Weniger Gehalt

Beim VfB gibt es Abstiegs-Klauseln – für alle Mitarbeiter!

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Stefan Heim, Finanzvorstand des VfB Stuttgart 
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VfB Stuttgart: Die Mitarbeiter müssen den Gürtel enger schnallen und in der nächsten Saison auf Geld verzichten.

+++ Update 4. Juni +++ Finanzielle Einbußen für alle VfB-Mitarbeiter

Der Abstieg des VfB Stuttgarts war für die Fans ein schwerer Schlag. Auch die Mitarbeiter im Verein trifft es hart, denn sie müssen zukünftig auf Geld verzichten. Wie Finanzvorstand Stefan Heim in den Stuttgarter Nachrichten erklärt, enthalten die Verträge ALLER Mitarbeiter eine Abstiegs-Klausel. Das bedeutet Einbußen für rund 200 Beschäftigte beim VfB – egal ob Spieler, Vorstand oder Mitarbeiter in der Verwaltung.

Beim letzten Abstieg 2016 waren die Schwaben noch auf einen freiwilligen Verzicht der Angestellten angewiesen, wodurch Kündigungen vermieden wurden. Die gibt es auch jetzt nicht – und dazu läuft alles in geregelten Bahnen. Der VfB hat also zumindest in diesem Bereich aus Fehlern der Vergangenheit gelernt.

+++ Update 2. Juni +++ Der VfB gibt sein Geld falsch aus

Der Abstieg in die 2. Liga trifft den VfB Stuttgart hart, denn: Der Umsatz werde um ungefähr ein Drittel einbrechen! Das kam bei einer Presserunde am Sonntag raus. Finanzvorstand Stefan Heim: "Die eine Hälfte davon entfällt auf geringere TV-Einnahmen, die andere auf geringere Sponsoring-Einnahmen." Die finanzielle Situation des VfB Stuttgart ist dennoch nicht schlecht. Es fehlt an einer gewissen Mentaltität - Heim: "Wenn es uns nicht gelingt einen Spirit zu schaffen, helfen die besten wirtschaftlichen Voraussetzungen nichts. Und die sind ohne Zweifel da."

Heim übte jedoch auch Kritik an der Vergangenheit. "Dieser Verein hat kein Mittelherkunftsproblem, er hat ein Mittelverwendungsproblem", sagte der Finanzvorstand des VfB Stuttgart. Der Verein habe Geld, dass er aber falsch investiert hat. Die Konsequenz für Heim: "Wir brauchen maximale Kompetenz im sportlichen Bereich und das stimmt mich positiv." Mit Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat sollte der VfB Stuttgart dahingehend bestens aufgestellt sein. Auch VfB-Präsident Dietrich sieht die Führungsebene gut aufgestellt. Hitzlsperger und Mislintat äußerten sich derweil auch über die laufende Dietrich-Diskussion. 

+++ Ursprungsmeldung vom 31. Mai +++

11,7 Millionen Euro Verlust verzeichnet der VfB Stuttgart bereits 2018. Am Mittwoch wurden die Finanzkennzahlen der Erst- und Zweitligisten von der Deutschen Fußball Liga (DFL) veröffentlicht.

Personalkosten 2018 inklusive Spielergehälter: knapp 84 Millionen Euro. Für Spielerberater kommen nochmal rund 10,8 Millionen dazu. Demgegenüber standen Erträge in Höhe von insgesamt rund 147 Millionen Euro.

VfB Stuttgart nach Abstieg: Weitere Einbußen zu erwarten

Und das Jahr davor? Wir erinnern uns, dass die Schwaben im Sommer 2016 ebenfalls in die zweite Liga mussten. 2017 gab's also auch schon Verluste von 13,9 Millionen Euro.

Nach dem Abstiesdebakel von Montag wird das nächste Jahr für den VfB finanziell wohl wieder weniger erfreulich. Unklar ist auch, welche Spieler den VfB nun verlassen werden
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