Kolumne: "Herolds Heimspiel"

Ab jetzt muss Hannes Wolf liefern!

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Hannes Wolf
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Der Stuttgarter Trainer hat zum ersten Mal Zeit, dem Team seine Idee von Fußball einzutrichtern. Das ist Chance und Verpflichtung zugleich.

Wer mitten in der Saison einen Fußball-Verein übernimmt, muss eigentlich immer direkt liefern. Anlaufzeit wird in der Regel nicht gewährt. Von jetzt auf gleich sollen Verbesserungen her. Bei Hannes Wolf und dem VfB Stuttgart war das freilich anders. Der 35-Jährige wurde nicht als Retter in der Not geholt. Er traf auf eine intakte Mannschaft, die er nach dem Rücktritt von Jos Luhukay mit ein paar Kniffen auf Aufstiegskurs hielt.

Seine eigenen Ideen konnte er dabei in der Vorrunde nur dosiert dem Team näherbringen. Zwischen zwei Bundesliga-Spielen ist nun einmal wenig Zeit. Die hatte er in der Winterpause jetzt zum ersten Mal – Trainingslager im portugiesischen Lagos inklusive. Fast einen vollen Monat hatte der VfB-Wolf Zeit, seine Idee von Fußball dem Team einzutrichtern.

Die Karriere von Hannes Wolf in Bildern

Klar: Genauso lang wie eine Sommerpause war der Januar nicht. Genügend Zeit war es dennoch. Und deswegen gilt ab sofort für den Coach der Stuttgarter: Jetzt muss Wolf liefern. Dicke Ausrutscher wie in Würzburg und in Dresden fallen nun auf ihn und seinen Trainerstab zurück.

In den letzten Monaten genoss der neue Coach noch Welpenschutz. Für die meisten Pleiten musste er nicht allein den Kopf hinhalten. Dieser Umstand ist aber auch eine Chance. Denn klar ist: Wolf kann jetzt richtig beweisen, was in ihm steckt.

Der Kader bleibt wohl der beste in Liga zwei. Wenn es am Ende mit dem Aufstieg klappt, werden seine Sympathiewerte in Stuttgart noch höher, als sie es sowieso schon sind. Dann ist es zu großen Teilen auch "sein" Aufstieg. Er muss einzig und allein dafür abliefern!

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