Schreyer, Breiter und Rupp reichen nicht

Trotz Schreyer-Feier in Eppelheim: Eisbären Heilbronn ohne Dreier

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Heiko Voglers Kopf auf dem Eis: der glänzend aufgelegte Christian Schreyer.
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Eisbären Eppelheim gewinnen zum Jahresabschluss geniale Torreich-Partie gegen den HEC Eisbären Heilbronn.

Eishockey-Showdown einen Tag vor Heiligabend! Die Regionalliga-Partie zwischen den Eisbären Eppelheim und dem HEC Eisbären Heilbronn ist alles andere als eine besinnliche. Zum einen brauchen beide Teams einen Dreier, um an den Playoff-Plätzen dranzubleiben - oder sie zu erklimmen. Und dann ist da auch noch auf Heilbronner Seite das Wiedersehen mit dem vor kurzem nach Eppelheim gewechselten John Kraiss. Der verspricht, gegen seinen alten Klub "100 Prozent zu geben". Kraiss: "Auf dem Eis hast  du keine Freunde - nur davor und danach." Den heißen 8:6-Tanz für Eppelheim entscheidet letztlich ER.

Heilbronns Coach Heiko Vogler geht mit einem "Kontinuitätsproblem" in die Begegnung in Eppelheim. Schließlich glichen seine Bären zuletzt einer Wundertüte: hui gegen den SC Bietigheim, kurz darauf pfui gegen den EV Ravensburg. Seine Forderung deshalb: "Wir müssen uns unbedingt auf unser Spiel konzentrieren und dürfen uns nicht das des Gegners aufdrängen lassen." Immerhin kann er drei Reihen aufbieten. Und mit Stefano Rupp einen Torjäger, der trotz eines gerade erst beendeten Florida-Urlaubs "Vollgas" als Devise ausgibt. Doch nun hinein in den Vierten-Advents-Kracher, diesen Kampf der Artgenossen!

Sven Breiter erzielt ersten Treffer für die Eisbären Heilbronn

Für die Eisbären Heilbronn Gold wert: Sven Breiter.

Es geht gut los. Für Eppelheim allerdings: Als Leontin Kreps die letzten Sekunden seiner Strafzeit absitzt, klingelt's im Heilbronner Gehäuse - dank Lukas Sawicki (5.). Keeper Nils Scheider wirkt dabei übrigens so chancenlos wie ein besorgter US-Bürger im Kampf gegen die Waffenlobby. Doch die Sahne-Reihe kontert prompt: Claudio Schreyer auf Sven Breiter : 1:1 (6.). Jedoch ist Eppelheim pünktlich zur Weihnachtszeit in Geber-Laune: Marc Bruns mit einem "Geschenk", das sich für den HEC wie selbstgestrickte Socken anfühlt: 2:1 (8.). Die Antwort darauf als schlichte Aufzählung: Martin Williams, Rupp, Schreyer, kawumm, Ausgleich, erneut, 2:2, (12.), Pause.

Eisbären Heilbronn: Stefano Rupp voll auf der Höhe trotz Jetlag-Gefahr

Stefano Rupp straft all jene Lügen, die ihm nach seinem USA-Urlaub einen Durchhänger prophezeit haben.

Das zweite Drittel startet mit dem Mann, den Heiko Vogler als "Prachtexemplar" bezeichnet: Claudio Schreyer schießt Heilbronn zur erstmaligen Führung (21.). Nur währt die kurz: Marco Haas gleicht zum 3:3 aus (22.). Es folgt die Entfesselung, ein Anti-Bondage-Thriller. In den Hauptrollen: Stefano Rupp (25.) und Robin Platz (28.). Beste Nebenrolle: Felix Kollmar als DER Vorbereiter: 5:3 für den HEC. Marco Jacobaschke (34.) verkürzt allerdings, René Sauer verkürzt noch mehr (35.), Eric Artman liliputisiert Heilbronn (39.): 6:5 für Eppelheim. Ein Spiel, so spannend wie Stretchjeans nach Weihnachten...

Der Eppelheimer John Kraiss erlegt letztlich seine Eisbären Heilbronn

Letztes Drittel: Der überragende Schreyer passt auf seinen kongenialen Partner Rupp - und der macht das Ding: 6:6 (46.). Dieses Spiel ist ein perfektes, um es schnell noch einzupacken und seinen Liebsten morgen zu schenken. Ein Gewinn für die Eishockey-Regionalliga Südwest - egal, wie es ausgeht! Der besondere Höhepunkt: Es ist John Kraiss vorbehalten, die Partie mit seinem 7:6 zu entscheiden, bevor sein Teamkollege Dominik Deurig (60.) noch zum 8:6-Endstand einnetzen darf.

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