Spätes Gegentor gegen Hannover

Hinten raus die Pumpe aus? Füllkrug-Frust beim VfB!

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In der Nachspielzeit köpft Niclas Füllkrug das 1:1.
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Die Stuttgarter kassieren gegen Hannover ein Tor in der Nachspielzeit und verschenken den Sieg.

Es hätte ein so schöner Nachmittag werden können in Stuttgart. Zu Hause die 40-Punkte-Marke knacken, vor eigenem Publikum den So-gut-wie-Klassenerhalt feiern. Bis zur Nachspielzeit gegen Hannover 96 sah es für den VfB Stuttgart auch genau danach aus. Bis die Schwaben einmal pennten - und Niclas Füllkrug doch noch zum 1:1 traf. Bitter! Verteidiger Dennis Aogo nach dem Spiel: "Wenn man so den Sieg hinten raus hergibt, überwiegt die Enttäuschung."

Füllkrug-Frust beim VfB! Bis zum Gegentreffer hatten die Stuttgarter zwar auch nicht brilliert, aber vor dem eigenen Kasten wenig zugelassen. Aogo bemerkte aber dennoch: "Hinten raus ist ein bisschen die Pumpe ausgegangen." Besonders in der Schlussphase kam vom VfB in der Offensive fast nix mehr. Aogo: "Wir wollten den Sieg mit aller Macht verteidigen." Diesen Plan durchkreuzte Füllkrug!

Reschke freut sich für Thommy

Dabei war es vorher eigentlich ein klassisches VfB-Spiel unter Tayfun Korkut. Nach einer wenig spannenden ersten Halbzeit nahmen die Schwaben zu Beginn der zweiten Halbzeit Fahrt auf. Besonders in der 53. Minute. Da hieß es: Thom(m)y, hier kommt der Genuss! Winter-Neuzugang Erik Thommy versenkte den Ball sehenswert aus 18 Metern im 96-Kasten. Manager Michael Reschke: "Erik hat ein sehr schönes Tor geschossen. Es freut mich für ihn, dass er so ein befreiendes Tor schießt."

Bilder vom Spiel des VfB gegen Hannover

Das spielte dem VfB in die Karten. Verteidigen war angesagt! Wie so oft. Nur: Viel mehr kam nicht mehr. Und wenn die Stuttgarter mal in der Hälfte des Gegners auftauchten, sprang viel zu wenig dabei heraus. Aogo: "Wir mussten vorne oftmals in Unterzahl die Konter ausspielen." So blieb das Spiel bis zur Nachspielzeit offen. Dann landete ein langer Ball von Miiko Albornoz bei Füllkrug, der über VfB-Keeper Ron-Robert Zieler hinweg einköpfte.

Kein Vorwurf an Zieler

Der Stuttgarter Schlussmann sah dabei nicht wirklich gut aus, erklärte nach dem Spiel: "Ich mache einen Schritt und das hat schon gereicht, dass ich nicht mehr hinkomme. Den Schritt hätte ich nicht machen müssen." Von den Teamkollegen gab's aber keinen Vorwurf. Aogo: "Wir müssen uns da als Mannschaft an die Nase fassen. Das war nicht der erste lange Ball, der ohne Druck gespielt werden konnte. Wir müssen als Mannschaft dafür sorgen, dass wir das Spiel von unserem Tor weg bekommen. Das ist deswegen nicht die Schuld von einzelnen Spielern." Ärgerlich war es dennoch!

Bitter auch: Andreas Beck (Knie) und Benjamin Pavard (Sprunggelenk) verletzten sich gegen Hannover. Beide fallen wohl beim nächsten Heimspiel gegen Bremen aus. Die genaue Diagnose gibt es in den nächsten Tagen.

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