Viel Gewicht auf wirtschaftliche Interessen

VfB Stuttgart: Berthold will mit Allgöwer und Adrion in den Aufsichtsrat

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Der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Berthold übt harsche Kritik an VfB-Präsident Wolfgang Dietrich und sieht die Chance des Neuanfangs auf dem Platz.
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Der Ex-Fußball-Weltmeister Thomas Berthold will, dass das Sportliche im VfB-Aufsichtsrat überwiegt.

+++ Update 25. Juli +++ Berthold will mit Allgöwer und Adrion in den Aufsichtsrat

Der frühere Fußball-Weltmeister Thomas Berthold will in den Aufsichtsrat des VfB-Stuttgart. Doch es gibt auch noch zwei weitere Interessenten. "Karl Allgöwer und Rainer Adrion sind bereit und willens, mit mir in den Aufsichtsrat zu gehen" sagte der 54-Jährige Berthold gegenüber der Stuttgarter Zeitung. 

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"Das Sportliche muss auch im Aufsichtsrat dominieren. Mir scheint da zu viel Gewicht auf wirtschaftliche Interessen gelegt zu sein", erklärt er weiter.

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Im Aufsichtsrat des VfB-Stuttgarts hat derzeit nur Hermann Ohlicher eine Vergangenheit als Profifußballer. Die Mitglieder des Kontrollgremiums werden bei den Schwaben von der Hauptversammlung der ausgegliederten Fußball-AG berufen. Eine Zusammenkunft der Versammlung ist in nächster Zeit aber nicht geplant.

+++ Update 31. Mai +++ Berthold rät dem VfB Stuttgart zur Verjüngung

Neue Tipps von Thomas Berthold für den Neuanfang des VfB! Der ehemalige Profi des VfB Stuttgart und frühere Fußball-Weltmeister ist der Meinung, dass der Aufsichtsrat der Stuttgarter "mangelnde Fußballkompetenz" habe. Immerhin: Das ist laut Berthold auch bei "vielen anderen Vereinen" der Fall. Im Interview mit dem SWR spricht Berthold auch über den Neuanfang. Berthold: "Es bringt nichts, ältere Spieler noch mal ein Jahr mitzuschleppen. Die Mannschaft des VfB hat bereits in der letzten Saison enorme Tempo-Defizite gehabt."

Stattdessen lobte er die Jugendarbeit. Klar, schließlich wurde die U19 des VfB Stuttgart gerade erst DFB-Pokalsieger und steht auch im Finale um die deutsche Meisterschaft. Den Abstieg der zweiten Garde hingegen, sieht Berthold kritisch und bezeichnet es als "Katastrophe"! Klar ist: Der VfB braucht einen Neuanfang inklusive einer Verjüngung der Mannschaft".

+++ Update 29. Mai +++

Der frühere Fußball-Weltmeister Thomas Berthold hat nachgelegt und erneut die Vereinsspitze des VfB Stuttgarts um den umstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich kritisiert. Er sieht den Verein hier falsch aufgestellt. "Es fehlt an Fußballsachverstand und Stallgeruch. Dann entscheiden leider Leute aus der Wirtschaft oder aus der Politik, wer Trainer oder Sportdirektor wird", sagte der 54-Jährige am Mittwoch bei Sport1.

"Dietrich hat diesen Club gespalten. Es gab in Spielen, in denen es um viel ging, immer Unmutsäußerungen gegen ihn", sagte der Ex-Profi des VfB. "Für eine Mannschaft in so einer prekären Lage ist das einfach schlecht. Und diese Spaltung war ein definitiver Nachteil." Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga empfahl Berthold dem Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden zurückzutreten.

Nach Kicker-Informationen tagt der VfB-Aufsichtsrat an diesem Mittwoch, um über die Situation nach dem Abstieg zu beraten. Möglicherweise wird dort auch über die Zukunft von Dietrich diskutiert.

+++ Ursprungsmeldung 27. Mai++

Harte Kritik an VfB-Präsident Wolfgang Dietrich übt Thomas Berthold, früherer Fußball-Weltmeister. "Selbst bei Klassenerhalt sollte in meinen Augen der arg in die Kritik geratene und polarisierende VfB-Präsident Wolfgang Dietrich den Weg für einen Neubeginn frei machen und zurücktreten", lautete die Kritik von dem ehemaligen VfB-Profi Berthold in eine Kolumne für den Kicker.

"Wenn Stuttgart erneut absteigt ist er für mich eh nicht mehr zu halten", rechnet Berthold mit Dieterich ab. Heute Abend um 20.30 Uhr entscheidet sich im Relegationsspiel gegen Union Berlin, ob der VfB Stuttgart den Klassenerhalt schafft.

Doch Berthold reicht die Rücktrittsforderung gegen Dieterich nicht: "In einen Aufsichtsrat gehören mehrheitlich Fachleute: Ex-Profis mit Stallgeruch, Erfahrung, Kompetenz und Gespür für den Fußball", schrieb er. Denn: "Nach welchen Kriterien entscheiden denn die fachfremden Größen aus Wirtschaft und Politik? Nach dem Tabellenstand? Nach Sympathie?"

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