Neue Mittelfeld-Achse

Sind Castro und Didavi die fehlenden Puzzlestücke?

+
Manager Michael Reschke (Mitte) präsentiert Gonzalo Castro (links) und Daniel Didavi.
  • schließen

Der VfB holt auf einen Schlag zwei erfahrene Bundesliga-Profis für die Schaltzentrale im Mittelfeld.

Neue Kreativität im Mittelfeld - das war gefragt beim VfB Stuttgart. Jetzt ist sie da. Und zwar als Doppelschlag. Mit Gonzalo Castro und Daniel Didavi haben die Schwaben gleich zwei erfahrene Bundesliga-Profis für die neue Stuttgarter Schaltzentrale verpflichtet. Nur: Sind die beiden Neuzugänge genau die Puzzlestücke, die der VfB-Kader für die neue Saison brauchte?

Eines war nach dem guten Saisonende klar: Wenn es unter Coach Tayfun Korkut eine Personal-Baustelle gibt, ist es die Mittelfeld-Zentrale. Seit dem Abgang von Alexandru Maxim war diese Position verwaist. Didavi soll genau diese Lücke nun ausfüllen. Wo ihn Korkut genau einplant, ist dem Ex-Wolfsburger dabei aber egal: "Mir war es nur wichtig, dass er mich als Spielertyp in der Mannschaft sieht."

Der VfB holt Daniel Didavi zurück. Eine gute Entscheidung?

Dasselbe dürfte auf Castro zutreffen. Der 31-Jährige wurde nach seinen Stationen in Leverkusen und Dortmund auch als Leader verpflichtet. Der Ex-Nationalspieler weiß um seine Rolle und erklärt daher auch: "Ich will ein Vorbild und ein Führungsspieler sein!" Ganz nebenbei passen Castro und Didavi damit auch perfekt in das bisherige Transfer-Beuteschema von Michael Reschke. Bei seinem ersten Transfer-Rundumschlag nach der abgelaufenen Saison präsentierte der VfB-Manager gleich fünf Jungstars - nun kommen zwei erfahrene Profis dazu. Die Mischung macht's! Ganz nach Reschkes Geschmack.

Alters-Struktur, Erfahrung, Position auf dem Spielfeld: Das alles passt bei Castro und Didavi. Die entscheidende Frage bleibt aber, was Korkut mit ihnen vorhat. In seinem alten, eher klassischen 4-4-2-System, das er in der Rückrunde spielen ließ, wäre eher kein Platz für die Neuzugänge. Zumindest nicht für beide zusammen. Durch den Weggang von Daniel Ginczek dürfte sich die taktische Ausrichtung aber sicherlich ändern, neue Spieler-Typen wären dann gefragt. Genau in diesem Fall würden Castro und Didavi das Puzzle vervollständigen.

Auch interessant

Rückkehr nach Stuttgart: Didavi und seine "Herzens-Angelegenheit"

Ab nach Wolfsburg: Ginczek erklärt seinen Wechsel

Transfer-Knüller: Reschke klärt gleich drei Fragezeichen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare