Verspielen die Stuttgarter noch den Aufstieg?

Es knirscht und knarzt mächtig im VfB-Getriebe

+
Emiliano Insua war in Fürth noch einer der besseren Stuttgarter.
  • schließen

Von der Top-Form im Februar sind die Schwaben weit entfernt. Manager Schindelmeiser sagt: "Wir müssen jetzt zulegen."

Ach wäre es doch immer noch Februar... Einen Monat lang rauschte der VfB nur so durch die 2. Bundesliga, dass der Konkurrenz schwindelig wurde. Mit einer famosen Siegesserie ballerten sich die Stuttgarter an die Tabellenspitze, alles war tip-top am Cannstatter Wasen. Davon ist jetzt im März gar nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Beim VfB knirscht und knarzt es mächtig im Getriebe!

Der letzte Beweis dafür war die Pleite in Fürth am Samstag. Der VfB fand besonders in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel, verpennte die Anfangsphase, ließ sich von einer - mit Verlaub - grauen Zweitliga-Maus den Schneid abkaufen. Oje VfB! Mit einer solchen Einstellung ist nun auch wieder der Aufstieg in Gefahr.

Der VfB hat die erste Pleite in der Rückrunde in Fürth hinnehmen müssen. Ist der Aufstieg nun wieder in Gefahr?

Nach der Fürth-Pleite war deswegen auch Manager Jan Schindelmeiser angefressen, betonte: "Wir müssen das, was die zweite Liga ausmacht, wieder stärker in den Vordergrund stellen. Sich durchzusetzen, Zweikämpfe zu gewinnen, den Gegner körperlich zu dominieren und dann Fußball zu spielen - nicht umgedreht. Das funktioniert in der zweiten Liga nicht."

Solche Worte gab's das letzte Mal nach der Peinlich-Pleite in Würzburg zum Ende der Hinrunde. Nach dem furiosen Rückrunden-Start hatte keiner beim VfB gedacht, dass dieses Thema noch einmal so dringend angesprochen werden muss. Aber: Dass die Stuttgarter wieder in alte Muster verfallen, ist offensichtlich. Die zweite Halbzeit in Fürth zeigt zwar, dass Pleiten wie in Dresden und in Würzburg wohl ausgeschlossen sind, mit Rückständen tun sich Christian Gentner und Co. jedoch weiterhin schwer.

Bilder vom Spiel des VfB in Fürth

Denn klar ist weiterhin eines: Liegt der VfB auswärts mit 0:1 hinten, gibt's nix zu holen. So passiert in Düsseldorf, in Dresden, in Würzburg, in Fürth. Klar, dass Trainer Hannes Wolf deswegen von der ersten 45 Minuten bei den Kleeblättern genervt war: "Wir haben wieder eine erste Halbzeit gespielt, die uns in eine schwierige Position gebracht hat. Das ist ein großes Thema für uns, das nehmen wir sehr ernst."

Sollten sie auch. Denn: Der VfB-Motor kommt immer dann in Schwung, wenn die Einstellung von Beginn an stimmt, wenn der Gegner direkt unter Druck gesetzt wird. Genau das war in weiten Teilen der Saison die Stärke der Schwaben. Eine frühe Führung bescherte dem Bundesliga-Absteiger regelmäßig Siege. Schindelmeiser fordert deswegen: "Wir müssen jetzt zulegen. Ganz klar. Wir dürfen an dieser Stelle nicht so weiter machen." Denn sonst ist der Aufstieg mehr als nur in Gefahr.

Mehr zum Thema:

Nach Fürth-Pleite: Jetzt schlägt Gentner Alarm!

Falsche Taktik, kein Einsatz: Beim VfB klappte nix in Fürth

Pleite in Fürth: VfB ohne Glück bei den Kleeblättern

Die Top-Themen in Heilbronn und der Region 

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare