Trotz Rückschlägen immer weitergekampft

So macht Ausnahme-Ringer Frank Stäbler den Menschen in der Corona-Krise Mut

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Coronavirus-Krise: In einem Instagram-Video erzählt Mentalitätsmonster Frank Stäbler vom Umgang mit eigenen Rückschlägen - und macht Mut.

  • Ringer Frank Stäbler hat trotz zig Rückschlägen nie den Mut verloren.
  • Mit einem Video macht der Dreifach-Weltmeister in der Corona-Krise Mut.
  • Nicht umsonst gilt der Ausnahme-Ringer als Mentalitätsmonster.

Ausnahmeringer Frank Stäbler ist ein absolutes Mentalitätsmonster. Das hat der Dreifach-Weltmeister und Doppel-Europameister auf der Matte schon häufig bewiesen, wie seine stattliche Titelsammlung beweist. Sportlich das beste Beispiel dafür ist aber nicht einer seiner ganz großen Triumphe, sondern sein Auftritt bei der WM 2019 in Kasachstan.

Um sich für Olympia in Tokio zu qualifizieren, muss Frank Stäbler bei dieser WM in der Greco-Gewichtsklasse bis 67 Kilo ran. Und für eine Qualifikation zumindest Fünfter werden. Eine Mammutaufgabe für den Musberger, der ein Wohlfühlgewicht von 75 Kilogramm hat. Völlig entwässert verliert er im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Ismael Borrero Molina aus Kuba. Doch dann kommt's...

Frank Stäbler bei der Ringer-WM 2019: Gefallen, aber wiedergekommen

Über die Hoffnungsrunde quält sich Frank Stäbler von Sieg zu Sieg - und gewinnt schließlich das kleine Finale um WM-Bronze. In einem anschließenden SWR-Interview sagt der 30-Jährige, der bislang drei Saisons für die Red Devils Heilbronn in der Bundesliga gerungen hat: "Ich wollte allen beweisen, dass ich wiederkomme - auch wenn ich gefallen bin."

Ausnahme-Ringer Frank Stäbler ist ein Mentalitätsmonster.

Abseits der Matte bringt Ausnahmeringer und TV-Rampensau Frank Stäbler ebenfalls nichts so leicht aus der Ruhe. Als wegen der Coronavirus-Pandemie die endgültige Verschiebung von Olympia in Tokio auf 2021 beschlossen wird, spricht Stäbler zwar kurz von einem "Schlag ins Gesicht, weil mein ganzes Leben auf Olympia 2020 ausgerichtet war", fängt sich aber umgehend wieder: "Ich versuche jetzt, noch ein Jahr das Level zu halten, ohne meinen Körper kaputt zu machen."

Ringer-Weltmeister Frank Stäbler macht Menschen in der Corona-Krise Mut

Das Mentalitätsmonster ist aber auch ein Mutmacher, wie Frank Stäbler in einem Video auf Instagram unter Beweis stellt. Darin wendet sich der amtierende Europameister an die Menschen, die aufgrund der Coronavirus-Krise pessimistisch eingestellt sind. An sie gerichtet sagt er: "Ihr habt jetzt eine riesige Chance, aus der Krise gestärkt hervorzugehen, wenn ihr zu euch selbst findet und euch neu ausrichtet." DENN: "Der, der sät, wird irgendwann auch immer ernten."

In der Folge nennt Frank Stäbler zwei Beispiele dafür aus seinem eigenen Leben. Da ist zum einen der Musberger Ringerstreit, zu dem er sich öffentlich nicht mehr äußern möchte. Als ihm deswegen eine vernünftige Olympia-Vorbereitung nicht mehr möglich ist, sät Stäbler. Indem er in "harter Arbeit" zusammen mit seinem Team binnen eines Dreivierteljahres auf dem elterlichen Hof in einem ehemaligen Hühnerstall sein "Worldcamp" baut. Die Ernte: "Ich bin nun fast der einzige Athlet in Deutschland, der trotz Corona-Verordnung uneingeschränkt trainieren kann."

Frank Stäbler: Trotz vieler Rückschläge immer weitergekämpft

Die andere Sache ist die mit dem Bauplatz. Um den kämpft Frank Stäbler für sich und seine kleine Familie schon seit fünf Jahren: "Immer wenn ich ganz dicht dran war, habe ich Rückschläge erlitten - aufgegeben habe ich trotzdem nicht." Mit Erfolg: "Einen Tag vor der Bekanntgabe der Olympia-Verschiebung habe ich die Nachricht erhalten, dass ich bauen darf." Sein Rat deshalb: "Bleibt dran, auch wenn es schwerfällt!"

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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