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Dietrich im Fokus: Schindelmeiser-Aus hat ein Geschmäckle!

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Wolfgang Dietrich
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Verdienste von Jan Schindelmeiser spielen plötzlich keine Rolle mehr

Eines vorneweg! Die Verpflichtung von Michael Reschke ist ein Knaller. Diesen anerkannten Fußball-Fachmann als Sportvorstand zu gewinnen, ist wirklich ein starkes Zeichen. Bei dem 59-Jährigen sind das Scouting und alle Transferangelegenheiten garantiert in aller besten Händen. Und für die Art und Weise seiner Installierung kann Reschke am aller wenigsten.

Ist der Rauswurf von Jan Schindelmeiser die richtige Entscheidung?

Der Blitzwechsel auf dem Vorstandsposten hat auf jeden Fall ein Geschmäckle. Es bleibt der Eindruck, die Demontage von Jan Schindelmeiser habe Aufsichtsrat Wolfgang Dietrich von langer Hand geplant. Hauptsache Wunschkandidat Reschke hat freie Bahn.

Erste Anzeichen waren vor rund zwei Wochen in den "Stuttgarter Nachrichten" zu lesen. Von Schindelmeisers Alleingängen und einer engen Verbindung zu einer Berater-Agentur wollten die Journalisten von Vereins-Insidern erfahren haben. Schindelmeisers Ruf wurde durch die Indiskretionen bewusst ramponiert. 

Das sind die Neuzugänge des VfB Stuttgart

Dass sich der 53-Jährige große Verdienste um den VfB erworben hatte, spielte für den mächtigen Aufsichtsrat keine Rolle mehr. Schindelmeisers positive Transferpolitik (Asano, Mané, Pavard, Akolo, Brekalo, Zieler) war ebenso vergessen, wie die Vertragsverlängerung von Simon Terodde oder die Verpflichtung von Trainer Hannes Wolf.  Schindelmeiser hat - daran gibt es keinen Zweifel - an der sofortigen Bundesliga-Rückkehr des VfB einen riesengroßen Anteil.  

Umso schwerer liegt vielen Anhängern Schindelmeisers unwürdige Abservierung im Magen. Richtig übel stößt es vielen Fans auf, wenn sie an ein unwürdiges Schauspiel vor wenigen Wochen zurückdenken. Da nutzte Dietrich noch Schindelmeisers Popularität, um die wichtige Ausgliederung bei den Mitgliedern durchzusetzen. Der VfB-Präsident und der heutige Ex-Sportvorstand grinsten sogar noch gemeinsam in die Kameras.

Bilder von der Saisoneröffnung des VfB

Die Früchte dieses Kraftaktes im Team darf Dietrich jetzt alleine ernten. Gerät das VfB-Schiff aber erneut ins Schlingern und wieder tief in den Abstiegsstrudel, steht der Schuldige längst fest. Der heißt nicht Schindelmeiser und auch nicht Reschke. Der heißt Wolfgang Dietrich. Im Fokus der Anhänger ist der VfB-Boss jetzt bereits. Und das völlig zu Recht.  

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