Rundumschlag

VfB: Dietrich findet Porth-Aussagen nicht unangemessen

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Wolfgang Dietrich hat sich zu den Aussagen des Aufsichtsrates gegenüber Guido Buchwald geäußert.
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Beim VfB Stuttgart brodelt es weiter gewaltig. Auch hinter den Kulissen.

+++ Update, 26.04., 18.00 Uhr +++

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich hält die öffentliche Kritik von Aufsichtsrat Wilfried Porth an Ex- Weltmeister Guido Buchwald nicht für unangemessen. "Es war Wilfried Porth ein Anliegen, auf die öffentlichen Aussagen über seine Person zu reagieren. Das steht ihm selbstverständlich zu", sagte Dietrich am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Update, 26.04., 13.45 Uhr +++

Ex-Weltmeister Guido Buchwald hat sich gegen den Vorwurf der Lüge von VfB-Aufsichtsrat Wilfried Porth gewehrt. Buchwald war Anfang Februar aus dem Aufsichtsrat des Stuttgarter Fußball-Bundesligisten zurückgetreten und hatte als Grund ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen angegeben. "Er hat mich verbal in der Öffentlichkeit, wo viele Leute drumherum gesessen haben, angegriffen. Da gibt es viele Zeugen", sagte Buchwald über Porth.

Der Daimler-Personalvorstand hatte zuvor im Interview der "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" gesagt, die von Buchwald erzählte Geschichte, "dass ich ihn rausgemobbt hätte", sei "einfach nicht richtig".

Buchwald bedauerte, dass Porth seine Vorwürfe angesichts der sportlich brisanten Situation des abstiegsbedrohten VfB öffentlich geäußert hat. "So etwas tut dem VfB Stuttgart in der jetzigen Lage sicher nicht gut", sagte der 58-Jährige.

+++ Ursprungsmeldung, 26.04., 6.30 Uhr +++

VfB-Aufsichtsratmitglied Wilfried Porth hat den früheren Fußball-Weltmeister Guido Buchwald der Lüge bezichtigt und auch Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann kritisiert. Die vom kürzlich aus dem Aufsichtsrat der Stuttgarter zurückgetretenen Buchwald erzählte Geschichte "dass ich ihn rausgemobbt hätte", sei "einfach nicht richtig", sagte der Daimler-Personalvorstand im Interview der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten.

"Es ist absolut legitim, Kritik zu üben und eine andere Auffassung zu haben. Guido Buchwald hatte aber keine andere Auffassung. Die hat er hinterher kreiert, nachdem es nicht lief", sagte Porth. Es gebe SMS und Aussagen vor Zeugen, dass Buchwald die Verpflichtung des später von ihm kritisierten Ex-Managers Michael Reschke "ganz klasse fand". Buchwald war Anfang Februar aus dem Aufsichtsrat zurückgetreten und hatte als Grund ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen in dem Gremium angegeben.

VfB Stuttgart: Aufsichtsrat Poth kontert Klinsmann-Kritik und verteidigt Präsident Dietrich

Klinsmann hatte sich anschließend schwer enttäuscht über dieVorgänge bei seinem Ex-Club geäußert und, dass im Aufsichtsrat Leute mitreden würden, die keine Ahnung von der Thematik hätten. "Ganz ehrlich: Diese pauschale Verunglimpfung finde ich abenteuerlich", sagte Porth, der erneut den wegen seiner früheren Unternehmertätigkeit in der Kritik stehenden VfB-Präsidenten Wolfgang Dietrich verteidigte.

"Aus seiner Tätigkeit als Privatunternehmer hat er jetzt noch Engagements, die sukzessive auslaufen. Ganz wichtig dabei: Es sind keine erfolgsabhängigen Engagements", sagte Porth. Dietrich war vor seiner Wahl zum VfB-Chef 2016 am Investor Quattrex beteiligt, der Darlehen unter anderem an die Zweitligisten 1. FC Union Berlin und 1. FC Heidenheim vergeben hatte - mögliche VfB-Gegner in der Relegation. Es habe keine Auswirkung für Dietrich, "wenn Union Berlin oder Heidenheim in die erste Liga aufsteigen", sagte Porth.

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