Fünfter großer Titel

EM-Finale: Frank Stäbler gewinnt die Goldmedaille in Rom

Frank Stäbler hat die Goldmedaille bei der Ringer-Europameisterschaft in Rom gewonnen.
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Frank Stäbler hat die Goldmedaille bei der Ringer-Europameisterschaft in Rom gewonnen.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Weltmeister Frank Stäbler hat bei seiner letzten EM-Teilnahme die Goldmedaille gewonnen. Dabei war die Europameisterschaft in Rom nur ein Test für Olympia 2020 in Tokio.

  • Frank Stäbler beeindruckt bei seiner letzten Ringer-EM.
  • Im Finale gewinnt er gegen den Georgier Iuri Lomadze.
  • Hervorragende Vorstellung vor Olympia in Tokio.

Frank Stäbler ist Europameister: Goldmedaille bei der EM in Rom!

Update 12. Februar: Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler hat bei den letzten Europameisterschaften seiner Karriere noch einmal Gold gewonnen. Der Ringer entschied am Mittwochabend in Rom das Finale in der Gewichtsklasse Griechisch-Römisch bis 72 Kilogramm gegen den Georgier Iuri Lomadze für sich. 

Nach drei WM-Erfolgen und bereits einmal EM-Gold feierte der 30-Jährige den fünften großen Titel seiner Laufbahn. Dabei war die EM in Italien nur Teil von Stäblers Vorbereitung auf Olympia. Nach den Sommerspielen in Tokio, bei denen das Mentalitätsmonster Stäbler in der Klasse bis 67 Kilogramm antreten muss, beendet der beste deutsche Mattenkämpfer die internationale Karriere.

Frank Stäbler ringt morgen bei der EM um die Goldmedaille 

Update vom 11. Februar, 17.25 Uhr: Im Halbfinale der Ringer-EM in Rom wartet ein anderes Kaliber auf Frank Stäbler. Gegen den Russen Adam Kurak, Europameister 2014 und 2018 sowie WM-Dritter 2015, ist der Dreifach-Weltmeister definitiv mehr gefordert als in den beiden Runden zuvor. Und Stäbler hat wirklich seine liebe Mühe gegen Kurak, geht mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. Doch der 30-jährige Musberger ringt clever, gleicht aus und dreht den Russen drei Mal (!!!). Erneut Überlegenheitssieg - und Finale. Dort kämpft Frank Stäbler morgen Abend gegen den Georgier Iuri Lomadze um die Goldmedaille.

Ringer-EM: Frank Stäbler zieht mit Leichtigkeit ins Halbfinale ein

Update vom 11. Februar, 15.20 Uhr: Wie ein Wirbelwind fegt Frank Stäbler durch die letzte Ringer-EM seiner Karriere. Nach Anatolie Popov bekommt der Aserbaidschaner Ulvu Ganizade im Viertelfinale der Greco-Klasse bis 72 Kilo die Dominanz des "Herrn der Ringer" von den Red Devils Heilbronn zu spüren. Und fast das gleiche Bild wie im Achtelfinale: Stäbler holt den ersten Punkt, sein Gegner muss in Bodenlage. Ein gefundenes Fressen für den 30-jährigen Dreifach-Weltmeister, der weiter punktet. Um nach 3:40 Minuten erneut als Überlegenheitssieger die Matte zu verlassen. Kräfteschonend fürs Halbfinale, wo am Nachmittag der Russe Adam Kurak wartet...

Frank Stäbler zieht mühelos ins Viertelfinale der Ringer-EM ein

Update vom 11. Februar, 14 Uhr: Frank Stäbler feiert einen gelungenen Einstand in die letzte Ringer-EM seiner Karriere. Im Achtelfinale der Greco-Klasse bis 72 Kilo lässt der 30-jährige Dreifach-Weltmeister dem Moldawier Anatolie Popov nicht den Hauch einer Chance. Nach kurzem Abtasten erzielt Stäbler schnell die 1:0-Führung, die er bis zur Halbzeit auf 5:0 ausbaut. Popov findet auch danach keine Mittel gegen den Überringer aus Musberg. Nach 4:06 Minuten ist der ungleiche Kampf beendet. Stäbler siegt durch technische Überlegenheit und trifft im Viertelfinale auf den Aserbaidschaner Ulvu Ganizade.

Letzte Ringer-EM seiner Karriere: Frank Stäbler hat ein bestimmtes Bild vor Augen

Erstmeldung vom 6. Februar: Bislang haben sie ihm nie richtig in den Jahresplan gepasst. Deshalb ist die Bilanz von Frank Stäbler bei Ringer-Europameisterschaften eine "nicht so erfolgreiche": Europameister 2012 sowie Dritter 2014 und 2015. Der 30-Jährige erklärt: "Olympische Spiele und Weltmeisterschaften hatten stets Vorrang für mich, waren im Gegensatz zu Europameisterschaften meine Saisonhöhepunkte." Doch in diesem Jahr ist das trotz Olympia 2020 in Tokio anders beim Dreifach-Weltmeister.

Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler hat sich in seinem "Worldcamp" auf die Ringer-EM vorbereitet.

Der Grund: Frank Stäbler beendet in diesem Jahr seine internationale Karriere. Und zwar nach Olympia 2020 in Tokio, wo er in der Gewichtsklasse bis 67 Kilo die Goldmedaille gewinnen will. Da allerdings der Abstand zwischen den Bundesliga-Kämpfen mit den Red Devils Heilbronn (am 4. Januar ausgeschieden) und Olympia (Finale am 5. August) ohne einen harten Wettkampf zu groß ist, hat sich der Ausnahme-Ringer für eine EM-Teilnahme in Rom entschieden. Stäbler: "Das hilft mir, mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren - und außerdem ist Rom die Geburtsstätte der Gladiatoren."

Frank Stäbler startet bei der Ringer-EM in der Gewichtsklasse bis 72 Kilo

Momentan wiegt Frank Stäbler 75 Kilo und steht nach eigener Aussage "gut im Saft", wie er in seinem neuen "Worldcamp" in Musberg erklärt. Da er bei der EM in der nicht-olympischen Greco-Gewichtsklasse bis 72 Kilo auf die Matte geht, muss er bis zum Dienstag nur drei Kilo abnehmen. "Und das ist fast nichts für einen Ringer. Aber welche Chancen rechnet sich Stäbler überhaupt bei seiner letzten EM aus?

Einfach wird es ihm zufolge definitiv nicht. Denn in der 72-Kilo-Klasse tummelt sich bei der EM alles, was Rang und Namen hat. Dennoch hat das "Kopfmonster" etwas vor Augen, das dann am Donnerstag fotografisch festgehalten werden soll: "Ich möchte ein Bild, wie ich vor dem Kolosseum in Rom stehe - mit einem Lächeln." Und wer Frank Stäbler kennt, weiß, dass es dazu einer Medaille um den Hals bedarf. Am besten der aus Gold.

Bilder: So sieht es im Hühnerstall-Worldcamp von Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler aus

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