Comeback von Michelle Goos

Neckarsulmer Sport-Union setzt wichtige Partie in den Sand

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Am Ende hat es nicht gereicht. Die NSU-Handballerinnen verlieren gestern vor heimischer Kulisse mit 25:31.
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Bis zur ersten Pause sah es für die Bundesliga-Handballerinnen eigentlich ganz gut aus...

Das war nix! Statt eines deutlicheren Abstands, muss die Neckarsulmer Sport-Union (NSU) den direkten Konkurrenten HSG Bensheim/Auerbach wieder zu sich aufschließen lassen. Die NSU verlor gestern das wichtige Heimspiel gegen die Flames mit 25:31.

NSU-Handballerinnen: Krimi mit vielen Fehlern

Nach einer Führung der Gastgeberinnen entwickelt sich die Partie in der Handball-Bundesliga der Frauen zum erwarteten Krimi mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Nach der Pause übernehmen die Gäste aus Bensheim die Führung und treffen gegen die NSU vor allem in der Schlussphase aus allen Lagen.

Dabei war der Start aus Neckarsulmer Sicht verheißungsvoll. Vier Treffer von Selina Kalmbach lassen die Sport-Union vor 968 Zuschauern gut in die Partie starten und zwingen Gäste-Trainerin Heike Ahlgrimm beim 6:2 zu einer frühen Auszeit. Im Anschluss sind aber auch die Flames in der Partie angekommen und können durch eine frühe, doppelte Unterzahl der Sport-Union den Anschluss schaffen.

Die NSU-Handballerinnen können die frühe Führung nicht bis zum Ende halten.

Mitte der ersten Halbzeit wächst der Druck von Bensheim, doch die Neckarsulmerinnen können dank einiger Paraden von Nicole Roth in Führung bleiben. Nach zwei vergebenen Strafwürfen der NSU kann Bensheim durch einen Doppelschlag von Bogna Sobiech schließlich ausgleichen. Die Gastgeberinnen scheitern in der Phase vor der Halbzeitpause zu häufig im eigenen Angriff, können aber trotzdem noch mit einem 13:13 in die Kabine gehen.

NSU-Handballerinnen: Michelle Goos überzeugt bei Comeback

Die beste Nachricht des Tages gab es für die Sport-Union rückblickend definitiv mit dem Start in die zweite Halbzeit. Nach mehr als sieben Monaten Verletzungspause feierte Michelle Goos gegen die Flames ihr Comeback und konnte in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte auch zwei wichtige Tore beisteuern. Insgesamt war die Angriffsleistung der Neckarsulmerinnen aber weiterhin zu schwach. Nele Reimer versuchte als Einzige, Verantwortung zu übernehmen, scheiterte aber mit zahlreichen Würfen an Gästetorhüterin Jessica Kockler. 

Kämpferisch gab sich die Sport-Union trotzdem auch beim 21:26 noch nicht auf und hatte vier Minuten vor dem Ende die Chance, erneut zu verkürzen. Doch der Aufsetzer von Selina Kalmbach geht knapp über das Tor. Im Gegenzug erhöht Bensheim erneut auf fünf Tore und Neckarsulm muss sich spätestens im darauffolgenden Angriff nach einer erneut vergebenen Chance durch Birna Haraldsdóttir geschlagen geben.

NSU-Trainer Pascal Morgant: "Mangelnde Chancenverwertung"

"Das 13:13 zur Pause ist aus meiner Sicht in Ordnung, da wir nach einem guten Start eine ausgeglichene Partie hatten. In der zweiten Halbzeit treffen die Flames aus allen Lagen, wir treffen leider gar nichts mehr. Dann kommt der Druck immer stärker dazu und wir verlieren das Spiel letztendlich aufgrund der mangelnden Chancenverwertung", sagte NSU-Trainer Pascal Morgant.

Am kommenden Wochenende müssen die Neckarsulmerinnen die weiteste Reise der Saison bestreiten. Am Sonntagnachmittag trifft die NSU auswärts auf den Buxtehuder SV. Im nächsten Heimspiel trifft die Sport-Union am 30. März auf den amtierenden deutschen Meister Thüringer HC.

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