Kampf um VfB-Stammplätze

Bärenstarker Ginczek sendet klares Signal

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Daniel Ginczek
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Der Publikumsliebling ist bereits in richtig guter Form.

Ein paar Tage war Daniel Ginczek richtig müde. Die intensiven Einheiten im Trainingslager hatten den VfB-Publikumsliebling geschlaucht. Rechtzeitig zur heißen Phase der Vorbereitung sendete der Angreifer aber ein klares Signal in Richtung Stammplatz. Im Testspiel der Stuttgarter gegen den türkischen Erstligisten Kasimpasa Istanbul drehte Ginczek so richtig auf. Beim 5:0 legte er zweimal mustergültig auf, netzte einmal selber ein. "Dass ich mich nicht dauerhaft auf die Bank setzen will, weiß der Trainer", sagte Ginczek dem "kicker".

Bilder von der Saisoneröffnung des VfB

Der 26-Jährige spielt damit auf die Rückrunde der Zweitliga-Saison an, als er häufig nur als Einwechselspieler zum Einsatz kam. Was nicht verwunderlich war. Ginczek kam aus einer langen Verletzungspause (Kreuzbandriss) und auf seiner Position im Sturmzentrum knipste sich Simon Terodde zum Torschützenkönig.

In dieser Saison werden die Karten aber neu gemischt. Anders als Terodde hat Ginczek seine Erstligatauglichkeit bereits nachgewiesen. In seinen 42 Bundesliga-Einsätzen steuerte er 13 Tore und sieben Vorlagen bei. Ein Wert, der ihn einst bis ins Notizbuch von Bundestrainer Jogi Löw brachte.

Wer soll im Angriffszentrum des VfB spielen?

Ginczeks großer Vorteil ist seine Vielseitigkeit. Neben der Rolle als Stoßstürmer fühlt er sich auch als hängende Spitze wohl. Diese Stärke kennt Hannes Wolf genau. "Wenn er 40 Meter vorm Tor den Ball nach außen spielt, ist er so schnell, dass er dennoch das Tor machen kann", sagte der VfB-Coach nach Ginczeks Treffer gegen Istanbul.

Das Sturmduo Terodde/Ginczek ist also auch eine echte Option. Im Testspiel gegen Dresden funktionierte diese Kombination auch schon ganz gut. Torschütze beim 1:2? Daniel Ginczek! Kurzum: Aktuell ist eine erste VfB-Elf ohne Ginczek nicht vorstellbar.

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