Kommt das Miteinander zustande?

Eisbären und der HEC wollen sich zusammenschließen

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Auf reges Interesse stoßen die Aussagen des HEC-Vorsitzenden Timo Dietz beim Info-Abend zur geplanten Fusion mit den Eisbären.
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Gemeinsam soll die Zukunft des Heilbronner Eishockeys gesichert werden.

Timo Dietz, Vorsitzender des Heilbronner Eishockey Clubs (HEC), startet bei dem Info-Abend für die HEC-Mitglieder heute Abend im VIP-Raum der Kolbenschmidt-Arena ohne langes Vorgeplänkel: "Das ist die aktuelle Situation beim HEC. Es gibt eine Eisfläche in Heilbronn, eine Eishalle - und die teilen sich drei Vereine. Zudem noch mindestens drei Hobby-Klubs. Die Halle hat eine mangelhafte Infrastruktur, und mit ihr sind hohe Kosten verbunden. Was jetzt Fakt ist: Auf absehbare Zeit wird es keine neue Halle oder eine zweite Eisfläche geben."

Danach kommt er auf die seit zwei Jahren bestehende Kooperation mit den Eisbären Heilbronn (EHC) zu sprechen. Auch für diese ist die Situation unbefriedigend. Dietz stellt die Frage: "Wie können wir das Heilbronner Eishockey stärken?" Und er hat die Antwort parat: "Wir müssen gemeinsam das Eishockey nach vorne bringen." Das soll über eine Eingliederung der Eisbären in den HEC geschehen.

Kräfte bündeln

Die Vorteile liegen auf der Hand: Bündelung gemeinsamer Kräfte, einheitlicher Auftritt des Heilbronner Eishockeys, stärkere Vereinspositionierung durch höhere Mitgliederzahlen, Perspektive für die Nachwuchsmannschaften, finanzielle Nachhaltigkeit, die Zukunftssicherung des Sports im Allgemeinen und bessere Strukturen im Besonderen. Dietz: "Wir sind mittlerweile eine Profit-Gesellschaft beim HEC. Wir haben hohe Ausgaben, die wir decken müssen - das klappt durch mehr Manpower und beispielsweise ein Kompetenz-Team besser."

Für den HEC wird sich bei einer zukünftigen Fusion nur wenig ändern. Dietz: "Die Nachwuchsstrukturen bleiben erhalten, genauso die Kooperation mit den Falken. Die Eisbären werden ihr Budget für den Regionalliga-Spielbetrieb wie bisher selbst stemmen." Damit hätte der HEC eine Amateurmannschaft in der Regionalliga, die eine Zukunftsperspektive für die Jugendspieler bietet, da sie nach der Jugend in einer Aktiven-Mannschaft spielen könnten. Der Brand "Eisbären Heilbronn" soll erhalten bleiben.

Der EHC würde zum HEC werden und kann dann auf sieben bis neun Jugendmannschaften zurückgreifen. Dies ist zwingend notwendig, da auch die Regionalliga-Teams Nachwuchsmannschaften nachweisen müssen. Ansonsten wird keine Spielbetriebs-Genehmigung mehr ausgestellt!

Spielbetrieb der Eisbären sichern

Diese Problematik greift auch Eisbären-Vorsitzender Sven Breiter auf, der zeitgleich zur HEC-Versammlung die EHC-Mitglieder in der Pistenbar im Stadion von der bevorstehenden Fusion informiert: "Wir sind ein professionell strukturierter Regionalligist, sportlich erfolgreich, haben aber ein Nachwuchsproblem." Heißt: Zur Saison 2018/19 läuft die Sondergenehmigung aus. Eine eigene, spielfähige U8 ist jedoch Voraussetzung für die Lizenzierung und die Teilnahme an der Eishockey-Regionalliga...

Breiter kommt nochmal auf den Nachwuchs zu sprechen: "Wir haben das versucht, aber es ist schlichtweg unmöglich. Alle Punkte wurden von der kompletten EHC-Vorstandschaft abgesegnet. Mir geht es darum, den Eishockeysport in Heilbronn zu erhalten. Wenn jemand das anders sieht, dann bin ich gerne der Buhmann." Kerstin Plume, Zweite EHC-Vorsitzende, ruft: "Dann sind wir das alle." Beifall brandet auf.  

Dietz und Breiter setzen auf den Ausbau des Nachwuchses. Weiterhin sollen sich zwei bis drei hauptamtliche Trainer um die Jugend kümmern und sich für das Sterne-Programm des DEB qualifizieren. Des Weiteren soll eine stärkere Trennung der Bereiche Breiten- und Leistungssport erfolgen. Ob es zu einer Zusammenlegung kommt,  müssen die Mitglieder entscheiden. Die Hauptversammlung des HEC findet am 29. März statt. Die Eisbären berufen deshalb extra eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein.

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