"Bestenfalls nur zwei Vereine größer als wir"

Präsident Dietrich gibt VfB-Masterplan preis

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VfB-Präsident Wolfgang Dietrich sieht den Klub langfristig wieder an der Spitze.

Wolfgang Dietrich hat ambitionierte Ziele für den VfB Stuttgart. Es soll wieder nach ganz oben gehen - zumindest fast.

Dortmund ist das große Vorbild, und in vier Jahren soll es zurück zu alter Stärke gehen. Der Masterplan beim VfB Stuttgart steht - und die Ziele sind gaaaaanz große. "Mein Traum ist, dass wir uns dann im oberen Drittel der Tabelle etabliert haben und bestenfalls nur zwei Vereine größer sind als wir", sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich im Interview mit der "Sport Bild". Doch bis dahin liegt ein steiniger Weg vor den Verantwortlichen. (Hier geht's zum Sommerfahrplan des VfB.)

"Das das ein sehr weiter Weg ist, ist mir klar. Aber es gibt Beispiele, wie schnell das bei den entsprechenden Strukturen gehen kann. Schauen Sie sich Dortmund 2008 an", erklärte Dietrich. Dem BVB drohte 2005 beinahe die Insolvenz, doch innerhalb von drei Jahren mauserten sich die Dortmunder zum zweitbesten Klub Deutschlands.

Bilder vom Trainingsauftakt des VfB

Ein Kriterium damals: die Euphorie rund um Trainer Jürgen Klopp. Ähnliches Potenzial sei auch bei VfB-Coach Hannes Wolf zu finden. Dietrich: "Klopp ist Klopp. Wolf ist Wolf. Wir würden uns alle wünschen, wenn Hannes Wolf beim VfB so einen Weg macht." Der Vertrag mit dem 36-Jährigen läuft noch bis 2018 - doch er soll zeitnah verlängert werden. Punkt eins des Perspektivplans.

Punkt zwei: Die Jugendarbeit stärken. Das sei einer der Schlüssel zum Erfolg. In den vergangenen Jahren waren Top-Talente wie Joshua Kimmich den Stuttgartern früh abgekauft worden. Dietrich: "Es schmerzt brutal. Wir müssen uns wieder viel intensiver um sie kümmern. Jetzt muss Schluss damit sein, dass bei uns gewildert wird." Mit Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger als erfahrenen Mann und Profi-Vorbild an der Seite der Verantwortlichen sollen die "Jungen Wilden" wieder Erfolge einheimsen.

Wo landet der VfB in der neuen Saison?

Auch dank der Ausgliederung können die Stuttgarter in diesem Punkt entspannter sein. Sie liehen beispielsweise ihrerseits mit Dzenis Burnic bereits einen BVB-Youngster aus. Mit Top-Verpflichtung Ron-Robert Zieler kommt auch die nötige Erfahrung dazu.

Dietrich: "Wir denken wie ein klassischer Aufsteiger, mit viel Respekt vor der Sache." Und dennoch einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein. Dank eines ausgeklügelten Masterplans!

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