Nervenstark

Haraldsdóttir sichert Sport-Union wichtigen Sieg im Abstiegskampf

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Birna Berg Haraldsdóttir sorgte dafür, dass die Sport-Union wieder lächeln kann.
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Die Isländerin ist in der entscheidenden Situation vom Punkt eiskalt. 

In den beiden vergangenen Heimspielen musste sich die Neckarsulmer Sport-Union in der Handball Bundesliga Frauen unglücklich geschlagen geben. Gegen die HSG Bad Wildungen Vipers hat diesmal allerdings die NSU das glücklichere Ende für sich und feiert nach einer dramatischen Schlussphase durch einen verwandelten Strafwurf von Birna Berg Haraldsdóttir den 28:27-Heimsieg im Abstiegskampf.

Nach 18 Minuten reißt der Faden im Angriffsspiel der Sport-Union

Vor 928 Zuschauern kommt die Sport-Union dabei gut in das Spiel und ist durch Ana Pavkovic sowie Selina Kalmbach zweimal im Gegenstoß zum 6:3 erfolgreich. Die Vipers versuchen in der Folge immer wieder näher ran zu kommen, doch die Neckarsulmerinnen wehren den drohenden Ausgleich ab und zeigen bis zur 12:9-Führung in den ersten 18 Minuten eine gute Leistung. 

Dann gelingt im Angriff der Sport-Union nahezu nichts mehr, wodurch sich Bad Wildungen Tor um Tor zurück kämpft und nach einem 8:0-Lauf völlig unnötig mit einer deutlichen 12:17-Führung in die Kabine geht.

Sport-Union startet 20 Minuten vor dem Ende die Aufholjagd

Auch nach der Pause bekommt Neckarsulm zunächst keinen Zugriff und bleibt weiterhin deutlich in Rückstand. 20 Minuten vor Spielende starte das Team von NSU-Trainer Pascal Morgant allerdings die Aufholjagd. Die Vipers finden mit ihrem dünn besetzten Rückraum nur noch schwer ein Durchkommen gegen die Neckarsulmer Defensive und im Angriff holt die Sport-Union mit Haraldsdóttir als Spielmacherin durch eine bessere Chancenverwertung den Rückstand auf. 

Nach einem 5:1-Lauf kann Irene Espinola Perez acht Minuten vor dem Ende zur Freude der Neckarsulmer Anhänger erstmals wieder ausgleichen und läutet damit erneut eine packende Schlussphase in der Ballei ein. In dieser kann die Partie in beide Richtungen kippen, doch Bad Wildungen vergibt in der 58. Minute die Chance, sich auf zwei Tore abzusetzen. 

Haraldsdóttir versetzt die Ballei in Ekstase

Nele Reimer gleicht erneut aus und die NSU-Abwehr erkämpft sich sechs Sekunden vor dem Ende nochmals den Ball. Nach einer Auszeit bringt die NSU den Ball schnell nach vorne und bekommt nach einem Foul an Selina Kalmbach mit der Sirene den fälligen Strafwurf. Nach zwei vergebenen Siebenmetern übernimmt Isländerin Birna Berg Haraldsdóttir in ihrem ersten Heimspiel die Verantwortung und versetzt die Ballei durch den Treffer zum 28:27 in Ekstase.

"Ich bin einfach nur glücklich, dass wir dieses Mal die zwei Punkte auf unserer Habenseite haben. Ob ein Unentschieden gerecht gewesen wäre, kann man mit Sicherheit diskutieren. Wir mussten aber im Hinspiel eine sehr bittere Niederlage einstecken und sind deshalb unheimlich froh über den Sieg", erklärte Morgant anschließend.

Morgant erleichtert: "Heute war das Glück auf unserer Seite"

Nochmal Morgant: "Heute war das Glück auf unserer Seite, so dass wir das Spiel nach unserer Aufholjagd nochmals drehen konnten. Wir können mit dem Erfolgserlebnis jetzt auf jeden Fall befreiter nach Nellingen fahren und dann brauchen wir dort wieder unsere blaue Wand, wie wir sie heute in der Ballei hatten."

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