Vereine treffen Entscheidung

VfB Stuttgart und Co. beraten: Bundesliga-Zwangspause bis Ende April - und dann?

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VfB Stuttgart: Die Bundesliga pausiert bis Ende April. Dann soll es weitergehen ... vielleicht, aber vor leeren Rängen.

• VfB Stuttgart und die restlichen 35 Profi-Klubs beraten mit der DFL über weitere Maßnahmen. 
VfB Stuttgart muss auch um den Aufstieg bangen in der Krisen-Klub-Sitzung.
• Spielbetrieb belibt bis Ende April ausgesetzt.

VfB Stuttgart und Co. beraten auch über Liga-Abbruch: Geht es im Mai weiter?

Update vom 31. März, 15.11 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen. Wie die DFL bekannt gab, haben der VfB Stuttgart und die restlichen 35 Vereine dem Vorschlag zugestimmt den Spielbetrieb bis Ende April auszusetzen. Danach soll die Saison im Mai - wohl vor leeren Rängen - regulär zu Ende gespielt werden. Doch das ist nicht die einzige Entscheidung, die im Rahmen der Mitgliederversammlung gefasst wurde.

VfB Stuttgart: Unsicherheit belastet Investoren-Suche

Bis zum 5. April soll das Mannschaftstraining bei allen Teams der 1. und 2. Bundesliga ausgesetzt werden. "Gleichzeitig entwickeln wir für alle 36 Standorte des Profifußballs Produktionskonzepte dafür, wie sich mit geringstmöglichem Personaleinsatz vorübergehend auch Spiele ohne Anwesenheit von Zuschauern durchführen lassen"; erklärte DFL-Chef Christian Seifert. Außerdem wurde eine medizinische Taskforce ins Leben gerufen und weiter, Maßnahmen beschlossen, um die Vereine beim Lizenzierungsverfahren zu entlasten.

Zwangspause in der Bundesliga: Es könnte mit Geisterspielen weitergehen

Wie genau die Saison zu Ende gebracht werden kann, hängt aber nicht nur von der DFL ab. Beim Konzept für den Neustart benötigt man die Zustimmung der Regierung und der Gesundheitsämter. Zudem ist weiterhin ungeklärt, wie es mit den internationalen Wettbewerben der UEFA weiter geht und was mit den Länderspielen passiert, die nicht stattfinden konnten. Hierzu will sich die UEFA am Mittwoch mit ihren Mitgliedsverbänden beraten.

VfB Stuttgart: VfB Stuttgart und Co. beraten auch über Liga-Abbruch: Wie geht's weiter?

Update vom 31. März: Jetzt sollen Antworten her! Am Dienstag sitzen die Bosse der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) zusammen. Ab 10.30 Uhr geht es dabei nicht nur für die Verantwortlichen des VfB Stuttgart muss auch um den Aufstieg bangen in der Krisen-Klub-Sitzung. um ganz existenzielle Fragen in der Corona-Krise.

In der Videokonferenz geht es um Geld, Geisterspiele und Geschlossenheit ...UND um einen möglichen Saison-Abbruch. Wie bild.de berichtet, soll auch das Ende der Spielzeit auf dem Programm stehen. An ein Liga-AUS möchte Thomas Hitzlsperger gar nicht denken. Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart erklärt bei swr.de: "Ich will gar nicht in Horrorszenarien denken. Das Ziel bleibt, bis Ende Juni die Saison zu Ende zu spielen. Aber wir wissen auch, dass wir uns anpassen und versuchen müssen, möglichst lange wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben, auch wenn keine Spiele stattfinden." 

VfB Stuttgart: Tickets behalten ihre Gültigkeit

Wie könnte bei einem Abbruch gewertet werden? Was vor wenigen Wochen als eher unrealistisch galt, könnte inzwischen eine ernsthafte Alternative sein. Die DFL könnte sich entscheiden auf Absteiger zu verzichten, ABER zwei Klubs könnten aufsteigen. Damit wären Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga. Damit würden in der kommenden Spielzeit in der 1. und 2. Liga je 20 Mannschaften spielen. Verlierer wäre in der 2. Bundesliga der Hamburger SV. Als aktuell dritter in der Tabelle wären die Hanseaten auf dem Relegationsplatz. 

Beim Thema Geld mussten alle Vereine bereits den Gürtel enger schnallen. Auch der VfB Stuttgart tritt auf die Gehaltsbremse. Hitzlsperger: "Alle haben erkannt, dass diese Situation etwas ist, worauf wir uns nicht vorbereiten konnten, aber jetzt handeln müssen." In der Konferenz wird daher auch der Verteilerschlüssel für die TV-Gelder, ein möglicher Solidarfonds, aber auch Übergangsfinanzierungen im Falle ausbleibender Tranchen aus den Medienerlösen auf dem Prüfstand kommen. 

Kommentar: Darf der Fußball in der Corona-Krise so arrogant sein?

Wenn's um Geisterspiele geht, soll bereits klar sein: Ein Beschluss zur Fortsetzung des vorerst bis 30. April ausgesetzten Spielbetriebs ohne Zuschauer, gilt auf der Mitgliederversammlung als Formsache. ABER: Es braucht ein tragfähiges Konzept, wie die insgesamt 163 ausstehenden Spiele in der 1. und 2. Bundesliga mit Zustimmung der Politik und der Gesundheitsämter über die Bühne gebracht werden können. 

Klar ist bei allen Überlegungen aber auch: Es geht alles nur, wenn die 36 Klubs geschlossen für die Maßnahmen stimmen. Auch beim VfB Stuttgart sieht man dies als unerlässlich an, wie Thomas Hitzlsperger im Beitrag bei swr.de klarmacht: "Im Idealfall gibt es eine einheitliche Regelung für alle Profiklubs. Momentan müssen wir uns aber mit den immer wieder neuen Sachständen arrangieren. Wenn absehbar ist, dass wir nicht mehr spielen, dann müssen wir noch einmal neu denken."

VfB Stuttgart: Vereine entscheiden am 31. März über DFL-Empfehlung

Update vom 24. März: Ende März wollten sich die Vereine - inklusive dem VfB Stuttgart - noch einmal über die Fortsetzung der Bundesliga beraten. Diese Gespräche finden am 31. März statt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dort beschlossen, den Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga  wegen des Coronavirusbis zum 30. April auszusetzen.

Eine entsprechende Empfehlung richtete das DFL-Präsidium an die 36 Profivereine der beiden höchsten Spielklassen. Das Ziel bleibe es aber, die Saison zu einem Abschluss zu bringen. "Ich habe den Vorschlag gemacht, dass wir jeden Abend Spiele ansetzen. Das wäre von Montag bis Sonntag Prime-Time, das wäre ja auch lukrativ für die Anbieter", sagt der ehemaligen Stuttgarter Fredi Bobic gegenüber spox.de.

VfB Stuttgart: Saison bei Sitzung in Frankfurt zunächst bis 2. April gestoppt!

Update vom 16. März, 15.20 Uhr: Die Krisensitzung der Klubs verschafft dem VFB Stuttgart und dem Fußball weiter einen Aufschub. Das Liga-Aus wurde NICHT beschlossen! Die Saison wird zunächst bis zum 2. April ausgesetzt. Damit fällt der 27. Spieltag aus. Der 28. Spieltag wäre dann für den 3. bis 5. April angesetzt.

ABER: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert betont auf der Pressekonferenz nach der Sitzung: "Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen."  In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen. "Die Eindämmung des Virus hat oberste Priorität." Das Spiel des VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV wird demnach auch nicht stattfinden. VfB-Profis wie Holger Badstuber haben großes Verständnis für die Unterbrechung der Saison.

Friedrich Curtius (links), DFB-Generalsekretär, und Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender von VfB Stuttgart , bei der ersten  Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) in der Corona-Krise.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert behält auf der Pressekonferenz in Frankfurt Geisterspiele im Blick

Und Seifert appellierte an die Fans, sich auch mit dem Gedanken an Geisterspielen zu befassen. Seifert: "Ich verstehe, wenn die Liga von außen auf das Milliarden-Geschäft reduziert wird. Aber es hängen eben auch viele tausende Arbeitsplätze mit dran." Daher seien Spiele ohne Zuschauer "in naher Zukunft die einzige Chance".

Immerhin, der VfB Stuttgart könnte demnächst wieder ins Training einsteigen, wenn ein Ausnahme-Antrag von der Stadt angenommen wird. Aktuell trainieren die Spieler individuell.

Für die weiteren Entscheidungen über den Verlauf der Saison für den VfB Stuttgart und der 1. und 2. Bundesliga werden die Beschlüsse der UEFA-Konferenz am Dienstag sein. Für die Europäische Fußball-Union geht es um die Verlegung der Fußball-EM 2020 aus den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Findet das Turnier statt, dann müssen die nationalen Ligen bis zum 30. Juni ihre Saison abzuschließen.

VfB Stuttgart: Krisensitzung der Klubs und der DFL findet am Montag in Frankfurt statt

Jetzt gilt es! In einem Frankfurter Flughafenhotel geht es am Montag für den VfB Stuttgart und alle Vereine um die Saison, um einen Liga-Abbruch, um eine Verschiebung, es geht aber auch um Millionen-Verluste für alle Vereine. Bei einer Krisensitzung wollen die 36 Clubs aus Bundesliga und 2. Liga gemeinsam beraten, wie sie mit der prekären Situation umgehen.

Kommentar: Darf der Fußball in der Corona-Krise so arrogant sein?

Eines dürfte Angesichts der brisanten Entwicklungen rund um das Coronavirus aber klar sein: Die Saisonunterbrechung bis zum 2. April mit der Streichung nur eines weiteren Spieltages vor der Länderspielpause reicht ziemlich sicher nicht aus.

VfB Stuttgart: Hohe Verluste drohen

Und diese Zwangspause ist auch für den VfB Stuttgart finanziell extrem schmerzhaft. Zwar verbietet sich VfB-Boss Thomas Hitzlsperger, aufgrund der schlimmen Lage für die gesamte Bevölkerung, über Geld zu sprechen, aber auch bei ihm dürften die Sorgenfalten tiefer werden. Es drohen wohl Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Auch der Stadion-Umbau könnte betroffen sein. Die Coronavirus-Pandemie bedroht mittlerweile das milliardenschwere Geschäftsmodell "Fußball"!

Beim VfB Stuttgart muss unter anderem Pascal Stenzel um seine Zukunft in Stuttgart bangen. Alle Verhandlungen mit dem SC Freiburg über eine Fest-Verpflichtung finden unter Vorbehalt statt.

VfB Stuttgart: Wichtigste Fragen  - auch der Aufstieg könnte futsch sein!

In der Sitzung geht's darum, was passiert, wenn in der Bundesliga gar nicht mehr gespielt werden kann? Rund 85 Millionen Euro gehen den Clubs pro ausgefallenen Spieltag an Einnahmen aus TV-, Sponsoren, und Eintrittsgeldern verloren. Auch sportliche Folgen müssen geklärt werden. Besonders auch für den VfB Stuttgart und die anderen möglichen Aufsteiger extrem wichtige Fragen.

VfB-Ultras gehen Einkaufen: Hilfsaktion für Risikogruppen

So könnte es zum Beispiel für den VfB Stuttgart bedeuten: Der FC Bayern München wäre wieder Meister, Werder Bremen und der SC Paderborn würden absteigen. Arminia Bielefeld und Stuttgart könnten aufsteigen. Doch diese Entscheidung scheint UNREALISTISCH!

Aktuell wahrscheinlich....und für den VfB Stuttgart sportlich der Horror: Die Saison als beendet erklärt. Kein Meister! Keine Auf- und Absteiger! Bielefeld, der VfB und der Hamburger SV würden in die Zweitliga-Röhre schauen.  In die Europacup-Wettbewerbe werden die gleichen Clubs wie im Vorjahr entsandt.


Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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