Zum Schluss geht gegen Burghausen etwas die Puste aus

Viertelfinal-Heimsieg nach höllisch heißer Halbzeit

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  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Die Red Devils legen gegen den Top-Favoriten aus Burghausen los wie die Feuerwehr, brechen am Ende aber dann doch etwas ein.

Weit über 1.000 Zuschauer und eine Bombenstimmung - dank der beiden Heilbronner Eishockey-Fanklubs Inferno (Falken) und Old Skool (Eisbären)! Am Sonntagnachmittag gelingt es den Red Devils Heilbronn im Viertelfinale der Ringer-Bundesliga gegen Top-Favorit Wacker Burghausen wahrlich, aus der Neckargartacher Römerhalle eine Römerhölle zu machen. Doch nach einer höllisch heißen Halbzeit springt am Ende "nur" ein 12:10-Heimsieg heraus.

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Los geht's mit Lokalmatador Eduard Popp. Und der Olympia-Fünfte legt einen Einstand nach Maß hin: 5:1-Sieg gegen Ramsin Azizsir. Der ist zwar 35,9 Kilo (!!!) leichter als das Heilbronner Schwergewicht, verlangt Popp aber alles ab. Popp: "Wir kennen uns von klein auf aus der Nationalmannschaft - ich bin natürlich schwerer, aber er ist wendiger, sodass ich ihn nur schwer greifen konnte." Bockstark danach Erik Torba, der nach einem 7:4 auf 4:0 für die Teufel erhöht. Es läuft!

Auftritt Stefan Kehrer: Der lässt sich bei seinem 5:0-Erfolg auch nicht von einem äußerst unfairen Benjamin Sezgin beirren, weil er weiß: "Wenn Benjamin verliert, sind alle anderen schuld, nur nicht er - so ist seine Mentalität." Zudem war "Mr. Tattoo" auf einen anderen Gegner eingestellt: "Der ist jedoch erkrankt - und ich musste meinen ganzen Plan umstellen." Recep Topal fährt nach Kehrmaschine Kehrer den klarsten Teufel-Sieg ein. Technische Überlegenheit: 9:0 für die Red Devils. 

Bilder vom Viertelfinale der Red Devils gegen Burghausen 

Dann der Weltmeister: Frank Stäbler weiß, dass es schwer wird gegen einen seiner besten Freunde. Doch seine Routine und die "Weltklasse-Stimmung" in der Halle treiben ihn zum 5:2-Erfolg über Matthias Maasch. Mit einem 11:0 geht's in die Pause. Und zahlreiche Fans träumen schon vom Halbfinale. Als der WM-Dritte Pascal Eisele - nach der Knapp-Niederlage Levan Metrevelis - auf 12:1 erhöht, scheint der Traum gar nicht mehr sooo ungeträumt.

Sie alle wollen die Red Devils ringen sehen!

Allerdings folgt im Anschluss der Einbruch: Christian Fetzer verliert knapp (1:3), hat aber auch mit einem gaaanz nickeligen Michael Widmayer zu tun, der ihm mehrere Kopfstöße verpasst. Völlig von der Rolle: Taimuraz Friev. Der liegt vorne, bricht aber plötzlich ein und muss völlig platt die technische Überlegenheit seines Gegners Kakhaber Khubezhty anerkennen: 12:6. Dem angeschlagen in seinen Kampf gegangenen Christian Maier ergeht es ebenso. Noch vor Ende der sechs Minuten ist es für ihn vorbei. Endstand 12:10. Vermutlich wird das für den Rückkampf am Samstag in Burghausen nicht reichen. Es sei denn, das Eichhörnchen ist ein Teufel...

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