Beim VfB hat man sich auf die zuständigen Behörden verlassen!

VfB gegen Bielefeld - musste dieses Spiel sein? Hitzlsperger wehrt sich gegen Kritik! 

  • schließen
  • echo24.de Redaktion
    echo24.de Redaktion
    schließen

VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger verweist bei der Kritik an der Topspiel-Durchführung auf die damalige Sachlage in der Corona-Krise!

VfB Stuttgart und das Topspiel gegen Bielefeld in der Kritik.
Thomas Hitzlsperger reagiert auf das Unverständnis.
• Ob DFL und die Vereine wirklich klüger sind, muss sich zeigen.

VfB Stuttgart: Das Topspiel in Stuttgart in der Kritik - Hitzlsperger wehrt sich!

Es war das vorerst letzte Fußball-Spiel mit Zuschauern in Zeiten des Coronavirus - VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld am 9. März! Im Vorfeld des Topspiels wurde immer wieder darüber diskutiert, ob die Begegnung als Geisterspiel ausgetragen werden sollte. Am Ende war die Mercedes-Benz-Arena mit 54.302 Zuschauern pickepackevoll! 

Aktuell ist Kritik laut geworden am VfB Stuttgart, ob es denn überhaupt hat sein müssen, die Partie gegen Bielefeld noch mit Fans durchzuführen. Ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, die Geisterspiel-Reißleine zu ziehen ...auch kurzfristig? Die Verantwortlichen des Vereins haben dabei immer betont, sie seien im engen Austausch mit den entscheidenden Behörden gewesen

VfB Stuttgart: Die Partie in Bergamo gilt für Verantwortliche und Fans als mahnendes Beispiel

Auch jetzt stemmt sich der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart gegen die kritischen Stimmen. Thomas Hitzlsperger erklärt bei Sky: "Vor zwei Wochen war die Welt noch eine ganz andere – vor allem hier in Deutschland. Wir waren im ständigen Austausch mit den Ministerien und haben nachgefragt, ob es vertretbar ist. Wir haben keine Entscheidung getroffen, wo wir uns über andere hinweggesetzt haben." 

Thomas Hitzlsperger und der VfB Stuttgart haben sich auf die Aussagen der zuständigen Behörden verlassen.  

Hintergrund der Debatte über Sinn und Unsinn des Topspiels beim VfB Stuttgart, ist die Begegnung in Italien in Champions-League zwischen Atalanta Bergamo und dem FC Valencia vor 44.000 Fans am 19. Februar. Gute zwei Wochen danach ist die Corona-Epidemie in Bergamo explodiert. Inzwischen wird das Spiel in Italien als "Partita zero" bezeichnet - "Spiel null"

VfB Stuttgart: Die Verantwortlichen Behörden in Stuttgart hatten, noch am Morgen beratschlagt

Noch am Morgen vor dem Spiel des VfB Stuttgart gegen Bielefeld wurde beim städtischen Ordnungsamt in und dem Gesundheitsamt über das Vorgehen diskutiert. Bei stuttgarter-zeitung.de erklärt Sven Matis, Sprecher der Stadt Stuttgart, es ging dabei um eine Abwägung zwischen Sicherheits- und Gesundheitsaspekten. Bei einem kurzfristigen Geisterspiel hätte es große Probleme gegeben: "Es wären voraussichtlich Abertausende Menschen auf engstem Raum vor dem Stadion zusammengekommen." - mit erhöhter Aggression und einer ebenso erhöhten Ansteckungsgefahr.  

Die Schwierigkeit: die Sachlage änderte sich in dieser Phase der Corona-Krise ständig. Aus Empfehlungen und Ratschlägen wurden inzwischen geregelte Maßnahmen von Bund und Ländern. Im Bericht auf stuttgarter-zeitung.de nimmt auch Isolde Piechotowski Stellung zum damaligen Vorgehen. Die Referentin für Infektionsschutz im baden-württembergischen Gesundheitsministerium erklärt, dass selbst den "Experten die massive Art der Übertragbarkeit des Coronavirus so nicht bekannt war". Jetzt sei man "klüger"! 

VfB Stuttgart: Sind alle Beteiligten wirklich klüger geworden? 

Um wie viel klüger die DFL und die Vereine der 1. und 2. Liga wirklich sind bleibt abzuwarten. Aktuell wird über eine Fortsetzung als Geisterspiel-Saison beraten. Ob es in diesen, für alle Menschen, schwierigen Zeiten tatsächlich sinnvoll ist, an Millionen-Umsätze zu denken, haben wir im Kommentar "Darf der Fußball in der Corona-Krise so arrogant sein" infrage gestellt.  

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema