Nach viel Kritik

Das ist der neue Hoffnungsträger des VfB Stuttgart

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Stuttgarts Gonzalo Castro (links) im Zweikampf mit Leipzigs Lukas Klostermann. 
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Der 31 Jahre alte Deutsch-Spanier soll beim VfB Stuttgart der gesuchte Stabilisator werden.

Er hat zu wenig Biss. Sein Zweikampfverhalten ist schlecht. Immer wieder wird er zum Unsicherheitsfaktor im Stuttgarter Spiel. Seine Pässe kommen nicht dahin, wo sie sollen. Außerdem ist er zu alt und lange über seinen Zenit hinaus. Die Liste der Kritik, die Gonzalo Castro in dieser Saison einstecken musste, ist lang. Zu lang für einen Spieler mit seiner Vita, von dem sich der VfB vor der Saison so viel versprochen hat. 

Eigentlich sollte der 31 Jahre alte Deutsch-Spanier, der in der Sommerpause von Borussia Dortmund gekommen ist, die Fäden im VfB Mittelfeld ziehen und mit seiner Erfahrung für Ordnung sorgen. Schnell wurde er aber zum Sinnbild für die VfB-Krise und die verfehlte Transferpolitik: Der Flop von der Reschke-Rampe. Das könnte sich aber schneller als gedacht wieder ändern. Wird Castro jetzt auch zum Gesicht für den VfB-Aufschwung? 

VfB Stuttgart: Gonzalo Castro könnte nach viel Kritik zum Aufschwung in der Bundesliga beitragen

Gegen Bremen (und zuvor gegen Leipzig) stand "Gonzo" in der Startelf für den bis dato gesetzten Kapitän Christian Gentner. Und er konnte endlich überzeugen. In Bremen standen unterm Strich 12,8 Kilometer Laufleistung, der zweitbeste Wert der Partie. Immer wieder zeigte er gute Ideen im Umschaltspiel. Vor allem seine knapp 70 Prozent gewonnenen Zweikämpfe zeigen, dass Castro der lange gesuchte Stabilisator im VfB-Spiel werden kann. "Ich glaube, dass wir mit der Systemumstellung für ihn eine gute Position gefunden haben. Mit der Umstellung und den drei Innenverteidigern in seinem Rücken wissen wir, dass er Spielstärke reinbekommt. Das hat er auch heute wieder sehr, sehr gut gemacht", lobte Coach Markus Weinzierl nach dem Spiel gegen Bremen. 

Und Castro selbst? Der bleibt nach der Partie bescheiden: "Ich freue mich erstmal, dass ich spielen durfte. Ich bin hier, um der Mannschaft und dem Verein zu helfen. Alles rund um Einzelpersonen ist erstmal uninteressant. Deshalb bin ich einfach generell froh, dass wir einen Punkt mitnehmen konnten." Jetzt gilt es, den Aufschwung gegen Tabellen-Nachbar Hannover fortzusetzen. Dann kann Castro doch noch zum wichtigen Faktor werden, der er schon im Sommer werden sollte.


Von Dennis Bayer

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