Nach umstrittenem Punkte-Abzug gegen den ASV Mainz

So reagiert Frank Stäbler auf die Bestrafung seiner Red Devils am Grünen Tisch

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Im Hinkampf hat Frank Stäbler seinem Mainzer Gegner Ruhullah Gürler nicht den Hauch einer Chance gelassen.
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Frank Stäbler will mit den Red Devils Heilbronn gegen den ASV Mainz ins Halbfinale der Ringer-Bundesliga einziehen.

○ Der Deutsche Ringer-Bund bestraft die Red Devils Heilbronn.
○ Statt mit einem 22:8 gehen die Teufel mit einem 18:12 in den Rückkampf.
○ Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler will "verdient" ins Halbfinale einziehen.

Update vom 3. Januar: Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) hat den Red Devils Heilbronn den Schultersieg ihres Ringers Hammet Rüstem gegen den ASV Mainz am Grünen Tisch aberkannt. Damit geht die Mannschaft von Cheftrainer Patric Nuding am Samstagabend mit einem 18:12 statt eines 22:8 in den Playoff-Viertelfinal-Rückkampf der Ringer-Bundesliga. Auf jeden Fall mit an Bord: Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler. Und das 30-jährige Flagschiff der Red Devils Heilbronn nimmt die Entscheidung sportlich.

Gegenüber echo24.de sagt der Ausnahmeringer Frank Stäbler zum DRB-Urteil: "Dazu kann ich nicht viel sagen, weil ich nicht weiß, was im Hintergrund gelaufen ist und bei sowas auch immer viel Bürokratie und Politik dahinter steckt." Anders sieht es damit aus, was die Leistung der Red Devils Heilbronn auf der Matte angehen wird: "Auf solche Vorkommnisse muss ein Team immer sportlich reagieren. Wir werden jetzt in Mainz erst recht zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind und verdient ins große Halbfinale einziehen."

Red Devils Heilbronn legen Einspruch ein und schwören sportliche Rache

Update vom 2. Januar, 21 Uhr: Die Red Devils Heilbronn haben umgehend Einspruch gegen das Urteil des Deutschen Ringer-Bunds (DRB) eingelegt. Auch wenn es als unumstößlich gilt. Jürgen Koch, Organisationsleiter der Red Devils Heilbronn, erklärt: "Die Entscheidung des DRB ist mehr als fragwürdig! Um ein Zeichen dagegen zu setzen, mussten wir reagieren, auch wenn es sinnlos erscheint." ABER: "Wir werden letztlich eine sportliche Antwort geben!"

Hintergrund: Beim Heimkampf im Playoff-Viertelfinale der Ringer-Bundesliga holte Hammet Rüstem für die Red Devils Heilbronn per Schultersieg vier Punkte gegen den ASV Mainz. Die sind nun weg und werden den Mainzern angerechnet. Obwohl die Hautrötung an seinem linken Oberarm nach Rücksprache mit Mannschaftsarzt Dr. Leo Theilacker vom DRB-Kampfgericht als "unbedenklich" eingestuft wurde.

Fehlendes Attest wird Ringer von den Red Devils Heilbronn zum Verhängnis

Allerdings gilt laut Richtlinien: „Ringer, die sichtbare oder akute Hautveränderungen haben, müssen vom Kampfrichter an der Waage abgewiesen werden, wenn sie kein fachärztliches Attest vorlegen, aus dem hervorgeht, dass keine ansteckende Hauterkrankung vorliegt.“ Dieses Attest fehlt Rüstem. Und gibt dem ASV Mainz Futter. Denn die vier Punkte kassieren die Gäste am Gründen DRB-Tisch.

Hammet Rüstem (links) verliert nach seinem überragenden Schultersieg für die Red Devils Heilbronn auf dem Papier.

Trotz der gestrichenen Punkte: Red Devils Heilbronn gelten als Favorit

Statt mit einem 22:8 geht es damit am Samstag (19.30 Uhr) für die Red Devils Heilbronn "bloß" mit einem 18:12 in den Rückkampf in Mainz. Dass trotz des geschrumpften Vorsprungs dem Einzug ins Halbfinale nichts im Wege stehen dürfte, macht "Darknight" im Forum "Ringertreff" deutlich. Indem er schreibt: "So bekommen sie (die Mainzer) wenigstens ein paar Zuschauer wieder zurück. Aber jedem ist klar, dass sie mit keiner Aufstellung einen Sieg zum Weiterkommen einfahren können. Dafür sind die Siege in den Einzelkämpfen zu sicher für Heilbronn."

Bestrafung am Grünen Tisch: Chef der Red Devils spricht von einer DRB-Farce

Erstmeldung vom 2. Januar, 9.30 Uhr: Mit 22:8 haben die Red Devils Heilbronn ihren Heimkampf im Playoff-Viertelfinale der Ringer-Bundesliga am vergangenen Samstagabend gegen den ASV Mainz gewonnen. Aber mit diesem Ergebnis nur auf der Matte. Denn auf dem Papier steht plötzlich bloß noch ein 18:12 für die Red Devils Heilbronn. Und der fast schon sichere Einzug ins Halbfinale ist jetzt ganz und gar nicht mehr so sicher... Doch was ist passiert, dass eine 14-Punkte-Führung auf einen lapidaren Sechs-Punkte-Vorsprung zusammenschmilzt?

Schuld daran soll Hammet Rüstem sein. Der Ringer der Red Devils Heilbronn hatte in der 61-Kilo-Greco-Klasse seinen Gegner Mainzer Gegner Dogus Ayazci nach nur 2:36 Minuten geschultertund vier Punkte kassiert. Doch die sind nun futsch - nach dem stattgegebenen Einspruch der Mainzer. 4:0-Sieg für Ayazci am Grünen Tisch. Neues Ergebnis: 18:12 für die Red Devils Heilbronn. Begründung des Deutschen Ringer-Bundes (DRB): "Der Sportler Hammet Rüstem hätte von der Waage wegen Hautveränderung abgewiesen werden müssen."

Red Devils Heilbronn: Schultersieger Rüstem wird trotz DRB-Kampffreigabe bestraft

Fakt ist, wenn ein Athlet den sogenannten Ringerpilz beim Wiegen aufweist, darf er nicht auf die Matte. Der Kampf wird mit 0:4 gegen ihn gewertet. ALLERDINGS monieren weder Mattenpräsident Karl Peter Schmitt noch Kampfrichter Petar Stefanov und Punktrichterin Maria Anselm die auffällige Stelle an Rüstems Rücken. Auch Red-Devils-Mannschaftsarzt Dr. Leo Theilacker, der zugleich in der DRB-Ärztekommission sitzt, erkennt in der Hautauffälligkeit keine Ansteckungsgefahr. Der DRB sieht das anders...

Chef der Red Devils Heilbronn sprich von Willkür des Deutschen Ringer-Bundes

Für Jens Petzold, Chef der Red Devils Heilbronn, ist das ganze ein "Farce" und "einfach nur lächerlich": "Die eigenen Kampfrichter haben Fehler gemacht, aber das wird kaschiert - es ist eine willkürliche Entscheidung des DRB und ein generelles Problem des Verbandes!" Die bittere Pille schluckt Petzold und kündigt kämpferisch an: "Wir lösen das jetzt an diesem Samstagabend in Mainz auf dem sportlichen Weg." Mit Kampfschweinen à la Christian Fetzer sollte der Halbfinal-Einzug jetzt erst recht gelingen!

Bildergalerie vom Viertelfinal-Heimkampf der Red Devils gegen den ASV Mainz

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