Zwischenstopp auf dem Weg zu Olympia

Kurzbahn-EM: Annika Bruhn knackt neun Jahre alten deutschen Rekord

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Annika Bruhn schwimmt in Glasgow zu neuem deutschen Rekord.
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Annika Bruhn aus Neckarsulm schwimmt bei der Kurzbahn-EM in Glasgow zu neuem deutschen Rekord.

  • Acht Schwimmer der Neckarsulmer Sport-Union reisen zur Kurzbahn-EM.
  • Die Kurzbahn-EM 2018 findet für die Schwimmer in Glasgow statt.
  • Annika Bruhn knackt dort einen deutschen Rekord.

Kurzbahn-EM 2019: Annika Bruhn knackt deutschen Rekord

Update, 9. Dezember: Am letzten Tag der Kurzbahn-Europameisterschaft im Schwimmen in Glasgow konnten die Athleten der Neckarsulmer Sport-Union noch einmal so richtig jubeln. Annika Bruhn verbesserte sich über die 200m Freistil stark und stellte in 1:53,48 einen neuen deutschen Rekord auf. Bei aller Freude schwang bei Bruhn trotz der guten Leistung dennoch ein bisschen Ärger mit.

"Unglücklicherweise der undankbare vierte Platz", kommentierte Bruhn ihr Ergebnis über die 200m Freistil bei Instagram. Tatsächlich hatte die Neckarsulmerin die Medaillenränge nur um 13 Hundertstel verpasst. Dafür glänzte der deutsche Rekord umso heller.

Neckarsulm: Annika Bruhn schwimmt bei Kurzbahn-EM deutschen Rekord

Die alte Bestmarke 1:53,96 von Silke Lippok unterbot Bruhn mit fast einer halben Sekunde deutlich. Lippoks deutscher Rekord war 2010 aufgestellt worden - und damit immerhin schon neun Jahre alt.

Annika Bruhn schwimmt neuen deutschen Rekord in Glasgow.


Auch wenn die Kurzbahn-EM für die Olympischen Spiele 2020 nur wenig Aussagekraft hat: Die Sport-Union aus Neckarsulm scheint auf dem richtigen Weg. Schon im Januar beginnt die Qualifikationsphase für Tokio.

Kurzbahn-EM Schwimmen: Acht Neckarsulmer reisen nach Glasgow

Erstmeldung, 3. Dezember: Olympia-Schmiede - so benannte unsere Redaktion das Konzept der Schwimmer der Neckarsulmer Sport-Union schon vor zwei Jahren. Dass das Erfolgsrezept in Richtung Tokio 2020 sich tatsächlich durchsetzt, beweist die Aufstellung für die Kurzbahn-Europameisterschaft der Schwimmer in Glasgow. 

Vom 4. bis zum 8. Dezember reisen acht Athleten aus Neckarsulm zur EM. Doppelt so viele wie noch bei der Europameisterschaft auf der Langbahn vor einem Jahr. Damit hat sich die Sport-Union endgültig als einer DER Standorte für Spitzenschwimmer etabliert. 

Eigentlich wären sogar neun Athleten aus Neckarsulm nach Glasgow gereist, Nadine Laemmler hatte aufgrund einer Krankheit aber abgesagt. Obwohl sie die vom Deutschen Schwimm-Verband gesetzte Norm gleich über zwei Disziplinen unterboten hatte. 

Kurzbahn-EM in Glasgow: Laemmler muss krankheitsbedingt absagen

"Ich habe mich entschieden, mich stattdessen aufs Training zu fokussieren", schrieb die Rückenschwimmerin auf Instagram. "Ich bin traurig, dass ich diese großartige Wettkampfchance verpasse, aber bereit, jetzt hart zu arbeiten, um perfekt auf die Olympia-Qualifikation vorbereitet zu sein." 

Damit gibt Laemmler auch sogleich die Marschroute für ihre Teamkollegen vor. Die Kurzbahn-EM ist wichtig und ein Fingerzeig, aber das große Ziel haben sich die Schwimmer der Sport-Union für das kommende Jahr aufgehoben - wenn das Erfolgsrezept in Tokio aufgehen soll.

Ein Fauxpas wie der des ZDF bei der Schwimm-WM dürfte spätestens dann ausgeschlossen sein.

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