Heiße Spekulation um Weltmeister

Klinsmann-Berater: Beim VfB würde er "immer ans Telefon gehen."

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Jürgen Klinsmann möchte in den Profifußball zurückkehren - vielleicht beim VfB Stuttgart?
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Der Weltmeister selbst kann sich eine Rückkehr ins Fußballgeschäft vorstellen.

Die Gerüchteküche brodelt. Kehrt etwa Jürgen Klinsmann zurück in seine alte Heimat und bringt den VfB Stuttgart wieder auf Kurs? Möglich wäre ein Posten als Sportchef, wie übereinstimmende Medienberichte verkünden.

Dass der 54-Jährige zurück ins Fußballgeschäft will, ist bekannt. Erst kürzlich erklärte er den "Stuttgarter Nachrichten": "Ich merke, dass es mich mit meiner Erfahrung aus fast 40 Jahren und meinem Netzwerk in den Profizirkus zurück zieht."

Klinsmann ist "für alles offen"

Er könne sich wieder eine Arbeit als Trainer vorstellen, "aber auch eine Tätigkeit als Sportchef, der in einem Verein oder einem Verband strategisch arbeitet und das größere Bild zeichnet", sagte Klinsmann. "Ich bin für alles offen."

Klinsmanns Medienberater Roland Eitel setzte im Laufe des Tages nach. "Beim VfB Stuttgart würde Jürgen Klinsmann immer ans Telefon gehen", sagte Eitel dem "SWR". Das ist wenig überraschend, weil Klinsmann bereits mehrfach seine besondere Verbindung zum VfB und der Stadt beschrieben hat. Sein Bruder führt dort die Familien-Bäckerei, auch seine Mutter ist noch regelmäßig in dem kleinen Laden. Zudem sieht der 54-Jährige seinen Lebensmittelpunkt in Zukunft nicht mehr zwingend in Kalifornien.

Seit seinem Aus als Trainer der US-Nationalmannschaft im November 2016 ist der Wahl-Kalifornier ohne Job im Profifußball. Er könne sich "auch eine Rückkehr nach Europa oder Deutschland vorstellen", meinte der Ex-Coach des FC Bayern München. "Entscheidend ist, dass man im Verein menschlich zueinander passt, dass man gemeinsame Werte und Ziele hat und der sportliche Reiz und die Identität stimmt."

Gutes Verhältnis zu Präsident Dietrich

Klinsmann und der VfB – das passte schon einmal. Zwischen 1984 und 1989 trug der Stürmer schon einmal den Brustring, absolvierte 156 Partien für die Schwaben. Dazu hat er ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Präsident Wolfgang Dietrich. Beim VfB brauchen sie derzeit jede Hilfe. Nur fünf Punkte nach zehn Spieltagen, Neu-Trainer Markus Weinzierl startete mit drei Niederlagen und 0:11 (!) Toren. Der VfB ist damit letzter, hat schon fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. 

Noch soll es keine konkreten Gespräche zwischen den Stuttgartern und Klinsmann gegeben haben. Aber spitzt sich die Krise beim Tabellenletzten weiter zu, könnte sich das ganz schnell ändern…

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