Höheres Preisgeld, mehr Hospitality

Diesen ATP-Widrigkeiten trotzt der Heilbronner Neckarcup

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Der Heilbronner Neckarcup ist das höchstdotierte Challenger Deutschlands.
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Heilbronn: Änderungen der ATP führen zu einem Challenger-Sterben im Tennis - dadurch ist der Neckarcup nun das höchstdotierte Turnier dieser Art in Deutschland.

Die ATP hat als Verband der Profispieler im Herrentennis 2019 zahlreiche Änderungen eingeführt. Zu Ungunsten der Veranstalter von Challenger-Turnieren: Gab es 2018 noch 160, sind bislang lediglich 107 angemeldet. Auch der Heilbronner Neckarcup bekommt das zu spüren.

Heilbronner Neckarcup: Höhere Kosten für Veranstalter

Statt 85.000 Euro Preisgeld müssen nun 92.040 ausgeschüttet werden. Da es keine Qualifikation mehr gibt und dafür das Hauptfeld von 32 auf 48 Spieler aufgestockt wurde, fällt Hospitality (Hotel und Verpflegung) für 16 Profis mehr an. Die Reduzierung von neun auf sieben Spieltage und dadurch fehlende Zuschauer-Einnahmen tun vielen Challengern außerdem weh.

Nicht aber dem Heilbronner Neckarcup, wie Turnierdirektor Metehan Cebeci erklärt. Denn: "Wir haben immer an den zwei Qualifikationstagen freien Eintritt gewährt." Das sind viele Punkte, bei denen Veranstalter sagen, sie machen das nicht mehr. Cebeci belegt das mit Zahlen: "In den höchsten drei Challenger-Klassen finden weltweit nur noch 23 Turniere statt." Und der Neckarcup ist dadurch mittlerweile das höchstdotierte Turnier in Deutschland.

Rudolf Molleker gewann den Heilbronner Neckarcup im vergangenen Jahr.

Heilbronner Neckarcup: Gesamtetat dank Partnern problemlos erhöht

Warum kann der Heilbronner Neckarcup das, was andere nicht mehr können? Tom Bucher, der zusammen mit Metehan Cebeci und dessen Frau Mine das Turnier organisiert, erklärt: "Dank unserer Partner, von denen wir mittlerweile 111 haben." Dadurch ist es möglich, den Gesamtetat von 325.000 auf 360.000 Euro anzuheben. Bucher: "Für diese Unterstützung bedanken wir uns." Und das diesjährige Turnier selbst verspricht auch wieder jede Menge Spitzentennis. Cebeci geht davon aus, "dass namhafte Spieler bei uns aufschlagen werden".

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