Doppel-Mutter Christina Schwanitz über ihr Comeback

Exklusiv: So plant die Weltmeisterin ihre Ring-Rückkehr

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Schon bald wieder derart zu sehen: Christina Schwanitz.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Kugelstoß-Weltmeisterin und Zwillingsmama Christina Schwanitz besucht ihre Mutter in Öhringen - und trifft sich mit echo24.de.

Ihre Lockerheit hat sie nicht verloren. Auch wenn ihr neues Dasein als Mutter von drei Monate alten Zwillingen ihr und ihrem Ehemann Tomas Heredia-Schwanitz so manches abverlangt. Aber alles Kopfsache für Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge). Und eine Sache der Logistik, wie sie gegenüber echo24.de im Neckarsulmer Bar-Restaurant Zelle 18 exklusiv erklärt. Wohlwissend, dass ihre beiden Mäuse bei der Oma in Öhringen gut aufgehoben sind.

Christina Schwanitz in der Zelle 18.

Ihr letzter Auftritt im Ring war bei den deutschen Hallenmeisterschaften in diesem Jahr. Bereits schwanger, hat sie dort mit 18,50 Metern den Titel geholt. Schwanitz über ihre damalige Intention: "Ich wollte einfach zeigen, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, sondern lediglich ein Umstand." Das ist ihr gelungen, selbst wenn sie dabei über zwei Meter unter ihrer Bestleistung (20,77 m) blieb. Logischerweise...

Die Total-Auszeit vom Hochleistungssport hat der 31-Jährigen jedenfalls gut getan - vor allem ihrem Körper: der ramponierten Schulter, den lädierten Knien, für die sie bereits mit ihrem Physiotherapeuten Aufbaumaßnahmen eingeleitet hat. Nebenbei legte Schwanitz noch die "Hochschulzugangsprüfung" ab, holte also ihr Abitur nach - ganze zwei Wochen vor der Entbindung (!!!).

Vergangene Woche stand die Ex-Neckarsulmerin dann das erste Mal wieder im Ring, hat mal "einfach so" gestoßen. Und wie war's? "Die Kugel lag in der Hand und am Hals, als wäre sie dort nie weg gewesen - aber die antrainierten Automatismen sind natürlich nicht da." Noch nicht.

Doch das wird sich schon bald ändern. Denn Schwanitz steigt im November wieder richtig ins Training ein. Einer perfekt abgestimmten familiären Kinderbetreuungslogistik sei es gedankt. Ihr großes Ziel 2018: "Ich will als erste deutsche Kugelstoßerin das EM-Titel-Triple schaffen - beim Europameisterschaftsheimspiel in Berlin." Und natürlich steht auch noch Tokio 2020 im Raum - schließlich fehlt in ihrer tollen Karriere bloß eine olympische Medaille.

Unter Druck wird sich die Sportsoldatin und Zweifach-Mutter deswegen aber garantiert nicht setzen. Hat sie ja auch noch nie gemacht. Wird schon klappen - wie auch das angestrebte Studium der "Sozialen Arbeit" und nach Abschluss dessen die Eröffnung ihres eigenen Knigge-Sportkindergartens in Dresden.

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