Auch Heilbronn Reds betroffen

Coronavirus: Verband sagt alle Basketball-Spiele in BaWü bis auf Weiteres ab

Auch die Heilbronn Reds sind von der Coronavirus-Maßnahme betroffen.
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Auch die Heilbronn Reds sind von der Coronavirus-Maßnahme betroffen.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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  • Tobias Becker
    Tobias Becker
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Im Sport in Baden-Württemberg ist das Coronavirus ein Thema - auch in Heilbronn.

• Kein Basketball in ganz Baden-Württemberg.
• Fightarena Heilbronn wird wegen Coronavirus verschoben.
• Profi-Boxer Slawa Spomer lässt der Coronavirus kalt.

Alle Basketball-Spiele in Baden-Württemberg abgesagt

Update vom 13. März: Der Basketballverband Baden-Württemberg (BBW) hat wegen des Coronavirus alle Maßnahmen, Tagungen, Lehrgänge und Sitzungen bis auf Weiteres abgesagt. Insbesondere der Spielbetrieb in sämtlichen Wettbewerben und Ligen des BBW wird ausgesetzt. In einer Stellungnahme schreibt BBW-Präsident Joachim Spägele: "Diese Regelung gilt für alle Ligen des BBW inklusive den Bezirken. Den baden-württembergischen Basketballvereinen wird empfohlen, auch den Trainingsbetrieb vorerst auszusetzen, um die sozialen Kontakte im Basketball zu minimieren."

Damit ist auch das Oberliga-Heimspiel der Heilbronn Reds am Sonntag gegen Ulm abgesagt. Matthias Götz, Vorsitzender der Reds, wurde über diese Maßnahme bereits am Mittwoch von den MHP Riesen Ludwigsburg informiert. Er ist der Meinung, dass es bei Absagen nicht bleiben wird: "Ich gehe davon aus, dass die Basketballsaison damit für alle beendet ist."

Wegen Coronavirus-Angst: Fightarena Heilbronn wird nicht im Juni stattfinden

Update vom 12. März: Die Fightarena in Heilbronn wird NICHT am 6. Juni stattfinden. Das teilt Veranstalter Vedran Krco gegenüber echo24.de mit. Grund für die frühe Absage: die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Krco erklärt: "Die Menschen sind derzeit so sehr verunsichert, dass es uns unmöglich ist, den Kartenvorverkauf voranzutreiben." Die Konsequenz für ihn: Reißleine ziehen. Bei der Fightarena Heilbronn in der Kolbenschmidt-Arena hätten erstmals alle Kämpfe im Käfig stattgefunden.

Doch aufgehoben soll in diesem Fall nur aufgeschoben sein. Denn Vedran Krco plant, die größte Kampfsportveranstaltung der Region Heilbronn einfach in den Herbst oder Winter 2020 zu verlegen - wenn die Angst vor dem Coronavirus abgeebbt ist. Da in der Kolbenschmidt-Arena dann Eiszeit herrscht, ist Krco derzeit auf der Suche nach einer anderen Location für seine Fightarena Heilbronn: "Wir stehen deswegen schon in Verhandlungen."

Im deutschen Eishockey wurde bereits zuvor der gesamte Ligen-Betrieb wegen des Coronavirus eingestellt. Die Heilbronner Falken in der DEL2 und die HEC Eisbären Heilbronn in der Eishockey-Regionalliga Südwest (RLSW) trifft das besonders hart.

Coronavirus: Das sagt der Heilbronner Profi-Boxer Slawa Spomer dazu!

Update vom 3. März: Der Heilbronner Slawa Spomer hat einen Job, in dem er täglich kämpft. Er ist Profi-Boxer, steht dort mit schlagkräftigen Typen im Ring und ist bislang noch ungeschlagen. Aber: Der harte Kerl im Ring ist privat Familienvater und Mensch - nicht mehr der knallharte Boxer. echo24.de hat bei Spomer nachgefragt, wie er mit dem Coronavirus umgeht. Spomer ehrlich: "Das lässt mich kalt und juckt mich leider Gottes kein bisschen." 

Keine Panik, keine Angst - warum auch? Spomer erinnert sich an die Vogelgrippe und Co: "Die haben sich auch ausgebreitet. Aber essterben mehr Menschen an Hunger als am Coronavirus." Dennoch achtet der Heilbronner Profi-Boxer darauf, die Hygiene einzuhalten. Spomer: "Ich wasche nach wie vor gründlich und so oft es geht meine Hände." Ein Hinweis, den auch das Robert Koch Instituts (RKI) gegeben hat. Spomer bleibt cool - und vielleicht ist das sogar der wertvollste Tipp!

Auch beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart bleibt man gelassen beim Thema Coronavirus. Vor dem Liga-Kracher am Montag (9.März, 20.30 Uhr) gab der Verein entsprechende Maßnahmen bekannt. Zudem sei man "im ständigen Austausch mit den Behörde".

Coronavirus im Sport: Auch DTM betroffen

Inzwischen ist auch die Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) vom Coronavirus betroffen. Ursprünglich wollte die Rennserie vom 16. bis 18. März in Monza testen. Aber: Jetzt die Wende! Wegen des Coronavirus wurden die Testfahrten nun auf den Hockenheimring verlegt. 

"Es wird immer offensichtlicher, dass die Ausbreitung und Eindämmung des Coronavirus das öffentliche Leben auf traurige und vielfältige Weise beeinträchtigt", zitiert ran.de den ITR-Geschäftsführer Marcel Mohaupt. Den ausführlichen Bericht gibt es bei echo24.de hier.

Coronavirus im Sport: MTV Stuttgart im Champions League-Viertelfinale gegen Italiener

Update vom 2. März: Auch im Sport ist das Coronavirus inzwischen angekommen. Jedes Event im Profi-Sport bringt eine Zuschauermenge mit sich, in der das Infektionsrisiko gesteigert wird. Besonders große Sorgen machen sich die Stuttgarter Volleyballerinnen. MTV Stuttgart steht kurz vor den Spielen des Viertelfinales der Champions League. Der Gegner: Imoco Conegliano -ein italienischer Verein

Das Team ist im Damen-Volleyball für Stuttgart nahezu unschlagbar, WENN Hin- und Rückspiel denn stattfinden. Denn Conegliano liegt nördlich von Venedig und mitten im Gebiet, das vom Coronavirus besonders stark betroffen ist. Das Hinspiel gegen den favorisierten Weltpokalsieger in Stuttgart ist für den kommenden Mittwoch (19.00 Uhr) geplant. Das Rückspiel in Italien soll am 10. März stattfinden. MTV-Geschäftsführer Aurel Irion sagte gegenüber der "Stuttgarter Zeitung": "In dieser Hinsicht machen wir uns sicher Sorgen."

Die Volleyballerinnen aus Stuttgart wollen Klarheit und Sicherheit, haben deshalb auch beim europäischen Verband CEV nachgefragt. In einer Klubmitteilung heißt es, der Verband habe entschieden, dass das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League in Italien vor leeren Rängen und somit ohne Zuschauerbeteiligung durchgeführt werden wird. Das Hinspiel in Stuttgart wird unter besonderen Hygienebedingungen ausgetragen, aber es gilt: "Eine kurzfristige Veränderung der Sachlage durch eine ungünstige Entwicklung der Infektionswelle mit dem Corona-Virus in Deutschland ist jedoch jederzeit möglich." 

Volleyball-Nationalspielerin Gertiees spielt in Italien - und spricht über Bedingungen vor Ort

Geäußert hat sich auch Volleyball-Nationalspielerin Jennifer Geerties, die für die Italiener spielt und auch dort lebt. Sie rechnet trotz des Coronavirus nicht mit einer Absage des Champions-League-Spiels ihres italienischen Clubs Imoco Conegliano beim Allianz MTV Stuttgart. Gertiees gegenüber "Bild": "Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass wir in Stuttgart spielen." 

Auch zu den Bedingungen vor Ort in Italien erzählte Gertiees etwas: "Mal trainieren wir, mal nicht." Die Sauberkeit der Hallen bemängelte die Nationalspielerin: "Der sanitäre Standard fehlt oft." Am Ende bleibt allen Parteien nur eins übrig - Irion: "Wir müssen abwarten, möglicherweise werden ja auch noch die Grenzen geschlossen." Spätestens am Mittwoch wissen die Volleyballer des MTV Stuttgart mehr. 

Coronavirus im Sport: Kein Angst beim VfB Stuttgart, Fußball-Spiel abgesagt

Die Angst vor dem Coronavirus ist groß in Baden-Württemberg. 20 bestätigte Fälle (Stand, 02. März um 08.00 Uhr) sind es bislang - Tendenz steigend. In Heilbronn gibt es inzwischen zwei bestätigte Fälle. Auch im Sport macht sich das Coronavirus bemerkbar. Zwar gibt es bislang noch keinen bekannten Fall eines Sportlers in Baden-Württemberg, aber: Jedes Profi-Event ist eine Großveranstaltung und die Sportler kommen viel rum. Kein Wunder also, dass vor allem an diesem Wochenende bei verschiedenen Top-Teams aus Baden-Württemberg die Frage nach dem Coronavirus aufploppte. 

Beim VfB Stuttgart sieht man es noch locker. Trainer Pellegrino Matarazzo sagte am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Greuther Fürth, dass es im Team das ein oder andere Späßchen dazu gibt. Aber: Der VfB Stuttgart unterschätzt das Thema nicht. Matarazzo ernst: "Unsere Ärzte haben das auf dem Schirm. Aktuell gibt es noch keine Maßnahmen bei uns." Ob Spielabsagen wegen des Coronavirus' sinnvoll sind, konnte Matarazzo noch nicht sagen. "Wenn die Maßnahme ergriffen wird, muss ich mir Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll ist oder nicht", so Matarazzo. 

Inziwschen stellt sich aber die Frage, regaiert der Fußball richtig...oder:Darf der Fußball in der Corona-Krise so arrogant sein?

Kreisliga-Fußball: Spiel in Südbaden wegen Coronavirus abgesagt

Der Südbadische Fußballverband hatte ein Spiel der Kreisliga A Freiburg abgesagt. Die Partei zwischen dem FC Sexau und dem SV Breisach wurde am Sonntag nicht ausgetragen, da zwei Spieler des FC Sexau in einem Freiburger Unternehmen tätig seien, in dem Medienberichten zufolge infizierte Patienten arbeiten sollen. Auch wurde aufgerufen, auf das übliche Händeschütteln bei Spielen zu verzichten. Eine Schutzmaßnahme gegen das Coronavirus