Erste Pleite in der Rückrunde

Falsche Taktik, kein Einsatz: Beim VfB klappte nix in Fürth

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VfB-Verteidiger Timo Baumgartl im Zweikampf mit Veton Berisha.
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Besonders in der ersten Halbzeit machen die Stuttgarter so gut wie gar nichts richtig. Das regt Trainer Hannes Wolf auf.

Nein, es wollte irgendwie nichts klappen beim VfB. Manager Jan Schindelmeiser blickte nach der 0:1 (0:1)-Pleite in Fürth in die Runde der anwesenden Reporter und fragte: "Das Terodde-Tor war regulär, oder?" Ja, war es. Zu allem Überfluss kam bei den Stuttgartern an diesem gebrauchten Samstag-Nachmittag auch noch ein geklautes reguläres Tor hinzu - als ob es nicht so schon genügend Grund zum Ärgern gegeben hätte. Falsche Taktik, miese erste Hälfte, drittes Spiel in Folge ohne Sieg, schlechtes Zweikampfverhalten: Bei den Schwaben klappte in Fürth einfach NIX!

Und das von Beginn an. Der Schnarch-VfB präsentierte sich mal wieder in der ersten Hälfte im Tiefschlaf-Modus, bekam die forsch aufspielenden Fürther überhaupt nicht in den Griff. Passend dazu verballerte Carlos Mané auch noch die dickste Stuttgarter Chance in der dritten Minute frei vor Fürth-Keeper Balazs Megyeri. Von diesem Moment an spielten nur noch die Kleeblätter. Und gingen folgerichtig mit 1:0 durch Veton Berisha in Führung (9. Minute).

Bilder vom Spiel des VfB in Fürth

Das Problem: Danach wurde es im ersten Abschnitt nicht besser. Die Franken blieben das bessere, aktivere Team. Entsprechend sauer war Trainer Hannes Wolf auch nach dem Spiel: "In der ersten Halbzeit wollten wir eigentlich das Feuer haben, früh in den Zweikämpfen sein und Schärfe in den Aktionen haben. Das hatten wir alles nicht." 

Die Fürther durften deshalb in der Hälfte der Schwaben munter den Ball zirkulieren lassen, wurden kaum gestört. Das lag aber auch an Wolfs Taktik. Der ließ den VfB im 3-4-3-System auflaufen, wich seit langem mal wieder von seinem 4-1-4-1 ab. Das klappte nicht wirklich. Besonders in der Zentrale hatten die Stuttgarter keinen Zugriff, die Räume zwischen der Angriffsreihe um Mané, Simon Terodde und Daniel Ginczek und der Dreierkette in der Abwehr waren viel zu groß.

Auf die Taktik wollte es Wolf aber nicht schieben, sagte nur: "Ich tue mich schwer damit, heute in der Taktik zu suchen. Wir haben die Duelle verloren. Da geht es nicht immer nur um die Taktik." Wolf gab aber zu: "Jetzt nach dem Spiel würde ich die Entscheidung nicht mehr treffen." Wenigstens in der zweiten Hälfte kamen die Stuttgarter besser ins Spiel, drückten die Gastgeber in deren Hälfte. Mehr aber auch nicht, es blieb am Ende bei der ersten Pleite in der Rückrunde.

Der VfB hat die erste Pleite in der Rückrunde in Fürth hinnehmen müssen. Ist der Aufstieg nun wieder in Gefahr?

Kurzum: Am Ende kam einfach zu viel zusammen. Die falsche Taktik, die falsche Einstellung, das falsche Zweikampfverhalten - und dazu ein Gegner, der all diese Fehler schonungslos aufdeckte. Das nicht gegebene Terodde-Tor kurz vor der Halbzeit rundete diesen gebrauchten VfB-Tag am Ende im negativen Sinn ab.

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