Extrem spannendes Derby

Eisbären gewinnen Eishockey-Krimi gegen den Tabellenführer

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Antrieb, Vorbereiter, Torschütze: Claudio Schreyer.
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Angepeitscht von zwei Fanklubs, wachsen die Eisbären Heilbronn gegen den Tabellenführer SC Bietigheim über sich hinaus.

Die erste Wochenend-Hürde in der Eishockey-Regionalliga Südwest haben die Eisbären Heilbronn am Samstagabend in Stuttgart genommen. Doch keine 24 Stunden später klopft ein anderes Kaliber an die Pforten der Kolbenschmidt-Arena: Tabellenführer SC Bietigheim. Wie lautet das Erfolgsrezept der Hausherren gegen die kleinen Steelers? Angreifer Vasilios Maras erklärt: "Es gibt keins. Wir müssen nur stark und konzentriert spielen, da weitermachen, wo wir gestern aufgehört haben." Der griechische Pitbull kann dazu leider nicht beitragen: Auf dem Weg zur Arena ist er in einen Auto-Unfall verwickelt... Seine Kollegen beherzigen jedoch seine Worte: 6:5-Sieg.

Im Gegensatz zur Stuttgart-Partie kann Trainer Heiko Vogler auf "einen tieferen Kader" zurückgreifen und vier Reihen aufbieten: "Das ist gut so, denn die, die das gestrige Spiel in den Knochen haben, werden nicht ganz so frisch sein." Von seiner Mannschaft fordert er trotz allem: "Wir müssen endlich vor heimischer Kulisse mal den Knoten platzen lassen und so auftreten wie in der Fremde." Um keinerlei Fan-Querelen mehr aufkommen zu lassen.

Eisbären Heilbronn: Stefano Rupp trifft nach 44 Sekunden

Stefano Rupp ist für die Eisbären DER Tor-Garant.

Los geht's. Mit Eisbären, die wie die Feuerwehr agieren: Claudio Schreyer mit einem Sahne-Pass auf Stefano Rupp - prompt ruppelt's im Bietigheimer Karton:1:0 nach 44 Sekunden (!!!). Doch genau 15 Sekunden kontert Bietigheim mittels Tim Heffner. Der Ausgleich. Doch die Hausherren legen nach: Sven Breiter mit einem so perfekten Pass, dass auf ihm sogar die Alpen-Überquerung binnen Sekunden möglich wäre - zack, Claudio Schreyer (3.). Danach dauert's etwas länger bis zur nächsten Kiste: Das 3:1 durch Daniel Steinke auf Rupp-Vorlage fällt erst in der 18. Spielminute... Aber das war's noch nicht: Rupp, Schreyer, Robin Platz - Tooor (20.). Mit einem 4:1 geht's in die erste Pause.

Robin Platz mit gaaanz starker Partie für die Eisbären Heilbronn

Bei Eisbär Robin Platz ist der Knoten geplatzt.

Es ist eine tolle Partie, angepeitscht von den beiden granatenstarken Eisbären-Fanklubs Old Skool und den wiederbelebten Tornados. Tja, Bietigheim scheint den Heilbronnern zu liegen, wie sie ja schon im ersten Aufeinandertreffen der Saison bewiesen haben. Kaum geschrieben, folgt jedoch die Antwort des Meisters: 2:4 durch Fabian Dolezel (24.), das 3:4 durch Mathias Vostarek (25.)… Doch Robin Platz reagiert. Und zwar so abgeklärt, dass er morgen ein Job-Angebot von der städtischen Abwasserbeseitigung erhalten dürfte: 5:3 (27.). Bietigheims Marcel Göttfert hält jedoch dagegen (37.). Nur noch 5:4. Was für ein Eishockey-Krimi!

Heiko Vogler hält an der Bande die Eisbären Heilbronn auf Kurs

Coach Heiko Vogler verkündet seinen Eisbären Heilbronn seine Reihen-Aufstellung.

Am Ende kackt die Ente - mit Heiko Voglers Lieblingsspruch geht's ins letzte Drittel. Die Bietigheimer beweisen, dass sie in der Tabelle nicht umsonst oben stehen. Und die Eisbären? Zeigen, dass sie JEDERZEIT mit JEDEM mithalten können. Zum Beweis netzt der überragende Claudio Schreyer erneut ein (49.): 6:4. Aber dann Penalty für die Steelers. Vostarek verwandelt (54.): nur noch 6:5. Doch das war's! Zum Schluss etwas fürs unnütze Wissen: Seitdem Annegret Kramp-Karrenbauer CDU-Bundesvorsitzende ist, sind die Eisbären unbesiegt...

Fotos vom Derby zwischen den Eisbären und den kleinen Steelers

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