Gerade am Ende ist der Gegner überlegen

Derby gegen TusSies Metzingen: Sport-Union vergeigt Rückrunden-Start 

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Die Neckarsulmer Sport-Union muss sich beim 36:26 geschlagen geben.
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Und wieder war's nix! Im ersten Spiel der Rückrunde muss sich die Neckarsulmer Sport-Union (NSU) gestern Abend im Derby der Handball Bundesliga Frauen (HBF) mit 36:26 bei den TusSies Metzingen geschlagen geben. In der ersten Hälfte bietet die NSU dem Favoriten zwar Paroli, geht lediglich mit einem knappen Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel allerdings wird die Partie zur deutlicheren Angelegenheit.

Neckarsulmer Sport-Union im Angriff zu schwach

Vom Metzinger Grippevirus und der Personalnot war nichts mehr zu sehen. Mit voll besetzter Bank erspielen sich die Gastgeberinnen durch zwei Tore im Gegenstoß direkt eine 2:0-Führung. Der Angriff der Sport-Union stottert zu Beginn, nach sieben Minuten erlöst NSU-Spielführerin Seline Ineichen allerdings ihr Team und macht den ersten Treffer. Neckarsulm kämpft sich an Metzingen heran, schafft durch zwei verwandelte Strafwürfe von Ana Pavkovic den Anschluss. Metzingen lebt in der ersten Hälfte vor allem von der starken Maren Weigel sowie dem gewohnten Tempospiel.

Nach der Pause kann sich Metzingen deutlicher absetzen. Bald steht es 18:12. NSU-Trainer Pascal Morgant reagiert und stimmt seine Mannschaft nochmals auf die veränderte Defensive ein. Nun kommt Neckarsulm besser zurecht, verkürzt durch Irene Espinola Perez und Selina Kalmbach. Bis zehn Minute vor dem Ende gestaltet sich ein offenes Spiel, erst beim 30:21 können die TusSies wieder erhöhen und bestimmen die letzten Minuten.

NSU-Trainer Pascal Morgant: Niederlage am Ende zu deutlich

"Hinten raus wird es deutlich und da war Metzingen uns dann auch klar überlegen. In der Höhe geht der Sieg so bestimmt auch in Ordnung. Für uns etwas schade, denn wir hätten gerne 60 Minuten Paroli geboten. Über 45 bis 50 Minuten haben wir das geschafft, aber der Schritt, da dann nochmal wirklich an Metzingen ranzukommen, hat gefehlt. Wir haben gekämpft und unsere Möglichkeiten ausgeschöpft. Deswegen bin ich mit dieser Phase zufrieden. Am Ende wird es aus unserer Sicht dann aber schon zu deutlich", erklärte Morgant nach Spielende.

In der kommenden Woche geht es für die Neckarsulmerinnen in der heimischen Ballei weiter. Am Samstagabend gastiert die HSG Bad Wildungen Vipers bei der Sport-Union. Außerdem ist von Montag bis Mittwoch die deutsche Nationalmannschaft mit einem Regionallehrgang in Neckarsulm zu Gast, zu dem mit Nele Reimer und Selina Kalmbach auch zwei Spielerinnen aus dem Kader der NSU eingeladen worden sind.

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