Hart umkämpfter Heimsieg gegen ASV Mainz

Frank Stäbler stößt Final-Tür für Red Devils ein Stück weiter auf

Er ist und bleibt der "Herr der Ringer": Frank Stäbler.
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Er ist und bleibt der "Herr der Ringer": Frank Stäbler.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Mit einem Gewaltakt besiegen die Red Devils Heilbronn den ASV Mainz in einer bumsrappelvollen Römerhalle. 

Der Favorit im ersten Halbfinale der Ringer-Bundesliga? Wenn es nach dem ASV Mainz 88 geht, ganz klar die Hausherren. Schließlich haben die Red Devils Heilbronn in der Hauptrunde beide Kämpfe gegen die Mainzer gewonnen. Doch Teufel-Co-Trainer Marcus Mackamul relativiert: "Die Karten werden in den Playoffs neu gemischt, und vom Kader her sind beide Vereine auf einem Level." Dennoch lautet die höllische Devise am Samstagabend in der Neckargartacher Römerhalle: Heimsieg. Mackamul: "Ob am Ende mit drei oder vier Punkten Vorsprung, ist egal." Fünf werden es am Ende beim 15:10-Erfolg.

Eduard Popp gleicht für Red Devils Heilbronn nach Rückstand sofort aus

Ein Mal am Boden, danach kommt Schwergewicht Eduard Popp gegen Etka Sever mächtig ins Rollen.

Es geht aber nicht gut los für die Red Devils Heilbronn: Freistil-Leichtgewicht Bekir Sahin muss sich mit 3:7 Ahmet Peker, dem EM-Dritten von 2012, geschlagen geben. Heißt: 0:2. Doch Eduard Popp rückt das wieder gerade gegen seinen ehemaligen Team-Kollegen Etka Sever. Sein Vorteil: "Wir kennen uns aus dem Effeff, und ich weiß, dass Etka hinten raus Schwächen zeigt." Und die nutzt der Olympia- und WM-Fünfte aus Heilbronn gnadenlos zum 6:1 aus. Es steht nun 2:2.

Red Devils Heilbronn: Taimuraz Friev und George Bucur sorgen für Pausen-Führung

George Bucur liefert gegen Niklas Dorn ein taktisches Meisterstück ab.

Doch die Mainzer sind harte Brocken. Das bekommt Dustin Scherf im Anschluss gegen Ilier Sefaj zu spüren. Trotz harten Fights muss sich der "Greco-Bart" der Red Devils Heilbronn mit 1:2 geschlagen geben - und es steht 2:3. Gott sei Dank kommen jetzt teuflische Freistil-Maschinen! Der WM-Dritte Taimuraz Friev gewinnt auch seinen achten Saisonkampf und sorgt fürs 4:3. Der WM-Fünfte George Bucur legt nach, erhöht für die Devils und erklärt danach: "Heute hätte ich noch höher gewinnen können, aber ich wollte für die Mannschaft auf Nummer sicher gehen." 6:3 zur Halbzeit.

Christian Fetzer besiegt für seine Red Devils Heilbronn den "Angstgegner"

Abgebrüht wie bester Tee: Christian Fetzer lässt Yasin Yeter keine Chance.

Die Pause endet mit Marius Braun, der chancenlos gegen den Mainzer Tadeus Michalik ist. Die Folge: ein 0:15 und eine 6:7-Gesamtrückstand für die Red Devils Heilbronn. Bloß nimmt der Publikumsliebling sofortige Rache: Christian Fetzer liest einem nickeligen Yasin Yeter die Ringer-Leviten - und bringt seine Mannschaft wieder mit 8:7 in Führung. Fetzer, der seinen Erfolg mit Radwende und Rückwärtssalto feiert, erklärt erleichtert: "Ich habe ein Konzept gefunden, meinen Angstgegner zu besiegen und bin überglücklich."

Vier Punkte für Red Devils Heilbronn: Olegk Motsalins Gegner wird disqualifiziert

Olegk Motsalin hat seinen Gegner Ahmet Bekir sowas von im Griff!

Noch drei Fights. Und die beginnen mit vier Punkten für die Red Devils Heilbronn. Denn Olegk Motsalins Gegner wird nach 0:5-Rückstand disqualifiziert. 12:7, aber nicht lang! Kamal Malikov findet im Mainzer Timur  Bizhoev seinen Meister - und es steht "nur" noch 12:10. Doch für Heilbronn geht der "Herr der Ringer" auf die Matte: Frank Stäbler. Der Triple-Weltmeister zerlegt Ruhulla Gürler förmlich, wird allerdings durch Mainzer Unfairness (Gegenstände werden auf die Matte geworfen) um vier Punkte gebracht. Egal, Stäbler holt bei seinem 14:0-Erfolg drei und stößt für seine Red Devils Heilbronn die Tür zum Finale ein Stück weiter auf.

Bilder vom Halbfinal-Heimkampf der Red Devils gegen Mainz

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