VfB muss sparen

VfB Stuttgart und die Corona-Krise: Neuer Lockdown, neuer Gehaltsverzicht?

Das Logo des VfB Stuttgart auf einer weißen Fahne.
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Der VfB Stuttgart muss wegen der Corona-Krise sparen.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Der VfB Stuttgart leidet unter den Folgen der Corona-Krise. Deshalb sollen Mitarbeiter und Spieler wieder ihren Beitrag leisten, um die finanzielle Stabilität zu sichern.

Sportlich könnte es für den VfB Stuttgart aktuell kaum besser laufen. Der Aufsteiger überwintert in der Bundesliga auf Tabellenplatz sieben und auch im DFB-Pokal könnten die Schwaben am Mittwoch gegen den SC Freiburg (20.45 Uhr/im echo24.de-Live-Ticker) die nächste Runde erreichen. Doch finanziell ist die Lage beim VfB Stuttgart weiterhin angespannt.

Deshalb hat Finanzvorstand Stefan Heim laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten die Mitarbeiter des Vereins gebeten, auf ihre persönlichen Prämien zu verzichten, sofern ein Anspruch darauf besteht. Die restliche Belegschaft des VfB Stuttgart wurde demnach gebeten, aus Solidarität auf einen Teil ihres Grundgehalts zu verzichten.

VfB Stuttgart: Mitarbeiter und Spieler sollen Opfer bringen

Die Mitarbeiter des VfB Stuttgart sollten eine entsprechende Zusatzvereinbarung möglichst sofort unterschreiben, spätestens aber bis zum 15. Januar. Wie Heim in einer Videokonferenz erklärte, habe das wirtschaftliche Gründe. Wie beim ersten Lockdown sollen aber auch die Spieler des VfB Stuttgart einen Beitrag leisten und auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten.

Gegenüber StN.de bestätigte ein Sprecher des Vereins, dass es entsprechende Gespräche zwischen dem Vorstand des VfB Stuttgart und den Spielern und Mitarbeitern gebe. Um dem VfB Stuttgart einen finanziellen Spielraum zu ermöglichen, sollen diese wieder ein Opfer bringen. Dafür wolle der Verein den Mitarbeitern in besseren Zeiten wieder entgegenkommen.

VfB Stuttgart: Spieler verzichten wieder auf Gehalt

Wie StN.de weiter berichtet, soll Sportdirektor Sven Mislintat - der erst vor Kurzem seinen Vertrag beim VfB Stuttgart verlängert hat - bereits versichert haben, dass auch die Profis erneut ihren Beitrag leisten, um die durch die Corona-Pandemie entstandenen Millionenverluste zu kompensieren.

Im Frühjahr verzichteten die Spieler zeitweise auf etwa 20 Prozent ihres Gehaltes. Dazu wurde innerhalb der Mannschaft des VfB Stuttgart eine Lösung gefunden, zu der auch Gehaltsstundungen gehörten. Diese Vereinbarung ermöglichte es auch, dass die Prämien teilweise nach dem Aufstieg zurückflossen. Allerdings muss eine solche Vereinbarung mit jedem Spieler einzeln getroffen werden.

VfB Stuttgart: Höhe und Dauer des Verzichts noch nicht beschlossen

Wie hoch der Verzicht der Profis des VfB Stuttgart dieses Mal ausfällt, ist noch nicht beschlossen, das gilt auch für die Dauer der Gehaltskürzung. Laut StN.de dürfte sich der Verzicht in einer ähnlichen Größenordnung bewegen wie während des ersten Lockdowns im Frühjahr. Damals gingen die VfB-Bosse um Thomas Hitzlsperger mit gutem Beispiel voran. Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart machte sich gar für eine Gehaltsobergrenze im Fußball stark.

Durch die leeren Tribünen gehen dem VfB Stuttgart mehrere Millionen verloren.

Sicher ist indes, dass die Kurzarbeit auf der VfB-Geschäftsstelle bis zum 30. Juni 2021 andauern soll, da nach wie vor nicht absehbar ist, wann wieder Zuschauer in die Mercedes-Benz Arena dürfen. Pro Spiel entgehen dem VfB Stuttgart so Einnahmen in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Hinzu kommen Verluste bei den Sponsoring-Einnahmen, weil nicht alle Leistungen eingehalten werden können. Deshalb hofft der VfB Stuttgart auf das Verständnis seiner Mitarbeiter, da es auch um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze geht.

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