Aufstieg trotz Pleite fast sicher

Noch keine VfB-Party - nur einer feiert trotzdem 

+
Die VfB-Spieler nach der Partie beim Anhang.
  • schließen

Die Stuttgarter stehen trotz 96-Pleite mit mehr als einem Bein in der Bundesliga – doch Spieler und Verantwortliche wollen sich nicht zu früh freuen. Bis auf eine Ausnahme.

Er war einer der ersten, der nach der Partie aus dem Spielertunnel kam: Alexandru Maxim. Aus dem oftmals ruhigen Rumänen brach es richtig heraus: "Be happy, wir sind in der 1. Liga!" Zugegeben, dank der unfassbar hohen 0:6-Pleite (!) von Konkurrent Eintracht Braunschweig bei Abstiegskandidat Arminia Bielefeld ist der VfB Stuttgart so gut wie aufgestiegen! ABER: Aufgrund der eigenen 0:1-Pleite bei Hannover 96 eben noch nicht ganz sicher.

Spitzenspiel: VfB vertagt Aufstiegsentscheidung

Denn: Einen Spieltag vor Saisonende haben die Schwaben drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, auf dem besagte Braunschweiger stehen. Dazu hat das Team von Trainer Hannes Wolf die deutlich bessere Tordifferenz, liegt ganze zehn Tore vor den Löwen. Dass der VfB diesen Vorsprung noch verspielt, ist dann doch seeehr unwahrscheinlich. Rechnerisch bleibt es allerdings noch möglich. Deswegen üben sich auch die Verantwortlichen in Zurückhaltung. Manager Jan Schindelmeiser erklärt: "Wir sind noch nicht aufgestiegen." 

Zwar bewertet der VfB-Vorstand die Gesamtsituation als "durchaus positiv", fügt aber an: "Wir feiern nichts." Wolf schlägt in dieselbe Kerbe: "Wir sind noch nicht durch. Aber die Chance, dass wir es nicht schaffen, ist sehr klein." Ähnlich sieht es Mittelfeldspieler Matthias Zimmermann: "Es ist schön, dass wir so viele Tore vorne sind. Aber rechnerisch ist noch alles möglich." Das lag am Sonntag aber nur an Braunschweig und Würzburg. Der VfB selbst erledigte bei der Pleite in Hannover seine Hausaufgaben nicht, verlor durch den Treffer von Felix Klaus in der 40. Minute nicht unverdient.

Das Aufstiegs-Rennen in der 2. Bundesliga wird immer heißer. Wo landet am Ende der VfB?

Egal! Im Heimspiel gegen Würzburg fehlt jetzt nicht mehr viel. Gegen die Kickers wolle man den Fans noch etwas zeigen, sich verabschieden und dann in der Bundesliga angreifen, erklärt Zimmermann. Gelingt im Saisonfinale am nächsten Sonntag vor heimischen Publikum der Aufstieg in das Oberhaus, so ist die Party vorprogrammiert. Dann dürfen auch wirklich ALLE feiern.

Von Rick Feldmann

Mehr zum Thema:

Pleite in Hannover: VfB vertagt Aufstiegsentscheidung

Wechsel zum BVB? Wolf spricht Klartext

Die Top-Themen in Heilbronn und der Region 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare