Sandplatz-Tennis

Neckarcup: Novak schmeißt Pechvogel und Titelverteidiger Molleker raus

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Dennis Novak besiegte Titelverteidiger Rudi Molleker.
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Die Spannung steigt täglich: Wer gewinnt den Neckarcup 2019?

+++ Update, 18.5. +++ Titelverteidiger Molleker nach Verletzung raus

Fast schon traditionell wurde es am Viertelfinal-Freitag nass auf der NECKARCUP-Anlage. Während die ersten beiden Partien bei schönsten Frühjahrswetter über die Bühne gehen konnten, setzte während des Spiels von Matthias Bachinger gegen Arthur de Greef gegen 18.30 Uhr der Regen ein. Das Turnier musste um etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden, ehe es weitergehen konnte. Am Abend schaltete Denis Novak kurz vor 23 Uhr den Titelverteidiger Rudi Molleker aus.

Stefano Travaglia und Hugo Dellien lieferten sich teils spektakuläre Ballwechsel, wobei vor allem der Italiener das Tempo bestimmte. Nach einem Durchhänger im zweiten Satz, riss er sich wieder zusammen. Mit Erfolg! Am Ende stand ein 6:4 3:6 7:5-Sieg gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Bolivianer.

Auch Bachinger wird zum Pechvogel: Wetter entscheidet Duell

Auch das zweite Viertelfinal-Spiel bot alles, was das Herz des Tennisfans begehrt. Im serbischen Duell Filip Krajinovic gegen Viktor Troicki standen sich zwei starke Aufschlagspieler gegenüber, die einander in- und auswendig kennen. Neckarcup-2017-Sieger Krajinovic verwandelte nach 1:39 Stunden seinen ersten Matchball zum 7:5 7:6 verwandeln. Er trifft nun erstmals auf Travaglia.

Zum Pechvogel des Tages wurde im dritten Match Matthias Bachinger. Der Münchener führte, als beim Stand von 6:3 0:0 (15:30) der Regen einsetzte, sodass die Partie unterbrochen werden musste. Beim Wiederbeginn um 19.30 Uhr hatten sich die äußeren Verhältnisse entscheidend gewandelt. Zum Vorteil für de Greef, der am Ende ins Halbfinale einzog. 

Ein wahres Drama spielte sich dann am späten Abend beim Duell von Titelverteidiger Rudi Molleker gegen Dennis Novak ab. Molleker verletzte sich an der Leiste. Nach der Behandlungspause bekam Novak Oberwasser und konnte das Spiel am Ende knapp für sich entscheiden. Auch sein Duell mit de Greef im Halbfinale ist eine Premiere.

+++ Update 17. Mai +++ Matthias Bachinger wirft Jiri Vesely aus dem Turnier

Mit Jiri Vesely hat sich am Donnerstag ein weiterer Favorit aus dem Rennen um den Neckarcup-Sieg verabschiedet. Der Vorjahresfinalist aus Tschechien schaffte es nicht, an Matthias Bachinger vorbeizukommen.  Im Viertelfinale trifft der 32-Jährige Münchner nun auf Arthur de Greef, der im bislang längsten Spiel des Turniers gegen den Brasilianer Thiago Monteiro gewann. Der Belgier benötigte 2:54 Stunden, um am Ende mit 7:6, 2:6, 7:6 die Oberhand zu behalten. 

Matthias Bachinger kämpfte sich gegen Jiri Vesely ins Viertelfinale.

Für eine weitere Überraschung sorgte Viktor Troicki. Die ehemalige Nummer 12 der Weltrangliste war als Lucky Loser ins Feld gerutscht und hatte sich am Mittwoch durch einen knappen Sieg ins Achtelfinale gezittert. Jetzt folgte am Donnerstag ein 6:4, 6:4-Sieg gegen Carlos Garcia-Lopez. Im Viertelfinale trifft Troicki nun auf seinen Landsmann Filip Krajinovic, der sich 6:3, 7:5 gegen den Kanadier Peter Polansky durchsetzte.

Neckarcup: Titelverteidiger Molleker stürmt souverän ins Viertelfinale

Mit viel Selbstvertrauen kann auch Titelverteidiger Rudolf Molleker ins Viertelfinale gehen. Der 18-Jährige setzte sich souverän 7:5, 6:3 gegen Aslan Karatsev durch und ist nun auf sein Viertelfinal-Match gegen Dennis Novak gespannt. Das vierte Einzel bestreiten Stefano Travaglia aus Italien und der Bolivianer Hugo Dellien.

Im Doppel stehen noch drei deutsche Spieler im Turnier. Kevin Krawietz und Andreas Mies besiegten Daniel Altmaier und Rudi Molleker 6:2, 6:4. Andreas Begemann zog an der Seite des Franzosen Fabrice Martin durch ein 6:2, 6:2 gegen Rameez Junaid / Jozef Kovalik ins Halbfinale ein.

+++ Update 16. Mai +++ Neckarcup: Oscar Otte und Matthias Bachinger überstehen Runde zwei

Der Mittwoch war der Tag der Vorentscheidungen beim Neckarcup – der Tag, an dem sich neue Mitfavoriten auf den Turniersieg herauskristallisierten, an dem sich mit Alexander Bublik (Setzliste Nummer 3) und Denis Istomin (Nummer 5) aber auch zwei top gesetzte Spieler aus dem Turnier verabschieden mussten. Das deutsche Teilnehmerfeld reduzierte sich am Mittwoch zudem um über die Hälfte: Dominik Koepfer, Daniel Altmaier, Peter Heller, Daniel Masur und Dustin Brown mussten nach Niederlagen die Heimreise antreten. 

Dustin Brown setzte sich zum Auftakt glatt in zwei Sätzen gegen Cedrik-Marcel Stebe durch.

Neben Rudi Molleker, der sich bereits am Dienstag gegen Tennys Sandgren durchgesetzt hatte, zogen auch Oscar Otte und Matthias Bachinger in die dritte Runde ein. Für Bachinger war die Partie gegen Heller der erste Einsatz beim diesjährigen Neckarcup, während sein Gegner bereits zwei Spiele erfolgreich hinter sich gebracht hatte. 

Österreicher Novak voll des Lobes für Neckarcup-Organisatoren

Als Kurzarbeiter erwies sich Oscar Otte, der sich gegen den Usbeken Istomin in bestechender Form präsentierte und gerade mal knapp 57 Minuten brauchte, um die Nummer 103 der Weltrangliste mit 6:2, 6:2 aus dem Turnier zu werfen. Dennis Novak war nach seinem 7:6, 6:2-Sieg gegen den Argentinier Marco Trungelliti nicht nur mit seiner Leistung zufrieden, er war auch voll des Lobes für den Neckarcup. "Ich bin zum ersten Mal hier und hatte schon viele positive Dinge gehört", so der Österreicher. "Das Turnier übertrifft meine Erwartungen aber nochmal bei weitem. Hier sind Leute am Werk, die sich wirklich Mühe geben. Es macht wirklich Spaß hier zu sein."

Heimlich, still und leise kämpfte sich auch der Serbe Viktor Troicki ins Turnier zurück. Der 33-Jährige, Serbe der im Jahr 2011 auf Platz 12 der ATP-Weltrangliste gestanden hatte, war in der Qualifikation eigentlich ausgeschieden, rückte aber durch die Verletzung von Maximilian Marterer als Lucky Loser ins Feld. Gegen Alexey Vatutin setzte er sich 2:6, 6:1, 7:6 durch. Sein Landsmann Filip Krajinovic dagegen strotzt bei seinem zweiten Neckarcup vor Selbstvertrauen. Obwohl er bei seinem 6:4, 4:6, 7:5-Sieg gegen Kopefer nicht mit sich zufrieden war, blieb der Turniersieger von 2017 beim Stand von 2:4 im letzten Satz bis zum Ende cool. 

Filip Krajinovic wird seinem Status als top gesetzter Spieler bislang vollauf gerecht.

Youngster-Doppel zieht mit viel Spaß in die nächste Runde ein

Am Mittwochabend stand dann Court 2 im Zentrum des Geschehens, als sich das deutsche Duo Rudi Molleker / Daniel Altmaier mit Denis Istomin / Peter Polansky ein packendes Match lieferte. Unter großem Beifall des Publikums setzten sich die beiden Youngster 7:6, 4:6, 10:8 durch. "Das war zwar nicht das höchste spielerische Niveau, aber das Spiel hat riesigen Spaß gemacht", sagte Altmaier nach der Begegnung. Zuletzt hatten die beiden, die in der Bundesliga gemeinsam bei Rot-Weiss Berlin spielen, bei den Deutschen U14-Meisterschaften gemeinsam im Doppel agiert. "Damals hatten wir in der ersten Runde verloren. Deshalb fühlt es sich gut an, dass wir jetzt gewonnen haben", grinste Altmaier.

+++ Update 15. Mai +++ Neckar-Cup: Erste kleine Überraschungen an Tag zwei

Der erste Favorit ist bereits raus: Am zweiten Turniertag des Neckarcups verabschiedete sich  Tennys Sandgren. Dafür konnten mit Peter Heller und Aslan Karatsev zwei ITF-Spieler und mit Daniel Masur und Attila Balazs zwei Qualifikanten überzeugen.

Den ersten Sieg des Tages feierte Daniel Altmaier, der im Duell der Youngster den 19-jährigen Österreicher Jurij Rodionov 6:4, 6:2 besiegte. Auch Peter Heller konnte in die zweite Runde einziehen. Der Zweite der ITF Rangliste besiegte den "Lucky Loser" der Qualifikation Kevin Krawietz 6:3, 6:2 und sammelte damit wertvolle Punkte für sein ATP-Ranking. Für die erste kleine Überraschung des Turniers sorgte der ebenfalls aus der ITF-Tour kommende Russe Aslan Karatsev, der den an Nummer 15 gesetzten Österreicher Sebastian Ofner mit 6:4, 2:6, 7:6 aus dem Turnier warf. 

Neckarcup: Qualifikanten überzeugen, gesetzte Spieler scheitern früh

Daniel Masur konnte im Match gegen Yannick Hanfmann seine gute Form aus der Qualifikation bestätigen. Die Münchener Nummer 248 der Weltrangliste besiegte seinen um 68 Ränge besser platzierten langjährigen Trainingspartner 6:3, 4:6, 6:2. Auch der zweite Qualifikations-Gewinner Attila Balazs bleibt weiter im Rennen. Der 30-jährige Ungar besiegte Matteo Viola aus Italien mit 6:4, 6:3. 

Mit Yannick Maden musste am späten Nachmittag der zweite gesetzte Spieler nach Hause fahren. Der Stuttgarter, aktuell Nummer 114 der Weltrangliste, unterlag dem Belgier Arthur de Greef deutlich mit 4:6, 2:6. Am Abend erwischte es dann auch den ersten Mitfavoriten auf den Turniersieg. 

Rudi Molleker wusste auch gegen Tennys Sandgren zu überzeugen.

Molleker bestimmt geschehen in seinem "Wohnzimmer"

Im mit Spannung erwarteten Duell des an Nummer zwei gesetzten Amerikaners Tennys Sandgren gegen Titelverteidiger Rudi Molleker setzte sich Neckarcup-Erfahrung gegen Routine durch – denn der 18-jährige Oranienburger bleibt in seinem "Wohnzimmer", dem Center Court der Tennisanlage am Trappensee, weiter ungeschlagen. Molleker gewann seine Zweitrunden-Partie gegen die Nummer 93 der Welt souverän mit 6:3, 6:4.

Molleker zeigte sich danach zufrieden: "So langsam finde ich mich in das Turnier rein. Heute war es zwar kalt, aber nicht so windig wie gestern. Dazu kam die Sonne, so dass die Bedingungen optimal waren. Ich wusste, dass ich eine Chance habe, wenn ich meinem Spielplan folge. Auf dem Center Court fühle ich mich einfach wohl, und das hat sich heute wieder ausbezahlt."

+++ 14. Mai +++ Neckar-Cup: Die deutschen Duelle stehen im Mittelpunkt

Ab jetzt zählt's: Der sechste Heilbronner Neckarcup hat am Montag begonnen, und die 48 Akteure im Hauptfeld kämpfen verbissen um Preisgeld und Weltranglisten-Punkte. Dabei kam es gleich zu mehreren deutschen Duellen.

In einem spannenden Drei-Satz-Spiel setzte sich dabei der Neckarcup-Titelverteidiger Rudi Molleker gegen seinen Freund Mats Moraing mit 5:7, 6:4 und 6:1 durch. Die Nummer 152 der Welt äußerte sich anschließend selbstkritisch: "Das war heute nicht mein bestes Tennis."

Rasta-Man Dustin Brown beim Neckarcup erfolgreich

Bedeutend schneller ging das Neckarcup-Auftakt-Match von Publikumsliebling Dustin Brown über die Bühne, der sich glatt mit 6:4 und 6:3 gegen den Wildcard-Inhaber Cedrik-Marcel Stebe durchsetzte.

Dominik Koepfer machte mit Daniel Brands kurzen Prozess.

Im Schnelldurchlauf fertigte zudem Dominik Koepfer mit 6:3 und 6:1 Daniel Brands ab. Jetzt freut sich der 25-Jährige auf das Duell mit dem top-gesetzten Filip Krajinovic: "Er ist zwar Favorit, aber er spielt auch nur Tennis und ich rechne mir durchaus Chancen aus." Für die Überraschung des Tages sorgte Oscar Otte. Der Kölner filetierte den Tschechen Lukas Rosol - immerhin mal die Nummer 28 der Weltrangliste - nach allen Regeln der Tennis-Kunst mit 6:4 und 6:1.

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