VfB Stuttgart mit Sparmaßnahmen

Trotz Bundesliga-Neustart und TV-Geldern: weiter Kurzarbeit für viele VfB-Angestellte

  • Melissa Sperber
    vonMelissa Sperber
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Trotz Neustart der Liga lässt der VfB Stuttgart viele Mitarbeiter bis mindestens Ende Juni in Kurzarbeit. Grund sind finanzielle Probleme durch die Corona-Krise.

  • Die Coronavirus-Krise hat große finanzielle Auswirkungen auf den VfB Stuttgart.
  • Profis und Clubführung verzichten auf Teile ihres Gehalts.
  • VfB Stuttgart lässt Großteil der Belegschaft bis mindestens 30. Juni in Kurzarbeit.

VfB Stuttgart: Viele Angestellte weiter in Kurzarbeit - trotz Liga-Neustart

Update vom 10. Mai: Am 17. Mai soll es für die Profis des VfB Stuttgart in der 2. Bundesliga wieder losgehen - gegen den SV Wehen Wiesbaden. Damit der Neustart klappt, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ob damit ein Ende der finanziellen Mega-Belastung durch die Corona-Krise naht? Zumindest nicht für einen Großteil der Angestellten. Denn: Die müssen weiter in Kurzarbeit bleiben!

Unabhängig vom Neustart der 2. Bundesliga muss ein "Großteil der Belegschaft" des VfB Stuttgart mindestens bis zum 30. Juni in Kurzarbeit bleiben - das berichtet stuttgarter-zeitung.de. Die Kurzarbeit der Belegschaft ist ein Teil der Sparmaßnahmen, die der Verein ergriffen hatte. Auch die Profis verzichteten auf einen 30 Prozent ihres Gehaltes (wir berichteten), sollen den Ausfall jedoch über eine Prämie teilweise zurückerstattet bekommen.

VfB Stuttgart: Bundesliga-Neustart und TV-Gelder - Fans reagieren kritisch

Jetzt prüft der VfB Stuttgart, in welchen Abteilungen des Vereins die Arbeit wieder hochgefahren werden kann. Könnte das auch ein Ende des Ausgabe- und Einstellungsstopps sein, das der VfB wegen der Corona-Krise verhängt hatte? Klar ist zumindest, dass der Verein erleichtert sein dürfte, dass die ausstehenden Fernsehgelder zumindest teilweise bereits geflossen sind. Ob der Liga-Neustart dem Image gut tut, ist jedoch mehr als fraglich: Viele Fans halten nichts vom Neustart und Geisterspielen.

VfB Stuttgart: So läuft der Deal mit den Profis ...es geht um den Aufstieg! 

Update vom 3. April: Die drohenden Millionen-Verluste durch die Corona-Krise und die Fußball-Zwangspause, haben auch beim VfB Stuttgart finanzielle Maßnahmen zur Folge gehabt. Die Profis verzichten auf Teile des Gehalts. 

Jetzt deckte bild.de den Gehalts-Deal zwischen den VfB-Bossen und den Spielern auf. Demnach stellten der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger, Sportdirektor Sven Mislintat und Sport-Organisations-Chef Markus Rüdt der Mannschaft ein Maßnahmen-Modell vor, bei dem die Profis im Falle des Aufstiegs bis zu 20-Prozent ihres Verzichts zurückerhalten sollen. Auf 30-Prozent für drei Monate verzichten sie laut dem Bericht!

Das Team des VfB Stuttgart soll dem Vorschlag am 25. März zugestimmt haben - einstimmig! Bereits vor Tagen machte Hitzlsperger klar: "Mein Eindruck war, dass die Spieler sehr schnell begriffen haben, was los ist, und schon signalisiert haben, dass sie ihren Teil dazu beitragen wollen." Sollte die Saison doch noch sportlich zu Ende gehen, hätten die Spieler eine zusätzliche Aufstiegs-Motivation

Die neu gewonnene Kohle durch den Gehaltsverzicht der Profis, steckt der VfB Stuttgart in seine Mitarbeiter - 300 von ihnen wurden in Kurzarbeit geschickt. Drei Millionen Euro stehen so zur Verfügung, um deren finanzielle Einbußen aufzufangen. 

VfB-Profis in der Kritik: Gehaltsverzicht für Riethmüller noch zu gering!

Wie groß die weiteren wirtschaftlichen Einbußen sein werden, hängt auch davon ab, wie es nach der beschlossenen Pause bis Ende April weitergeht. Sven Mislintat hat sich zuletzt über Krise, Kader und Kohle geäußert. Er sieht große Veränderungen. Auch der Stadion-Umbau steht auf dem Prüfstand

VfB Stuttgart: Zwangspause bringt große Probleme mit sich

Erstmeldung vom 28. März: Das Coronavirus stellt das Leben vieler Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt auf den Kopf. Allein in Baden-Württemberg sind bereits 9.729 Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt (Stand 27. März) - und das hat auch Auswirkungen auf den Sport und den VfB Stuttgart. Denn: aktuell pausiert die Bundesliga. Keine Spiele, kein Mannschaftstraining - Spieler wie Keeper Fabian Bredlow halten sich mit teils außergewöhnlichen Übungen fit und nutzen die freie Zeit. Doch die Corona-Zwangspause bringt große Probleme für den Verein mit sich!

VfB Stuttgart in der Corona-Krise: Gehaltsverzicht der Profis - Aufruf zum Zusammenhalt

Der VfB Stuttgart muss durch die Corona-Krise eine finanzielle Mega-Belastung stemmen - und erst Ende März wollen sich die Vereine - inklusive dem VfB Stuttgart - noch einmal über die Fortsetzung der Bundesliga beraten. Vereins Legende Hansi Müller forderte jedoch schon, die Profis in die Pflicht zu nehmen. Heißt im Klartext: Gehaltsverzicht vonseiten der Spieler. Und genau das passiert nun, wie die dpa am Freitagnachmittag berichtet.

Sowohl die Profis als auch die Clubführung des VfB Stuttgart verzichten wegen der finanziellen Folgen der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts. Hinzu kommt: Die Schwaben werden ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Bis zu rund 20 Prozent weniger Gehalt bekommen die Spieler - abhängig davon, ob die ausgesetzte Saison mit Geisterspielen zu Ende geht oder abgebrochen wird. "Alle haben erkannt, dass diese Situation etwas ist, worauf wir uns nicht vorbereiten konnten, aber jetzt handeln müssen", zitiert die dpa den Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger.

VfB Stuttgart: Profis verzichten auf Teile ihres Gehalts - bisher noch kein Angestellter gekündigt

Die positiven News? Nach Angaben von Hitzlsperger musste noch keinem VfB-Mitarbeiter wegen der Folgen der schellen Coronavirus-Ausbreitung gekündigt werden. Hitzlsperger: "Es muss das Ziel sein, dass wir durch diese Krise, für die keiner was kann, gemeinsam durchkommen." 

Thomas Hitzlsperger spricht über ein Gehaltsverzicht der Profis beim VfB Stuttgart.

Und genau das hätten die Spieler des VfB Stuttgart verstanden. Deswegen sei der Gehaltsverzicht auch ein wichtiges Signal an alle Mitarbeiter des VfB Stuttgart. Klar sei: Jeder müsse mithelfen.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/dpa

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