VfB-Pleite in Mainz

Das schlechteste Saisonspiel an "einem gebrauchten Tag"

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Geknickte VfB-Profis in Mainz.
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Gegen Mainz verliert der VfB am Ende verdient. Über eines ist Trainer Hannes Wolf besonders enttäuscht.

Nein, beim VfB Stuttgart lief am Samstag nichts. Und zwar gar nichts. Nicht auf dem Platz, nicht neben dem Platz. Und alles begann schon zwei Stunden vor der 2:3 (1:1)-Pleite beim Keller-Konkurrenten Mainz - auf der Anfahrt ins Stadion. Trainer Hannes Wolf auf die Frage, wann er merkte, dass es ein gebrauchter Tag für den Bundesliga-Aufsteiger wird: "Im Bus auf der Hinfahrt."

Da gab's den ersten Nackenschlag. Chadrac Akolo durfte aufgrund einer blöden Panne nicht mitspielen. Es fehlte seine Aufenthaltsgenehmigung, die am Freitag ausgelaufen war. Obwohl der VfB eine Verlängerung beantragt hatte, war diese nicht bei der DFL angekommen. Konsequenz: Wolf musste seine Aufstellung ändern. Im Bus. Vor dem Spiel. Bitter! Dennoch erklärte der Stuttgarter Trainer: "Es ist nicht schön, wenn du im Bus hörst, dass du eine neue Aufstellung machen musst. Das wäre aber ein Alibi, das am Ende nicht für die Leistung zählen kann."

Bilder vom VfB-Spiel in Mainz

Denn: Das Fehlen eines Spieler erklärt nicht die miese Leistung der Schwaben. Gegen aggressive, bissige Mainzer war der Aufsteiger fast 90 Minuten lang die schlechtere Mannschaft. Selbst das Dusel-Führungstor von Holger Badstuber brachte den Schwaben keine Sicherheit (19. Minute). Im Gegenteil: Kurz vor dem Pausenpfiff fingen sich die Stuttgarter den Ausgleich durch Yoshinori Muto, im zweiten Abschnitt wurden sie phasenweise von den Mainzern überrollt.

Muto (45.) und Gerrit Holtmann drehten die Partie schnell. Zwischen den beiden Treffern verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Mario Gomez. Der Stürmer musste früh raus. Aber nicht nur deswegen kam vom VfB zu diesem Zeitpunkt nix mehr. Keeper Ron-Robert Zieler, der beim ersten und dritten Tor keine gute Figur abgab, erklärte: "Die Mainzer haben heute besser gefightet." Ein Umstand, der im Abstiegskampf schwer zu akzeptieren ist. Auch nicht für Wolf: "Ich bin enttäuscht über den Unterschied der Haltung zum Spiel, den man gesehen hat."

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Da half auch das späte Anschlusstor von Daniel Ginczek in der Nachspielzeit nichts mehr. Manager Michael Reschke fand: "Über 90 Minuten waren uns die Mainzer in allen Belangen überlegen. Das war ein furchtbar gebrauchter Tag für den VfB heute." Ein gebrauchter Tag, ein mieses Spiel, wieder Punkte gegen einen direkten Konkurrenten verschenkt: Grund für miese Stimmung gab's nach dem Spiel reichlich. Und so kam Wolf auch zu dem enttäuschenden Fazit: "Wir waren heute nie gut. Das war wahrscheinlich unser schlechtestes Spiel in der Saison."

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