Niederlage in Leverkusen

Sport-Union scheitert zum Auftakt an eigener Chancenverwertung

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Im ersten Ligaspiel der neuen Bundesliga-Saison lässt die Neckarsulmer Sport-Union zu viele Möglichkeiten ungenutzt und verliert deutlich in Leverkusen. Am Samstag steht nun das erste Heimspiel auf dem Plan.

Am Ende waren sich fast alle einig: die Niederlage fällt ein paar Tore zu hoch aus und spielerisch sowie in der Abwehr sah die erste Vorstellung der Neckarsulmer Sport-Union in der neuen Saison der Handball Bundesliga Frauen eigentlich ordentlich aus. Und dennoch leuchtete mit dem 24:16 (9:8) beim TSV Bayer 04 Leverkusen ein sehr ärgerliches Ergebnis am ersten Spieltag auf der Anzeigetafel.

Sport-Union startet gut - verliert dann aber den Faden

Dabei startet Neckarsulm besser in die Partie, hat die Gastgeberinnen mit einer guten Defensive im Griff und erzielt angeführt von Spielmacherin Lynn Knippenborg beim 2:4 eine erste Zwei-Tore- Führung. Leverkusen-Trainer Robert Nijdam reagiert früh mit einer Auszeit auf das Spiel seiner Elfen, die fortan besser in die Partie finden und ausgleichen können. Bei der Sport-Union hakt vor allem der rechte Rückraum und die Abschlussschwäche der Mannschaft, wodurch Leverkusen nach 20 Minuten erstmals die Führung übernehmen kann und diese bis zum 9:8-Pausenstand auch verwalten kann.

Abschlussschwäche der Sport-Union hat im zweiten Durchgang Auswirkungen

In der zweiten Hälfte bleiben beide Mannschaften zunächst weiterhin auf Augenhöhe, doch in zweimaliger Unterzahl muss die NSU etwas abreißen lassen. Dazu ist der Angriff in mehr als zwölf Minuten nur zweimal erfolgreich, wodurch Bayer sich deutlicher absetzt. Im Anschluss versucht NSU-Trainer Pascal Morgant mit Umstellungen und einer weiteren Auszeit seine Mannschaft zurück zu bringen, doch am Ende hadert die Sport-Union bei der 24:16-Niederlage zu häufig mit der schlechten Chancenverwertung und nur 16 erzielten Toren.

Neckarsulm-Trainer Morgant: "Wir stehen uns selbst im Weg"

"Ich finde, wir stehen uns selbst im Weg und haben uns im Angriffsspiel eigentlich gute Chancen erarbeitet. Wir haben Vanessa Fehr im Leverkusener Tor heute zur Königin geworfen. Mit den 24 Gegentoren können wir auf jeden Fall leben, aber die 16 Treffer in der Offensive sind einfach zu wenig um punkten zu können. Ich hab sehr gute Aktionen bei uns in der Abwehr gesehen, hier haben wir Leverkusen 60 Minuten lang das Leben schwer gemacht", erklärt Morgant anschließend.

In der zweiten Hälfte machen sie es dann konsequent gut, nutzen unsere schwachen Abschlüssen und schrauben dadurch das Ergebnis nach oben. Aber mit unserer eigenen Chancenverwertung hadere ich heute. Machen wir die Sache hier ein bisschen besser, wird es eine knappe Geschichte und wir hätten Leverkusen damit deutlich mehr unter Druck setzen können", blickt Morgant auf den Ligastart am Mittwochabend zurück.

Heimpremiere für Sport-Union gegen einen Aufsteiger

Viel Zeit zum Verarbeiten des ersten Spieltags gibt es für die Neckarsulmerinnen allerdings nicht. Schon am Samstag steht für die Sport-Union endlich wieder das erste Heimspiel in der Handball Bundesliga Frauen an. Um 19 Uhr trifft die NSU in der Ballei auf den Aufsteiger 1. FSV Mainz 05, der sich in der ersten Bundesligapartie dem amtierenden Pokalsieger Thüringer HC deutlich mit 20:40 geschlagen geben musste und ebenfalls noch ohne Punktgewinn ist.

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