Zahlreiche KSC-Fans kamen gegen den VfB Stuttgart nicht ins Stadion

VfB gegen KSC und der Polizei-Einsatz: Jetzt meldet sich der Innenminister zu Wort! 

VfB Stuttgart gegen KSC und der Polizei-Einsatz: Innenminister Strobel bezieht Stellung!
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VfB Stuttgart gegen KSC und der Polizei-Einsatz: Innenminister Strobel bezieht Stellung!
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VfB Stuttgart gegen KSC: Innenminister Thomas Strobl stellt sich klar hinter den Einsatz der Polizei!

• Innenminister Strobel stellt sich klar hinter den Polizei-Einsatz gegen die KSC-Fans vor dem Derby gegen den VfB Stuttgart.
Böllerwurf und Bengalos auf dem Weg ins Stadion sollen der Auslöser für die Abtrennung der KSC-Fans gewesen sein.
• Strobel spricht hält das Vorgehen der Polizei-Beamten für "chirurgisch scharf".

VfB Stuttgart gegen KSC und der Polizei-Einsatz: Innenminister Strobel bezieht Stellung! 

Update vom 12. Dezember: Das Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC hatte besonders im Umfeld in sich. Der Einsatz der Polizei wurde gerade von den KSC-Fans scharf kritisiert und verurteilt.

Jetzt hat sich Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Rande einer Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag im Landtag zu den Vorfällen geäußert und das Vorgehen der Beamten energisch verteidigt: "Gewalt und Sachbeschädigungen gehen halt gar nicht, das ist die rote Linie. Und Gewalt gegen Polizeibeamte sowieso mal nicht. Das müssen alle auch begreifen."

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Knapp  600 KSC-Fans wurden vor der Partie des VfB Stuttgart gegen Karlsruhe von der Polizei festgesetzt. Grund: Abbrennen von Pyrotechnik auf dem Weg vom Bahnhof in Untertürkheim zur Arena. Zudem seien Einsatzkräfte mit Pyrotechnik und Absperrmaterial beworfen worden.

In der Gruppe seien zwar auch Personen gewesen, die nicht beteiligt waren an unmittelbaren Gewalt- und Straftaten: Strobel: "Aber klar ist auch: Wenn du in so einer Gruppe bist, hast du ja locker die Möglichkeit, sich da davon auch zu entfernen." Er sprach von einer polizeilich sehr exakten Arbeit. So soll auf Videos klar zu erkennen sein, wie "chirurgisch scharf" die Polizei die Trennlinie gezogen habe zwischen den normalen Fans und der Gruppe, aus der die Gewalt gekommen sei.

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Im Vergleich zum Hochrisikospiel im Jahr 2017, sei auch "nahezu nichts passiert". Damals flogen Leuchtraketen auf den Rasen. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.

VfB Stuttgart gegen KSC: 500 Fans mussten draußen bleiben

Update vom 25. November: Es war eine überraschend entspannte Atmosphäre im Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC. Kein Hitzig-Derby! Kein Pyro auf den Rängen! … und deutlich weniger KSC-Fans im Stadion als erwartet. Warum?

Wie die Polizei am Sonntagabend in ihrer Bilanz zum Derby bekannt gegeben hat, haben rund 500 Gäste Fans vor dem Spiel einen Platzverweis bekommen und durften nicht ins Stadion. GRUND: Böllerwurf!

Polizei nennt Böllerwurf als Auslöser

Wie bei stuttgarter-zeitung.de berichtet wurde, sollen zwei Böller detoniert sein. Am Straßenrand und vor einer Polizeikette. Dazu seien noch Bengalos gezündet worden. Insgesamt soll der Weg zur Arena aber laut Zeitungsbericht eher unspektakulär verlaufen sein.

Am Stadion wurden dann eben hunderte KSC-Anhänger abgetrennt. Polizeisprecher Stephan Widmann erklärt die Festsetzung bei stuttgarter-zeitung.de so: "Es flogen pyrotechnische Gegenstände, die wurden auch auf unsere Einsatzkräfte geworfen."

KSC-Fans mit Vorwürfen: Auch Kinder sollen unter den Betroffenen gewesen sein 

Gegen das Vorgehen der Einsatzkräfte der Polizei im Rahmen des Derbys zwischen dem VfB Stuttgart und Karlsruhe erheben jetzt KSC-Fans schwere Vorwürfe.

Gemeinsam mit den "Supporters Karlsruhe", Dachverband der KSC-Fans, hat die Fanhilfe Karlsruhe eine Erklärung abgegeben: "Wir verurteilen die katastrophale Kommunikation und Einsatztaktik der Polizeiführung, die erkennungsdienstliche Maßnahme für 600 Personen und fordern eine lückenlose Aufklärung."

VfB gegen KSC: Polizei hat Strategie für Hitzig-Derby angepasst

In der Erklärung ist auch davon die Rede, dass es sich um eine "eine willkürlich ausgewählte Gruppe" gehandelt hat. Auch Kinder seinen darunter gewesen. Eine Person soll zudem "innerhalb der 5 Stunden im Polizeikessel einen Kreislauf Zusammenbruch" erlitten haben. Die Fan-Verantwortlichen sprechen in dem Schreiben von einem "erheblichen Vertrauensverlust in Sicherheitsbesprechungen und für im Vorfeld getroffene Absprachen". Die gesamten Maßnahme dauerte bis nach Ende der Partie zwischen dem VfB Stuttgart und dem KSC an.

VfB gegen KSC: Polizei-Bilanz zum Derby

Folgende Straftaten nennt die Polizei in ihrer Bilanz:

• Zwei zunächst Unbekannt sollen im Tunnel des Untertürkheimer Bahnhofs einen pyrotechnischen Gegenstand entzündet haben. Nach Auswertung des Videomaterials konnten ein 23 und 32 Jähriger ermittelt werden.
• Wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde ein 27-jähriger Tatverdächtiger angezeigt.
• Zwei Personen wurden nach dem Derby bei einer Auseinandersetzung im Bahnhof Stuttgart-Sommerrain verletzt.

Bei stuttgarter-zeitung.de erklärt Polizeidirektorin Julia Buchen, Leiterin der Bundespolizeiinspektion Stuttgart:"Das primäre Ziel, in unserem Zuständigkeitsbereich eine konsequente Fantrennung zu gewährleisten und damit Ausschreitungen zwischen den rivalisierenden Fanlagern zu verhindern, konnte insbesondere durch die enge Zusammenarbeit mit der Landespolizei erreicht werden."

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