Powerplay zu keiner Zeit genutzt

Trotz Wagner-Festspielen: Eisbären Heilbronn kegeln sich gegen Hügelsheim selbst aus den Playoffs

+
Der überragende Aiden Wagner kann den Untergang der Eisbären Heilbronn nicht stoppen.
  • schließen

Mit der Schlappe in Hügelsheim sind die Eisbären Heilbronn raus aus den Playoff-Rängen der Eishockey-Regionalliga.

○ In Hügelsheim müssen die Eisbären Heilbronn unbedingt gewinnen.
○ Bei einer Niederlage ist der vierte Platz in der Eishockey-Regionalliga futsch.
○ Vasilios Maras kehrt nach seiner schweren Gehirnerschütterung aufs Eis zurück.

Es ist das letzte Auswärtsspiel für die HEC Eisbären Heilbronn in der Hauptrunde der Eishockey-Regionalliga Südwest. Aber eines, das es in sich hat. Denn am Samstagabend muss die Mannschaft von Trainer Pavol Jancovic zum direkt im Nacken sitzenden, punktgleichen Verfolger ESC Hügelsheim. Und DA muss ein Sieg her - sonst ist der vierte Platz futsch!  Jancovic spricht von einer "richtungsweisenden Partie im Kampf um die Playoffs". Er sagt aber auch: "Wir müssen defensiv hervorragend stehen und aus dieser kontrollierten Abwehr Nadelstiche nach vorne setzen." Das klappt bei der 2:6-Niederlage letztlich gar nicht.

Die Eisbären Heilbronn fahren mit Rückenwind nach Hügelsheim. Dem 3:10-Debakel beim Angstgegner EHC Zweibrücken haben sie acht Tage später gegen Meister Bietigheim ein wichtiges 2:1 nach Penaltyschießen folgen lassen. Balsam auf die geschundene Seele. ABER: Pavol Jancovic muss auf einige seiner Eisbären verzichten: "Wir können in Hügelsheim dennoch mit 15 Feldspielern und zwei Torhütern agieren." Dabei erstmals wieder im Kader: "Pitbull" Vasilios Maras, der nach seiner schweren Gehirnerschütterung wieder genesen ist.

Eisbären Heilbronn: Aiden Wagner reagiert auf brutales Hügelsheim-Foul mit dem Anschlusstreffer

Es ist eine verdammt wichtige Partie. Und so geht sie dann auch los: 26 Sekunden sind gespielt, da wuchtet Hügelsheims Jonathan Koch Daniel Brendle den Ellbogen brutal ins Gesicht. Der blutet immens - Koch erhält zurecht eine Spieldauerstrafe. Brendle muss jedoch umgehend ins Krankenhaus...Keine Werbung fürs Eishockey! Egal, die Eisbären Heilbronn vergeigen ihr Überzahlspiel. Mal wieder. Prompt folgt die Bestrafung in der 14. Spielminute durch Andreas Mauderer. Doch der Goldjunge der Eisbären richtet's wieder richtig: Aiden Wagner - 1:1 (16.). Allerdins folgt eine Unachtsamkeit - bumm: Simon Klemmer zum 2:1 für die Baden Rhinos (19.). Pause.

Daniel Brendle von den Eisbären Heilbronn muss nach einem Hügelsheimer Brutalo-Foul ins Krankenhaus.

Weiter geht's: mit Strafen über Strafen für die Baden Rhinos aus Hügelsheim - doch die Eisbären Heilbronn nutzen diese nicht Im Gegenteil: Sie kassieren auch noch das unnötige 1:3 durch Sascha Göth (40.). Wenn jetzt kein Wunder geschieht, war's das mit dem Playoff-Traum für die Eisbären Heilbronn... Yep, das war's mit dem 4:1 durch Noel Johnson (42.), auch wenn der überragende Wagner noch das 2:4 (44.) erzielt. Mit einem Doppelschlag von Graham Brulotte zerplatzt alles (56./57.).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare