Struff, Zverev, Basilashvili und Krajinović

Der Neckarcup ist das Sprungbrett für seine Gewinner

+
Alexander Zverev mit der Neckarcup-Sieger-Trophäe.
  • schließen

Der Rückblick zeigt, dass die Sieger sich im Anschluss über eine steilere Karriere freuen konnten.

Es ist der 18. Mai 2014. Es ist sein Tag. Und es ist der Start in Richtung der ganz Großen. Ausgerechnet in Heilbronn sackt Tennis-Spieler Jan-Lennard Struff seinen ersten Turniersieg beim Neckarcup ein. Wenig später landet er mit Rang 46 auf dem für ihn bis dato höchsten ATP-Weltranglisten-Platz. Die Erfolge gehen anschließend weiter. Nicht nur für den 27-Jährigen ist das Heilbronner Turnier ein Sprungbrett und der Startschuss für den endgültigen Einstieg in die Tennis-Elite. Auch die anderen ehemaligen Neckarcup-Gewinner hatten mit der Entscheidung für das Challenger-Turnier ein äußerst glückliches Händchen. echo24.de wirft vor dem Start des diesjährigen Neckarcups am 12. Mai einen Blick auf die vier Sieger seit Beginn des Turniers - und checkt, wie es aktuell um sie steht.

Jan-Lennard Struff

Nach dem ersten Streich in 2014 legte Struff in den beiden folgenden Jahren insgesamt vier Challenger-Siege nach. Ende 2016 schlug der 27-Jährige überraschend den damals amtierenden Weltranglisten-Dritten und US-Open-Champion Stan Wawrinka. Damit zog er zudem erstmals in die dritte Runde eines ATP-Masters ein. 2017 schlug mit Rang 44 dann sogar eine noch bessere ATP-Platzierung zu Buche als kurz nach dem Neckarcup. Aktuell ist Struff im Einzel mit Platz 60 nicht in seiner stärksten Phase. Dafür zeigte er beim Davis-Cup seine Doppel-Qualitäten. Hier musste sich das Deutsche Team erst vor zwei Tagen knapp gegen die starke spanische Mannschaft um Rafael Nadal geschlagen geben.

Alexander Zverev

Auch Alexander Zverev dürfte gute Erinnerungen an den Neckarcup haben. Zwar hatte er sich bereits vorher kontinuierlich gesteigert und fuhr in Heilbronn bereits den zweiten Challenger-Sieg ein, doch knackte er hier dafür eine magische Marke: Erstmals landete der 20-Jährige mit Rang 85 in den ATP-Top-100. Was folgte waren viele Erst-Runden-Niederlagen.

Thank you @miamiopen and thank you Key Biscayne. It will never be the same #history

Ein Beitrag geteilt von Alexander Zverev (@alexzverev123) am

Doch Zverev biss sich in der Elite fest und schlug 2016 mit Roger Federer erstmals einen der damals zehn besten Tennis-Spieler der Welt. Mit Platz 28 ging es für den Deutschen nach Wimbledon, wo er in der dritten Runde ausschied. Kurze Zeit später schnappte sich Zverev in Sankt Petersburg aber seinen ersten ATP-Titel. 2017 arbeitete sich Zverev bis auf Platz drei der Weltrangliste vor. Aktuell ist er die Nummer vier der Welt und damit der beste deutsche Tennis-Spieler.

Nikoloz Basilashvili

Basilashvili besiegte 2016 ausgerechnet Jan-Lennard-Struff und schnappte sich damit den Challenger-Sieg in Heilbronn. Auch der Georgier profitierte offenbar vom Selbstbewusstsein nach dem Neckarcup. Im Oktober schaffte auch er den ersten Sieg gegen einen Top-Ten-Kandidaten. Übrigens: Schon im Juli erreichte Basilashvili in Kitzbühel ein Finale der World Tour und ist damit der einzige Georgier, der das bis heute geschafft hat. 2017 kletterte er auf den für ihn bislang höchsten Weltranglisten-Platz 51. Momentan hat der 26-Jährige Platz 86 inne.

Filip Krajinović

Die Liste der Neckarcup-Sieger verlängerte 2017 Filip Krajinović. Vor seinem Erfolg in Heilbronn war es um den Serben, der bereits 2009 sein Debüt auf der World-Tour gegeben hatte, tatsächlich etwas stiller geworden. Anschließend folgten nach einer zweijährigen Durststrecke im selben Jahr aber plötzlich vier weitere Turnier-Siege. Ein Jahr später arbeitete sich Krajinovic als Qualifikant des Paris Masters sogar bis ins Finale. Was folgte, war die bis dato höchste ATP-Platzierung, Rang 33. Bis heute hat sich der 26-Jährige sogar noch sechs Plätze weiter nach vorne gekämpft.

Neckarcup-Sprungbrett

Für die Sieger ist das Heilbronner Challenger-Turnier bislang eine absolute Erfolgsgeschichte. Die Teilnehmer in diesem Jahr dürften sich, wenn es nach der Statistik geht, also bereits die Hände reiben. Auf sie wartet ein gutes Omen und ja vielleicht auch der erhoffte Karrierehüpfer vom Sprungbrett Neckarcup.

Mehr zum Thema:

Neckarcup: Darum ist die fünfte Ausgabe die gigantischste!

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare