Sieg beim Tabellenführer!

Genial! Gegen Bietigheim zeigen sich die Eisbären von ihrer Sahneseite

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Kann endlich wieder richtig lachen: Eisbären-Trainer Heiko Vogler.
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Nach den letzten Auftritten hagelte es Kritik - Grund genug für die gescholtenen Eisbären Heilbronn, den Tabellenführer SC Bietigheim in dessen Heimat zu filetieren.

Drei Kisten hat er gemacht. Damit hat sich Stefano Rupp am Freitagabend in der Eishockey-Regionalliga Südwest gegen Eppelheim eindrucksvoll zurückgemeldet. Etwas zu spät für seine HEC Eisbären Heilbronn, aber gaaanz wichtig für ihn selbst. Denn nun strotzt der Top-Torjäger vor Selbstbewusstsein. Und das will er in der Partie am Sonntagabend gegen den Tabellenführer SC Bietigheim aufs Team übertragen. Rupp cool: "Es ist nur ein Spiel wie jedes andere auch. Wenn jeder von uns Einsatz zeigt, dumme Strafen vermeidet, dann holen wir drei Punkte." Klappt beim geeenialen 5:3-Sieg!

Vorteil der Eisbären: Sie treten auswärts an. Wie bitte? Trainer Heiko Vogler, der erneut vier Reihen aufbieten kann, erklärt: "Ich weiß nicht, warum das so ist, aber wir spielen in der Fremde befreiter auf als in unserem eigenen Wohnzimmer." Siehe die erste Partie in Zweibrücken oder der Auftritt in Ravensburg... Vogler selbst erwartet einen "schweren, jedoch machbaren Abend".  Machbar allerdings nur, "sofern jeder von uns alles auf den Tisch bringt - offensiv wie defensiv". Los geht's!

Eisbären Heilbronn: Schneller Rückstand, aber Sven Breiter schlägt wenig später zurück

Sven Breiter nutzt die doppelte Überzahl eiskalt für seine Eisbären Heilbronn aus.

Mit einem Déjà-vu: Wie am Freitag gegen Eppelheim muss Daniel Steinke auf die Bank. Zwei Minuten wegen Haltens. Die Überzahl nutzen die Bietigheimer eiskalt aus: 1:0 nach gerade einmal 43 Sekunden. Das fängt ja gut an! Aber diesmal sind die Eisbären auf der Höhe, nutzen die doppelte Überzahl wenig später. Und Sven Breiter entpuppt sich als Oli Pocher der metallverarbeitenden Industrie. Indem er den Puck völlig humorlos in den Kasten schweißt (6.). Mit seinem 1:1 und ganz anderen Eisbären geht's in die erste Pause.

Evergreen: Martin Williams ist genialer Vorbereiter für die Eisbären Heilbronn

Alter schützt vor Tor(geil)heit nicht: Der 43-jährige Martin Williams bereitet für die Eisbären Heilbronn das 2:1 vor.

Das zweite Drittel beginnt mit einem Arno Metz in der Kühlbox (Stockschlag in der 20.). Dann muss auch noch Moritz Muth für zwei Minuten vom Eis. Aber hinten drin bei den Eisbären steht ja ein junger Fels in der Brandung: Frantisek Gistr - ein Goalie mit mehr Armen als die hinduistische Göttin Shiva! Vorne macht's derweil das Senioren-Doppel: Martin Williams (43) rollatort auf Heiko Vogler (34) - peng, 2:1 (23.). Doch der Vorsprung währt nur kurz: Willi Gross gleicht für die "kleinen" Steelers aus - jeglicher Längenlehre zum Trotz (28.). Doch der Rupp-Effekt folgt prompt - durch Claudio Schreyer (35.). Und eins darf jetzt vooorsichtig gesagt werden: Es ist bis dato DER beste Saison-Auftritt der Eisbären. Aber fürs Phrasenschwein: Ein Eishockeyspiel dauert 60 Minuten...

Die Eisbären Heilbronn können auf einmal 60 Minuten einer Partie den Stempel aufdrücken

Toller Scorer bei den Eisbären Heilbronn: Daniel Brendle.

Einstieg mit Daniel Brendle, Super-Rupp und Sören Breiter: 4:2 (45.). Wenn es so bleibt, werden Sven und Sören heute gewiss mit breiter Brust die Heimfahrt antreten. Doch noch ist nicht Schluss... Juckt Vogler nicht, der spielt auf Schreeeyyyeeer: 5:2 (48.). Vergesst Zombie-Filme wie "Night of the living Dead" - hier kriecht plötzlich ein Top-Team aus dem Grab. Abgebrüht wie bester Tee und so bossmäßig unterwegs, dass demnächst Kollegah anrufen wird. Selbst das dauerhafte Strafbanksitzen von Senior Williams fällt nicht mehr ins Gewicht. Ebenso wenig wie das 3:5 aus Bietigheimer Sicht durch Pierre Doumont (56.). Darauf ein Lied!

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