Relegation-Hinspiel

Heimsieg gegen Osnabrück: Ingolstadt vor Zweitliga-Rückkehr

Hinspiel-Heimsieg
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Stefan Kutschke (r) und Torschütze Fatih Kaya haben mit Ingolstadt nach dem Hinspiel-Heimsieg gegen Osnabrück das Tor zu 2. Liga weit aufgestoßen.

Zweimal scheiterte Ingolstadt in den letzten beiden Jahren in der Relegation. Diesmal stehen die Chancen deutlich besser. Nach einem 3:0 im Hinspiel haben die Schanzer eine perfekte Ausgangsposition.

Ingolstadt (dpa) - Nach dem Riesenschritt zur Zweitliga-Rückkehr des FC Ingolstadt klatschte Trainer Tomas Oral seine Spieler hochzufrieden ab. Beim VfL Osnabrück herrschte nach der krachenden Watschn Frust.

Den FC Ingolstadt kann nur noch ein Relegationsfluch aufhalten! Ein Jahr nach ihrem Last-Minute-Trauma stehen die Schanzer vor dem Sprung nach oben. Angefeuert von 250 Zuschauern in der heimischen Arena bezwangen die Ingolstädter im Relegations-Hinspiel den harmlosen Noch-Zweitligisten VfL Osnabrück völlig verdient mit 3:0 (2:0).

Nach dem Nachspielzeit-Drama 2020 gegen den 1. FC Nürnberg und dem Scheitern 2019 kann die nun seit 18 Heimspielen unbesiegte Mannschaft von Trainer Tomas Oral im Rückspiel am Sonntag (13.30 Uhr) die Rückkehr ins Unterhaus perfekt machen. Mit einem Blitz-Tor von Tobias Schröck (2. Minute) sowie Treffern von Fatih Kaya (35.) und des eingewechselten Dennis Eckert Ayensa (81.) verzückten die Ingolstädter.

„Der berühmte Schritt eins von zwei“

„Es ist der berühmte Schritt eins von zwei. Den haben wir mit Bravour gemeistert. Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt“, sagte Stefan Kutschke bei DAZN und fügte hinzu: „Wir müssen schnell regenerieren. Den Sieg können wir nur ganz kurz genießen. Wir wissen, dass noch ein schweres Rückspiel kommt. Wir dürfen keine Euphorie aufkommen lassen.“

Osnabbrücks Ulrich Taffertshofer war dagegen enttäuscht. „Wenn man so auftritt wie heute, hat man es nicht verdient, dass man mehr mitnimmt. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht, hinten zu viel zugelassen und vorne hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, sagte er im ZDF, kündigte aber sogleich an: „Wer denkt, dass es jetzt vorbei ist, hat sich gewaltig getäuscht. Selbst wenn es nur 2000 Fans an der Bremer Brücke sind, da geht auf jeden Fall noch was.“

Ingolstädter Feuerwerk

Ein kleines Feuerwerk brannte vor Anpfiff außerhalb des Stadions ab, in ihrer Arena waren die Ingolstädter dann sofort heiß und legten einen Wunschstart hin. Nach einer Ecke von Marc Stendera verlängerte Robin Krauße per Kopf und Schröck grätschte den Ball über die Torlinie. Die Fans jubelten.

Die Osnabrücker waren verdutzt - kamen aber nach dieser kurzen Schockphase immer besser ins Spiel und besaßen mehr Ballbesitz. Mehr als ein Schuss ans Außennetz aus spitzem Winkel von Kevin Wolze (13.) verdeutlichte jedoch die Harmlosigkeit des Zweitligisten. Die Schanzer zeigten dagegen ihren unbedingten Willen und überbrückten immer wieder schnell das Mittelfeld. Oral schrie sich derweil an der Seitenlinie warm. „Weiter, weiter“ oder „Komm, komm“, rief er.

Nach einem harten Einsteigen krümmte sich Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke am Boden, Kaya (19.) spielte aber weiter und zielte nur knapp am linken Pfosten vorbei. Später machte er es besser: Eine Vorlage des neu ins Team gerückten Filip Bilbija auf der rechten Seite musste er nur noch ins Tor spitzeln.

Kaum Chancen für Osnabrück

Die Osnabrücker kamen mit Wut im Bauch aus der Kabine - doch die Offensivaktionen verpufften. Trainer Markus Feldhoff stand gefasst an der Seitenlinie. Die Ingolstädter standen dicht gestaffelt und ließen die Kontrahenten kaum durchschlüpfen. Osnabrücks Etienne Amenyido (72.) verpasste mit einem Lattenkracher den Anschluss. Joker Eckert Ayensa setzte dann sogar den umjubelten FCI-Schlusspunkt, als er den Ball zum 3:0 cool ins Tor lupfte.

© dpa-infocom, dpa:210527-99-768117/3

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FCI-Mitteilung zu Fans

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