt Kretschmann auf eine Begegnung mit Klinsmann bei seiner Nordamerika-Reise 2018 an.

Kretschmann leidet mit dem VfB Stuttgart

"Als langjähriges Mitglied des Vereins und als Fan seit Kindertagen leide ich natürlich mit und mache mir Sorgen um die Zukunft des VfB Stuttgart", sagte Kretschmann. Es sei wichtig, dass man den Streit schnell hinter sich lasse und wieder Ruhe in den Verein komme, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. "Es ist doch Wahnsinn, wie die Fans und die ganze Region auch in Liga 2 hinter unserem VfB stehen." Thomas Hitzlsperger sei als Sportvorstand der richtige Mann, um den Verein mit dem neuen Trainer Tim Walter und der jungen Mannschaft wieder zum Erfolg zu führen.

+++ Update 15. Juli, 17 Uhr +++ Özdemir als Präsident?

Grünen-Politiker Cem Özdemir hat als Mitglied des  VfB Stuttgart den Rücktritt von Clubchef Wolfgang Dietrich begrüßt. Özdemir: "Ich bin erleichtert, dass Wolfgang Dietrich den Weg frei gemacht hat, damit der VfB in Zukunft raus aus den Negativschlagzeilen und rein in die Erfolgsspur kommt." Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland äußerte Özdemir auch einen Wunsch betreffend der Nachfolge: "Als Präsidentin oder Präsident wünsche ich mir eine Person, hinter der sich die VfB-Familie versammeln kann, die den Verein eint, statt spaltet. Zusätzlich wünsche ich mir an der Spitze mehr Sportkompetenz und die Einbindung verdienter Spieler."

Cem Özdemir war am Sonntag im Stuttgarter Stadion vor Ort, als die Mitgliederversammlung des VfB wegen einer technischen Panne abgebrochen wurde. Einige Anhänger der Schwaben fordern im Internet Özdemir als Dietrichs Nachfolger. Özdemir: "Das Vertrauen der Fans ehrt und berührt mich. Aber hier geht es gerade nicht um einzelne Namen, sondern darum, was für den VfB am besten ist." Bevor eine neue Mitgliederversammlung einberufen wird, will der Vereinsbeirat über einen kommissarischen Präsidenten beraten.

+++Update 15. Juli, 13.30 Uhr+++

Ende Gelände für Wolfgang Dietrich im Präsidentenamt des VfB Stuttgart. "Es war mir eine Ehre, diesem Verein dienen zu dürfen", schrieb der 70-Jährige laut Stuttgarter Nachrichten auf seiner Facebook-Seite. Zu seinem Rücktritt erklärte Dietrich weiterhin: "Ich hätte auch den Grad an Feindseligkeit und Häme, wie am gestrigen Tag erlebt, nicht für möglich gehalten. Ich kann und will nicht mehr verantwortlich für alles gemacht werden, was beim VfB Stuttgart berechtigt oder unberechtigt nicht gut funktioniert."

Im Netz erntet die plötzliche Kehrtwende von Wolfgang Dietrich, der einen Rücktritt bislang stets ausgeschlossen hatte, sowie die WLan-Peinlich-Panne auf der gestrigen Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart jede Menge Häme: Wie Sportbuzzer.de berichtet halten sich die Fans auf Facebook und Twitter mit satirischen und witzigen Bemerkungen rund um das Aus von Wolfgang Dietrich keineswegs zurück.

Ein offenbar dem Lager der TSG Hoffenheim zugehöriger Nutzer schreibt bei Twitter: "Der beste Montag seit Jahren." Ein Twitter-User fasst zusammen, was Dietrich seiner Meinung nach mit seiner Aussage wirklich meinte: "Ich bin mir keiner Schuld bewusst und kann für die ganzen Fehler nichts. Da alle so gemein und gegen mich waren trete ich zurück." Treffend auf den Punkt bringt es der Twitter-Teilnehmer Vertikalpass - in Anspielung auf das gestrige Desaster: "Zum Glück funktioniert wenigstens das WLAN von Wolfgang Dietrich."

+++ Update 15. Juli, 11.16 Uhr +++

Wolfgang Dietrich hat die größtmöglichen Konsequenzen nach der Chaos-Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart gezogen - und ist als Präsident zurückgetreten. In einer Stellungnahme, die er am Montagvormittag über Facebook abgegeben hat, schreibt er, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten: "Nichtsdestotrotz habe ich mich dazu entschlossen, heute mit sofortiger Wirkung vom Amt des Präsidenten des VfB Stuttgart 1893 e.V., sowie vom Vorsitz des Aufsichtsrats der VfB Stuttgart 1893 AG zurückzutreten."

+++ Update 15. Juli, 11.05 Uhr: Blanker Hass auf Wolfgang Dietrich +++

Die peinliche Internet-Panne bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart könnte dem schwer angeschlagenen Präsidenten Wolfgang Dietrich zum Verhängnis werden. Denn als die Technik am Sonntagabend endgültig den Geist aufgab, schlug die Empörung bei Teilen der VfB-Fans in blanken Hass um. Wie Bild.de berichtet (Artikel hinter Bezahlsperre), musste der Präsident in Begleitung eines Leibwächters durch den Kabinengang verschwinden.

+++ Update 15. Juli, 6.40 Uhr +++ VfB-Fans lassen Wut auf Twitter raus

Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgarts endete im Chaos – und hat ein Nachspiel. Nachdem die zur Veranstaltung gekommenen Fans nicht über ein mögliches Ende von Präsident Wolfgang Dietrich entscheiden konnten, lassen sie auf Twitter ihrer Wut freien Lauf, aber auch ihrer Enttäuschung über das schlechte Bild ihres Vereins.

Nach dem Abbruch der Mitgliederversammlung aufgrund der technischen Probleme soll die Veranstaltung Mitte September nachgeholt werden. Frühestens wäre eine neue Mitgliederversammlung bereits in drei Wochen möglich, aufgrund der Sommerferien in Baden-Württemberg wolle man das den Mitgliedern aber nicht zumuten, sagte ein VfB-Sprecher am Sonntagabend.

+++ Update, 19.15 Uhr +++ WLan-Katastrophe beim VfB

Nach mehr als sechs Stunden Mitgliederversammlung bricht das VfB-Präsidium diese noch vor der mit Spannung erwartetet möglichen Abwahl von Wolfgang Dietrich ab. Der Grund: Absolut peinlich! Das Wlan funktioniert nicht.

Dietrich verkündete das Ende der Versammlung, weil eine Abstimmung nicht möglich sei. Über Twitter überschlugen sich anschließend die gehässigen Kommentare, die sich seit über einer Stunde gehäuft hatten.

VfB Stuttgart: Neue Versammlung nach WLan-Katastrophe

"Wir können uns nur in aller Form entschuldigen", sagte Dietrich. Seine Worte wurden von lauten Buh-Rufen und einem gellenden Pfeif-Konzert unterbrochen.

Eine neue Mitgliederversammlung solle "unverzüglich" einberufen werden. Angepeilt werde ein neuer Termin Mitte September, sagte Kommunikationschef Schraft der Fanseite "meinVfB". Die Stimmung gegen den VfB-Präsidenten könnte sich mit dieser Mega-Panne bis dahin noch einmal verschlechtert haben.

+++ Update, 18.15 Uhr +++ Technische Probleme bei VfB-Migliederversammlung

Die Abstimmung um das Präsidentenamt von Wolfgang Dietrich würde bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart nach nun mehr als fünf Stunden eigentlich kurz bevorstehen. Jetzt kämpfen die anwesenden Mitglieder aber offenbar mit der Technik. Das zumindest lassen Twitter-Nachrichten vermuten.

"#JazumEmpfang", schreibt ein User dort zum Beispiel. Und in Anlehnung an den Hashtag #Dietrichraus weiter: "#WlanPasswortRaus".

VfB Stuttgart: Technische Panne bei möglicher Abwahl vorhersehbar

Auch andere berichten, dass die ohnehin schlechte Internetverbindung im Stadion bei der WiFi-Abstimmung nun erst recht zum Tragen kommt.

Wie die Abstimmung ohne funktionierendes WLan nun vonstatten gehen soll, ist bislang aber selbst vor Ort wohl nicht klar.

Derweil wird die allgemeine Aussprache, die zugunsten einer Verkürzung der Mitgliederversammlung eventuell abgebrochen werden sollte, nun erst einmal fortgesetzt.

+++ Update, 15.30 Uhr +++ Dietrich bei Appell-Rede ausgepfiffen

Geht es nach der Lautstärke hat VfB-Präsident seine alles entscheidende Wahl wohl schon verloren. Jede Erwähnung seines Namens geht bei der Mitgliederversammlung offenbar in einem gellenden Pfeiffkonzert unter. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Dabei appellierte Dietrich selbst in seiner Rede an die Fans, das Gegenteil zu tun.

Vor möglicher Abwahl: VfB-Präsident wirbt für Verständnis

"Den Schaden, den die Wenigen anrichten, ist groß. Jeder, der in unserer Gesellschaft Gewalt oder Hass sät, ist einer zu viel", zitiert spox.com den VfB-Präsidenten.

Teils heftige Kritik an Dietrich gibt es schon lange. Zuletzt hatte diese sich aber tatsächlich im Hinblick auf eine mögliche Abwahl noch einmal zugespitzt. Der Verein selbst hatte Anzeigen gegen einige Fans erstattet.

VfB Stuttgart: Verein kommentiert Dietrich-Rede nur in sportlicher Hinsicht

Wie die Wahl um Dietrich tatsächlich ausgeht, dürfte aber bis zum Schluss offen bleiben. Über 4.500 Mitglieder sollen in die Mercedes-Benz-Arena geströmt sein. Etwa 4.400 davon dürften nach ersten Informationen auch tatsächlich wahlberechtigt sein.

Der VfB kommentierte seinerseits diesen Part der Dietrich-Rede zumindest nicht auf Social Media. Den "Dietrich-raus"-Verfechtern, die nicht vor Ort sind, wollte man vielleicht kein neues Futter geben.

+++ Update, 13 Uhr +++ VfB-Fans hängen Wut-Plakate auch in Heilbronn auf

Nicht nur in Stuttgart selbst pflastern derzeit Plakate gegen den amtierenden Präsidenten des VfB Stuttgart die Straßen. Auch andernorts machen Fans mit "Dietrich raus"-Bannern auf die heutige Mitgliederversammlung aufmerksam, bei der Wolfgang Dietrich aus dem Amt gewählt werden könnte.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Dietrich raus!" wurde an der Stuttgarter Brücke in Heilbronn angebracht.

Besonders kreativ in Heilbronn: Die Wut-Plakate wurden ausgerechnet an der Stuttgarter Brücke und der Stuttgarter Straße angebracht.

VfB Stuttgart: Mögliche Abwahl von Dietrich bei Mitgliederversammlung auch in Heilbronn Thema

75 Prozent der anwesenden Mitglieder müssen für eine Abwahl von Dietrich stimmen, damit der auf den Bannern vorgebrachte Wunsch tatsächlich Wirklichkeit werden kann.

Um 13 Uhr startete die Mitgliederversammlung. Die mögliche Abwahl des Präsidenten ist Punkt sechs auf der Tagesordnung.

Bei Facebook könnt ihr übrigens bei uns vorab abstimmen, ob ihr an VfB-Präsident Dietrich glaubt oder hofft, dass er die Abstimmungen tatsächlich verlieren wird:

+++ Ursprungsmeldung, 12.20 Uhr +++ Dietrich vor möglicher Abwahl: "Kann nur hoffen, dass..."

Der VfB Stuttgart hält am Sonntag, 14. Juli, ab 13 Uhr, seine Mitgliederversammlung ab. Der wohl wichtigste Punkt auf der Tagesordnung: Die mögliche Abwahl von Präsident Wolfgang Dietrich. Er selbst hofft in jedem Fall auf ein "repräsentatives Ergebnis".

Wolfgang Dietrich, Präsident vom Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart.

"Ich kann nur hoffen, dass wir ein relativ breites Spektrum an Menschen haben werden, die abstimmen", sagte Dietrich der Deutschen Presse-Agentur.

VfB Stuttgart: Präsident Dietrich versteht Abstieg nachwievor nicht

Bei Anhängern des Klubs steht der Präsident wegen vermeintlicher Fehlentscheidungen in der Kritik. Er selbst könne sich aber beispielsweise immer noch keinen Reim auf den Abstieg der Schwaben in die zweite Liga machen.

Vor Mitgliederversammlung: VfB-Fans im Visier der Polizei

"Für mich ist es unerklärlich, wie eine Mannschaft mit großer Mentalität nach einer punktemäßig überragenden Rückrunde 2018 eine solche Folgesaison spielen kann. Das ist kaum nachvollziehbar", sagte der 70-Jährige. "Da haben sich Gräben aufgetan zwischen Sportvorstand, Trainer und Teilen der Mannschaft, die nicht mehr zu kitten waren."

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