Wieder stehen die Schwaben mit leeren Händen da

Bitter für den VfB: Stuttgart war nicht schlecht, aber Dortmund besser

+
Der VfB Stuttgart hat sich gegen Dortmund gut verkauft, aber trotzdem verloren.
  • schließen

VfB-Trainer Markus Weinzierl: "Wir sind um den verdienten Lohn gebracht worden."

Das war wieder ein Nackenschlag für den VfB Stuttgart! Bis zur Schlussphase kann die Weinzierl-Elf gestern Nachmittag gegen Borussia Dortmund gut mithalten. Am Ende stehen dann aber doch wieder null Punkte auf der Habenseite der Schwaben-Kicker.

VfB Stuttgart gegen Dortmund früh unter Druck

Der Rückstand auf das rettende Ufer wird nun immer größer – und die Zeit immer knapper! Borussia Dortmund beginnt von der ersten Minute an mit viel Einsatz und setzt den VfB früh unter Druck. Das zwingt die Stuttgarter immer wieder zu Fehlern. Etwas Zählbares springt dabei für den Tabellenführer aber nicht heraus. Spätestens im Strafraum ist immer ein VfB-Bein im Weg, das die Dortmunder Angriffskombinationen zunichte macht.

Gute Chancen entstehen nur durch Weitschüsse. In der 43. Minute hat VfB-Keeper Ron-Robert Zieler Glück, dass ihm der glitschige Ball bei einem Weitschuss von Raphaël Guerreiro nicht durch die Handschuhe rutscht. "Wer einmal in der Nähe des Platzes gestanden hat, hat mitbekommen, wie windig es war. Da kam mir zugute, dass ich auch schon in England gespielt habe, da gibt es das öfter", sagte Zieler nach der Partie.

VfB Stuttgart gegen den BVB: Marco Reus verwandelt zum 1:0

Der VfB kann sich aus diesem Dortmunder Dauerdruck kaum befreien. Eigene Angriffe scheitern meist schon im Ansatz. Ausnahme: Die 31. Minute. Zuber schickt Nicolás Gonzales, der den Ball unter Bedrängnis nur wenige Zentimeter am Tor vorbeispitzelt. Der erste Nackenschlag dann in der 61. Minute. Gonzalo Castro foult Jadon Sancho an der Strafraumgrenze, der Videoschiedsrichter entscheidet auf Elfmeter. Marco Reus verwandelt sicher zum 1:0. Castro selbst macht seinen Fehler zehn Minuten später wieder gut: Sein Freistoß in der 71. Minute landet auf dem Kopf von Marc-Oliver Kempf, der zum Ausgleich einnickt.

Die VfB-Spieler bedanken sich bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung.

Lange kann der VfB auf einen Punkt hoffen, am Ende setzt sich aber doch die individuelle Klasse der Dortmunder durch. Paco Alcacer stochert den Ball in der 84. Minute zum 2:1 in die Maschen, der eingewechselte Christian Pulisic legt in der Nachspielzeit noch zum 3:1 nach.

Verteidiger Andreas Beck fasst nach der Partie zusammen: "Man kann der Mannschaft heute ein Kompliment machen. Das sieht stabil aus, die Abstände sind eng. Nichtsdestotrotz können wir unser Spiel noch verbessern." Für Trainer Markus Weinzierl wäre ein Punkt durchaus verdient gewesen: "Wir haben einen schwindeligen Elfmeter gut weggesteckt und sind um den verdienten Lohn gebracht worden. Wir haben die Dortmunder spielen lassen, wo sie ungefährlich sind."

Ron-Robert Zieler: "Die Hinrunde ist längst vorbei"

Trotz dieser Niederlage kann der VfB erhobenen Hauptes aus Dortmund abreisen. Nur die Punkte haben gefehlt – und genau die sind für den VfB besonders wichtig. In den nächsten Wochen dürften die aber nicht einfacher zu holen sein. Die kommenden Gegner heißen Hoffenheim und Frankfurt. Zur Erinnerung: In der Hinrunde setzte es gegen die beiden eine 0:4, beziehungsweise 0:3 Klatsche. Für Torwart Zieler bedeutet das aber nichts: "Die Hinrunde ist schon längst vorbei. Die letzten Spiele, haben mich sehr zuversichtlich gestimmt. Das, was wir heute gezeigt haben, ist die Basis. Wenn wir das abrufen, sind wir definitiv wettbewerbsfähig."

Von Dennis Bayer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare