Wichtiger Punkt im Abstiegskampf

VfB erkämpft einen Punkt in Bremen - und rettet Weinzierl den Job

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Noch im Amt: Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl bei einem Interview nach dem Spiel gegen Werder Bremen. 
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Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Markus Weinzierl braucht Punkte oder eine starke Leistung seiner Mannschaft, um seinen Job zu retten – und die liefert beides.

Schon nach einer Minute zeichnet sich ab, dass es ein spannendes Spiel werden kann unter dem Flutlicht des SV Werder Bremen. Langer Ball von Andreas Beck, den Mario Gomez verlängert. In der Mitte steht Steven Zuber und bleibt eiskalt gegen Bremens Keeper Jiri Pavlenka – 1:0 für den VfB Stuttgart. Auch danach zeigt sich klar, wie der VfB auftreten will: Die Schwaben überlassen den Bremern den Ball, setzen sie aber früh und engagiert unter Druck. So erzwingt der VfB immer wieder Ballverluste, um danach blitzschnell zu kontern. 

So hätte es dann nach 8 Minuten schon zum zweiten Mal rumsen können. Im Gegensatz zu Kollege Zuber fehlt Gomez aber die Coolness vor dem Tor. Wie auch später, in der 44. Minute, scheitert der Torjäger an Pavlenka im Bremer Tor. "Wir lassen zweimal die Chance zum 2:0 liegen. Das darf nicht passieren", kommentiert Trainer Markus Weinzierl die Situationen nach der Partie. Es dauert bis zur Mitte der ersten Halbzeit, bis sich die Hausherren auf Spiel der Stuttgarter eingestellt haben.

VfB Stuttgart gegen SV Werder Bremen: Wichtiger Punkt im harten Abstiegskampf

Stuttgarts Steven Zuber (verdeckt) jubelt unter anderem mit Santiago Ascacibar, Marc-Oliver Kempf und Mario Gomez über sein Tor zum 0:1. 

Bremen lässt kaum mehr Entlastungsangriffe zu, schnürt den VfB immer mehr in der eigenen Hälfte ein. Die Folge: Vor allem Stürmer Rashica kommt immer wieder zu guten Chancen. Den Ausgleich besorgt dann aber ein anderer. Davie Klaasen kommt kurz vor der Pause an den Ball, dreht sich um Castro und knallt ins lange Eck. Die zweite Halbzeit findet fast komplett in der Stuttgarter Hälfte statt. Aber im Gegensatz zu den letzten Partien verteidigt der VfB bis zum Ende leidenschaftlich und bringt den Punkt über die Zeit – auch dank zweier Glanzparaden von Torwart Ron Robert Zieler. 

Der ist nach dem Spiel zufrieden: "Das war ein verdienter Punkt. Wir haben eine gute Mentalität an den Tag gelegt." Sportvorstand Thomas Hitzlsperger fügt an: "Wir haben gewisse Erwartungen an die Spieler. Die haben sie heute zum Großteil erfüllt. Wir sind froh über den Punktgewinn. Das kann uns viel Auftrieb geben." Auftrieb für das wichtige Spiel nächste Woche gegen Abstiegskonkurrent Hannover. Sitzt da auch wieder Markus Weinzierl auf der Trainerbank des VfB? 

Ausblick auf das Spiel gegen Hannover 96: Bleibt Markus Weinzierl Trainer beim VfB Stuttgart?

Daran lässt Hitzlsperger keinen Zweifel: "Ja klar. Es hat jeder gesehen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir haben einen Punkt in Bremen geholt, das ist aller Ehren wert". Gegen den Tabellen-17. aus Hannover ist ein Punkt dann aber definitiv zu wenig. Wenn der VfB in der Liga bleiben will, muss gegen die Niedersachsen ein Dreier her. Schaffen es die Stuttgarter, diesen leidenschaftlichen Auftritt zu wiederholen, dürfte dem auch nichts im Wege stehen.

Von Dennis Bayer

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