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Ferrari-Teamchef Binotto vor dem Aus? Rennstall reagiert auf Gerüchte

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Von: Korbinian Kothny

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Ferrari erlebt in der Formel 1 eine enttäuschende Saison. Mal wieder gibt es Gerüchte um ein Aus von Teamchef Mattia Binott. Der Rennstall reagiert umgehend.

München – Die Formel 1 biegt auf die Zielgerade der Saison 2023 ein. Beim Grand Prix von Abu Dhabi am Sonntag kämpfen die Rennställe ein letztes Mal um Punkte in diesem Jahr. Im Hintergrund laufen schon die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. So auch bei der Scuderia Ferrari.

Mattia Binotto
Geboren: 3. November 1969 (53 Jahre alt) in Lausanne, Schweiz
Ingenieur und Teamchef der Scuderia Ferrari
seit 1995 bei Ferrari aktiv

Ferrari ohne Chance im WM-Kampf gegen Red Bull

Der italienische Traditions-Rennstall erlebte eine Saison zum Vergessen. Im Kampf um den Weltmeistertitel musste man sich Red Bull schon vor Wochen klar geschlagen geben – und das, obwohl der Ferrari-Bolide in dieser Saison dem Konkurrenten leistungstechnisch in nichts nachstand.

Dennoch hatte Ferrari-Spitzenfahrer Charles Leclerc im Duell mit Max Verstappen keine Chance. Der Niederländer holte sich ohne größere Probleme seinen zweiten WM-Titel. Zu oft patzte Ferrari bei seinen Rennstrategien und musste Red Bull deswegen den Vortritt lassen.

Mattia Binotto steht bei Ferrari immer wieder in der Kritik.
Mattia Binotto steht bei Ferrari immer wieder in der Kritik. © IMAGO/HOCH ZWEI

Ferrari verliert viele Punkte durch schlechte Rennstrategien

So holte der Monegasse Leclerc, der im Gegensatz zu Mick Schumacher sein Cockpit für die kommende Saison sicher hat, mit neun Pole Positions zwar die meisten im ganzen Fahrerfeld, entschied am Ende aber nur drei Grand Prixs für sich. Zwei seiner drei Erfolge feierte Leclerc in den ersten drei Saisonrennen. Vor dem GP in Abu Dhabi kämpft der 25-Jährige mit Red-Bull-Fahrer Sergio Perez sogar noch um den Vize-WM-Titel. Und auch in der Konstrukteurswertung lauert Mercedes mit nur 19 Punkten Rückstand.

Aufgrund der oft schlechten Rennstrategien steht über die ganze Saison vor allem eine Person in der Kritik: Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. Schon vor dem Heimrennen in Monza hatte der Ferrari-Vorsitzende John Elkann den Druck auf den Schweizer erhöht und gefordert, dass das ganze Team besser werden müsse: „Einschließlich des Teamchefs. Wir haben gesehen, dass es noch immer zu viele Fehler gibt, was Zuverlässigkeit, Fahrer und Strategie angeht.“

Scuderia Ferrari: Internationale Medien spekulieren über Binotto-Aus

Kurz vor Saisonschluss kursieren nun in französischen und italienischen Medien erneut Gerüchte, dass Binotto kurz vor dem Aus bei der Scuderia steht. Die italienische Tageszeitung La Gazzetta dello Sport brachte mit Frederic Vasseur (Alfa Romeo) sogar schon einen Nachfolger ins Spiel.

Grund für die erneuten Diskussionen um Binotto war die Abwesenheit des Teamchefs bei den vergangenen Grand Prixs in Brasilien und Mexiko. Der Schweizer begründete sein Fehlen allerdings damit, dass er bereits am Auto für die kommende Saison arbeite – so wie 2021 auch schon.

Scuderia Ferrari dementiert Gerüchte um Binotto

So schnell die erneuten Diskussionen aufkamen, folgte auch die Antwort von Ferrari. Der italienische Rennstall ließ via Twitter verlauten: „In Bezug auf Spekulationen in bestimmten Medien über die Position des Teamchefs von Scuderia Ferrari, Mattia Binotto, erklärt Ferrari, dass diese Gerüchte völlig unbegründet sind.“

Es scheint, als ob Ferrari weiterhin sein Vertrauen in den langjährigen Mitarbeiter – Binotto ist seit 1995 bei der Scuderia aktiv – setzt, während Ralf Schumacher Haas-Teamchef Günther Steiner scharf kritisiert. Bei einem Fehlstart in der kommenden Saison könnte die Personalie allerdings wieder schnell hochkochen. Wartet man bei Ferrari schließlich seit 2007 sehnsüchtig nach einem Weltmeister in Rot. Zuletzt gelang das Kimi Räikkönen. (kk)

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