Überragender Benjamin Brozicek lässt Worten Taten folgen

Bomber "Broze" rächt Eisbären für Heim-Schlappe

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Ein schööönes Bild: Igor Filobok jubelt.
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Er hat es angekündigt - und dann zündet Benjamin Brozicek auf Schwenninger Eis ein Eisbären-Feuerwerk, das seinesgleichen sucht.

Da ist 'ne Rechnung offen. Und das, obwohl die Saison der Eishockey-Regionalliga erst relativ jung ist. ABER: Ihre bislang einzige Niederlage (!!!) kassierten die Eisbären Heilbronn eben gegen diese fiesen Schwenninger. Auch noch daheim. Autsch und ein Unding! Eisbären-Stürmer Benjamin Brozicek sieht das genauso. Und "Broze" brennt auf Heilbronner Seite wie der "Betze" in Lautern: "Ich gehe mit vollem Einsatz ans Werk und versuche, dem Team durch Tore zu helfen." Damit ist er nicht allein. Offensivkollege Marc Oppenländer verkündet: "Wir sind hochmotiviert und wollen unbedingt gewinnen." Die Revanche glückt - mit 6:2.

Nach Schwenningen geht es am Sonntag allerdings ohne die drei Stammspieler John Kraiss, Milan Liebsch und Leontin Kreps. Trainer Sascha Bernhardt ist dennoch zuversichtlich: "Jetzt müssen eben andere in die Bresche springen, die sonst nicht soviel Eiszeit erhalten." Einem Mann auf des Gegners Seite zollt der Eisbären-Coach allerdings größten Respekt: Torwart-Titan Miro Hämynen. "Wenn er spielt, wird es für jeden Gegner schwer." DENN: Der Finne scheint acht Fangarme zu haben. Und mittels derer krakt er beinahe jeden Puck weg...

Was trauen Sie den Eisbären in dieser Saison zu?

Genug der Worte: Anpfiff! Zwei-Minuten-Strafe gegen Schwenningens Florian Hoppe. Überzahl Eisbären, doch nix passiert. Schlimmer noch: Hoppe kommt von der Sünderbank, nimmt Eisbären-Goalie Kevin Yeingst väterlich auf die Knie, hoppe, hoppe, Reiter - 1:0 für die Hausherren (6.). Doch die Schwenninger haben die Rechnung ohne Betze-"Broze" gemacht. Ein Tor so eiskalt, dass selbst Finne Hämynen die Fangarme einfrieren: 1:1 (13.). Johannes Stöhr stört sich prompt daran (15.) - alter Abstand wieder hergestellt. Es läuft bei den Eisbären momentan so rund wie für Volkswagen in den USA. Pause. Immerhin das!

Schon zu Schulzeiten hat uns das Zeug zwischen den Pausen gestört. Geändert hat sich daran leider wenig. Also geht's zwangsläufig weiter. Allerdings wird die Partie zunächst so schmutzig, dass man Sepp Blatter, Franz Beckenbauer und die VW-Bosse auf der Tribüne vermisst. Bis Eisbären-Spielertrainer Manuel Pfenning die Schnauze voll hat: 2:2 (33.), auf Vorlage von "Broze". Dann das 3:2 durch Patrick Luschenz (35.), wieder auf Vorlage von Bomber-"Broze". Unser Geschenktipp zu Weihnachten: das Vorlagenbuch zum Ausmalen von Brozicek - sofern es rechtzeitig erhältlich ist. Aber der Pfundskerl kann ja noch anders: 4:2 (40.). Jetzt wird Schwenningen an die Wand gebrozicekt!

Letztes Drittel: Tja, die Eisbären verwalten die 4:2-Führung. Sooo gut, dass sich mancher verbeamtete Rathausmitarbeiter davon durchaus mal eine Scheibe abschneiden könnte. Souverän! Und sogar das Eis huldigt fortan König "Broze" und wäre für sein 5:2 (43.) gerne aus Amarenakirsch. Luschenz schlotzt derweil mit am Triumph: 6:2 (47.). Diese Revanche ist mehr als geglückt. Jetzt wartet nur noch die Benjamin-Brozicek-Bettwäsche, die wir uns im letzten Drittel kurzerhand selbst geschneidert haben...

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