Komische Klatsche in Eppelheim

Eisbären Heilbronn mit rabenschwarzem Jahresstart: Playoffs sind wieder in Gefahr

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Aiden Wagner trifft für die Eisbären Heilbronn - aber es reicht nicht gegen bissige Eppelheimer.
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Die Eisbären Heilbronn nutzen ihre Chancen wieder einmal nicht - und werden übelst von Eppelheim bestraft.

○ Eisbären Heilbronn müssen zum "Sechs-Punkte-Spiel" in Eppelheim ran.
○ Mit viel Rückenwind geht das Team von Pavol Jancovic ins neue Jahr.
○ Erstmals das Eisbären-Trikot trägt Neuzugang Artem Klein.

Erster 2020-Auftritt der HEC Eisbären Heilbronn am Sonntagabend in der Eishockey-Regionalliga Südwest. Und zwar gleich so einer, dass Trainer Pavol Jancovic von einem "Sechs-Punkte-Spiel" spricht. Denn bei den Artgenossen aus Eppelheim müssen die Eisbären Heilbronn unbedingt gewinnen. Um sich im Playoff-Kampf etwas Luft nach hinten zu verschaffen. Das gelingt bei der 2:6-Niederlage indes überhaupt nicht.

Die Devise der Eisbären Heilbronn lautet: das neue Jahre so anzufangen, wie das alte beendet wurde. Mit einem fulminanten Sieg - wie zuletzt beim 5:2- Triumph über den Tabellenführer EV Ravensburg. Zwei Eisbären-Spieler stehen dabei besonders im Mittelpunkt: Aiden Wagner, der erst Ende letzten Jahres klammheimlich VON Eppelheim NACH Heilbronn gewechselt ist, und Brandneuzugang Artem Klein. Über den Mittelstürmer sagt Pavol Jancovic: "Er wird uns enorm dabei helfen, dass wir uns weiterentwickeln." Doch nun hinein in die Sechs-Punkte-Partie!

Eisbären Heilbronn mit leichtem Übergewicht gegen Eppelheim im ersten Drittel

Die beginnt nickelig. Und mittendrin Artem Klein und Aiden Wagner. Beide kassieren zwei Minuten - wegen Beinstellens. Doch daraus entsteht kein Nachteil für die Eisbären Heilbronn, denn Eppelheim ist bezüglich der Strafen keinen Deut besser. Ebenso ausgeglichen ist die Partie spielerisch:  Sowohl Eppelheims Trainer John Kraiss als auch Pavol Jancovic haben ihre Mannschaft sehr gut eingestellt.

Die Eisbären Heilbronn sind heiß auf die Partie gegen die Artgenossen aus Eppelheim.

Das gaaanz leichte Übergewicht der Eisbären Heilbronn macht sich dennoch bemerkbar. Roy Labbé erzielt ein Tor, das allerdings wegen Abseitsstellung Aberkennung findet. Ein Wermutstropfen bleibt nach dem offiziell torlosen ersten Drittel dennoch: Sven Breiter hat einen Puck mit voller Wucht gegen die Hand bekommen. Und es ist ungewiss, ob das "Gehirn" der Eisbären Heilbronn weiterspielen kann. Immerhin: Gebrochen ist nach erster Diagnose keiner seiner Finger.

Eisbären Heilbronn kassieren vier Tore (!!!) im zweiten Drittel

Aber es gilt im Eishockey nach wie vor: Wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft. So auch die Eisbären Heilbronn: Roman Gottschalk (27.) und Marco Haas (29.) bringen Eppelheim aus dem Nichts mit 2:0 in Führung. Und das durchaus verdient. Jetzt müssen die zwei Reihen der Eisbären Heilbronn, die Pavol Jancovic als "bissig und mittlerweile gut bestückt" sieht, auch endlich mal zubeißen!

Doch das Gegenteil ist der Fall: Die hektisch wirkenden Eisbären Heilbronn ermöglichen den bissigen Artgenossen immer wieder Möglichkeiten. Und DIE nutzt Eppelheim eiskalt - mit einem erneuten Doppelschlag: Leon Rausch und Lukas Sawicki (33.) erhöhen auf 4:0. Wenigstens kann Aiden Wagner auf Vorlage von Artem Klein noch den Anschlusstreffer erzielen (38.). Mit diesem fast uneinholbarem Eppelheimer 4:1-Vorsprung geht es für die Eisbären Heilbronn in die zweite Pause. Ein rabenschwarzer Jahresstart droht - mit Zittern um die Playoffs...

Neuzugang Artem Klein erzielt ersten Treffer für die Eisbären Heilbronn

Das letzte Drittel wird nun ein offener Schlagabtausch - gekennzeichnet von Toren auf beiden Seiten: Leon Rausch erhöht für Eppelheim auf 5:1 (44.), bevor Artem Klein den ersten Treffer für seinen neuen Verein erzielen kann (46.). Aber was machen die Eisbären Heilbronn aus ihren Torchancen? Nicht viel. Aber da ist auch viel Pech dabei, denn "irgendwas Eppelheimerisches" verbaut immer den Weg zum Tor.

Zum Schluss kleinlich pfeifende Schiris, mangelnde Chancenauswertung, eiskalte Eisbären aus Eppelheim - und das 6:2 von Rausch (59.): Die Gründe für die Neujahrs-Niederlage der Eisbären Heilbronn sind mannigfaltig. Nach diesem 2:6 besteht jedoch Nachholbedarf - in einer Eishockey-Regionalliga Südwest, die so ausgeglichen ist wie nie zuvor.

Bildergalerie vom Familien-Heimspiel-Sonntag der Eisbären Heilbronn gegen Ravensburg

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